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Tech Des Tages - 200+ Beiträge


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#421 JaidenHaze

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Posted 07 October 2017 - 11:40 AM

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Copper Artwork aus dem Technical Readout: Vehikel Annex (2006)



SecurityMechs

Entgegen der üblichen Annahme, wurde mit dem Mackie im Jahr 2439 nicht plötzlich das Rad neu erfunden, diese Legende wurde später zur Kreation des ersten echten BattleMechs hinzugedichtet. Mit der Entwicklung des Myomer-Muskels in 2350 dauerte es nicht lange, bis diese in schweren Anzügen an der Stelle von bisherigen Elektromotoren verwendet.

In den nächsten Jahren erschienen dann die ersten übergroßen ersten Hilfsanzuge - der Vorläufer für heutige Mechs. Diese waren spezialsiert um in der Industrie eingesetzt zu werden und zeigten schon das Potential, was in ihnen schlummern kann. Die Branche der SecurityMechs startete jedoch viel verhaltener. Während Cargo-Hauler, Mining- oder ForestMechs teilweise schon im 21. Jahrhundert eingesetzt wurden, war der Einsatz von schwer gepanzerterten Polizeitruppen seit je her - egal in welcher Nation - ein sehr heikles Thema.

Und spätestens mit der Einführung des Mackie wurde die kleine Branche mit PolizeiMechs noch stärker reglementiert, teilweise einfach von den wesentlich kapitalträchtigeren BattleMech-Produzenten aufgekauft oder während der Nachfolgekriege für die Produktion von BattleMech geplündert. Die Branche hatte es wirklich nicht einfach, doch es gab trotzdem über die Jahre und spätestens mit der Entdeckung der unterschiedlichen Kernspeicher während des 31 Jahrhunderts eine wahre Renaissance.

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Copper Miniatur in den Farben des Zelazni Stable (Solaris)



Neben dem Copper haben sich in den kommenden Jahren auch weitere Modelle etabliert, doch keiner hat die Marktstellung des Copper erreicht. Ursprünglich seit 2619 gebaut, stellt dieser 25 Tonnen schwere Mech einen echten Verkaufsschlager dar. Als zivile Version des Commando-Mechs angeprisen, war das jedoch eine geschickte Marketinglüge.

Der Copper 19 (von 2619) war so ein gutes Chassis, das er als Copper 65 (in 3065) von Coventry Metal Works erneut eingeführt wurde. Mit einer Hybrid Fuel Cell-Engine mit Rating 100 erreicht er maximal 64.8 KM/H und greift für einen PolizeiMech auf ernsthafte Waffen zurück. Die Coventry Twin-Tube SRM2 verschießt zwar in der Regel Tränengas, kann jedoch auch militärische Kurzstreckenraketen verschießen. Genau so wie das Coventry Autogun MG, welches in der Regel mit Gummikugeln bestückt ist, jedoch auch echte Munition nutzen kann.

Doch abgesehen vom groben Äußeren, einigen Computersystemen und Aktuatoren hat der Mech jedoch keine Gemeinsamkeiten mit dem Commando. Das Chassis ist eine spezielle Low-Cost und Low-Tech-Variante, welche nicht ansatzweise den gleichen Stabilität wie die militärische Version verleiht und auch die Panzerung kann ausschließlich normale personengebundene Waffen abwehren.

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Inquisitor II Artwork aus dem offiziellen Szenariobuch Turning Points: Irian



Der größte Unterschied ist, dass der Copper wie alle anderen SecurityMechs nicht über eine Umweltversiegelung verfügt. Abgesehen von Wasser oder Vakuum kann selbst der Einsatz von Tränengas oder Rauch von Feuer den Piloten außer Gefecht setzen. Die obligatorischen Gasmasken sind auch nur ein bedinger Schutz. Man munkelt zwar, das die Sicherheitskräfte einiger Firmen ihre SecurityMechs stark modifizieren, aber vom Band aus ist der Copper eher zur Einschüchterung ausgelegt.

Für ihn spricht auf jeden Fall der Preis, der Mech ist mit nur knapp 1 Million CBills äußerst günstig und gibt auch privat- oder öffentlich gehandelten Firmen Zugang zu hochgerüsteten Sicherheitsstreitkräften. Vor allem im Rüstungsbereich werden Copper und seine Brüder eingesetzt, um Industriespionage und Überfälle zu verhindern.

Abgesehen vom Copper existiert auch der Peacemaker, ein 35 Tonnen schwerer PolizeiMech, der ebenfalls von Coventry Metal Works ab 3070 hergestellt wird. Obwohl der Mech vergleichen mit BattleMechs lächerlich bewaffnet ist (1 SRM2 und 1 MG), verfügt er über ein BattleMech Taser und kann damit vollwertige BattleMechs außer Gefecht setzen. Doch selbst ohne das ist er noch immer ein 65 KM/H schneller Mech, welcher beispielsweise bei der Ausrottung der First Knights of the Inner Sphere eingesetzt wurde.

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Copper Miniatur (von hinten) in den Farben des Zelazni Stable (Solaris)



Word of Blake nutzte eine chemische Attacke gegen die versammelten Krieger und aus Furcht eines Übergreifens des Virus auf die gesamte Bevölkerung auf Atreus riegelte das City Police Department den gesamten Komplet mit einem dutzend Peacemaker ab. Selbst wenn das im ersten Moment hartherzig erscheint, haben diese Mechs Milliarden Menschenleben gerettet.

Andere berühmte Designs sind zum Beispiel der CCU-36 Pacifier, ein im Draconis Combine ab 3031 gebauter Security BattleMech, über den jedoch außerhalb der verschwiegenen Polizeitruppen des Drachen nur wenige Informationen bekannt sind. man weiß jedoch, dass dieses 30 Tonnen schwere Design auf dem Guard SecurityMech der Konförderation Capella basiert. Der 15 Tonnen schwere Guard wiederum ist eine Eigenentwicklung, die ab 3028 nach dem Vertrag von Kapteyn zum Draconis Combine geliefert wurde.

Der GS-54 Guard ist wahrscheinlich einer der wenigen vierbeinigen IndustrieMechs, die auch während der Nachfolgekriege noch in Gebrauch waren. Natürlich kann das Design nicht mit den militärischen BattleMechs verglichen werden, es fehlt zum Beispiel ein Neurohelm und die damit verbundenen fortgeschrittenen Steuerungssysteme, welcher essenziell für die Steuerung eines Mechs in Kampfsituationen sind.

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Ein modifizierter UrbanMech K9 während einer heißen Verfolgungsjagd



Das letzte über kleinere lokale Produktionen hinaus bekannte Modell von SecurityMechs ist der Inquisitor, ein von iridian Technologies Unlimited ab 3062 produzierter "Ultra Heavy" SecurityMech. Mit 35 Tonnen ist sein Gewicht ein gutes Stück höher als bei anderen IndustrieMechs und erinnert stärker an einen BattleMech.

Das wird vor allem bei dem während des Dark Age produzierten Inquisitor 2 deutlich, der offiziell noch immer ein SecurityMech sein soll, mit 50 Tonnen aber jede Grenze sprengt, die ursprünglich in den Richtlinien des Sternenbunds oder der Terran Hegemony einmal festgelegt wurden. Mit 1 Light Autocannon 5, 1 SRM4-Raketenwerfer und einer TSEMP Cannon (Mech Taser der neusten Generation) erinnert dieses Monster auch mehr an echten BattleMechs. Dieses Design wird jedoch nicht exportiert, sondern ausschließlich von Irian BattleMechs Unlimited zur Verteidigung ihrer eigenen Industriekomplexe genutzt.

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Fangemachtes Modell des K9 UrbanMech bevor seiner Veröffentlichung



Nun zur wichtigsten Frage: Ist irgendwas davon für BattleTech (HBS Spiel) oder MechWarrior Online interessant? Nun, ehrlich gesagt nein. Abgesehen von der schrecklich ineffektiven Bewaffnung ist auch die Panzerung nicht für den Kampf ausgelegt. Mech-Modifikationen wie der Roughneck sind nicht umsonst eine absolute Seltenheit, da der Mech quasi eine volständige Überarbeitung darstellt. Das sieht man alleine an dem Chassis, das Standard-Battletech-Status besitzt. IndustrieMechs verfügen in der Praxis aber nur weniger harte, wesentlich voluminösere Metallere und sparen auf die Weise Kosten.

Andere SecurityMechs wie der Pacifier oder Inquisitor besitzen eine deutlich passende Tonnage, mit 30 und 35 Tonnen sind beide im Light-Segment für BattleMechs, dank ihrer urbanen Geschwindigkeit von 64.8 KM/H und Kosten von bis zu 2 Millionen CBills ist es schwer einen Vorteil gegenüber dem UrbanMech oder anderen billigen Mechs zu erkennen.

Und die Konkurrenz über heruntergestufte UrbanMechs möchte man nicht vergessen, die über ähnlich sinnvolle Kontrollmechaniken verfügen können und dabei nicht weniger furchteinflößend für eine Gruppe Demonstranten ist.


Quellen:
Mech Factory (Android App)
masterunitlist.info (für Release-Daten)
Sarna.net Copper
Sarna.net Peacemaker
Sarna.net Pacifier
Sarna.net Guard
Sarna.net Inquisitor
Sarna.net Inquisitor II
camospecs.com

#422 JaidenHaze

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Posted 09 October 2017 - 06:09 AM

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Chaffe Artwork von Doug Chaffee aus dem Technical Readout: Vehicle Annex Revised



AgroMechs

Mechs sind nicht nur auf dem Schlachtfeld oder bei der Kontrolle einer Demonstration nützlich, sondern können alle Arten von Arbeiten erledigen, für die man mehr Stärke und Ausdauer braucht, als der menschliche Körper alleine leisten kann. Und an nichts anderen kann man die Entwicklung so gut sehen, bei bei der Agrarkultur.

Abgesehen von einigen interplanetaren Modellen werden aber die meisten dieser Arbeitsmaschinen lokal gefertigt und haben zu einem signifikanten Anteil die klobigen Gefährte des 21 Jahrhunderts ersetzt, die meistens nur für eine Aufgabe spezialisiert und nicht für den Einsatz eines wenig besiedelten fremden Planeten geeignet waren. Heute werfen wir ein Blick auf die Mechs, die auch interplanetar verkauft werden und immer wieder genutzt wurden, um die durch Kriege oder Katastrophen zerstörte Infrastruktur und Lebensmittelproduktion zum Laufen zu bringen.

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Modifiziertes CattleMaster Artwork aus dem Regelwerk Total Warfare (2006)



Der Chaffee ist ein nach dem Jihad produzierter "All Purpose" ArbeitsMech. Der 15 Tonnen schwere Mech wurde vor allem zur Beseitigung der vielen Schäden des Jihad eingesetzt und wurde neben Bauarbeiten, Forstarbeiten oder Bergbauarbeiten auch auf dem Feld und in der Viehzucht eingesetzt. Eine Fuel Cell beschleunigt den Mech auf bis zu 86 KM/H Höchstgeschwindigkeit, was ihn vergleichsweise mobil macht. 3 Tonnen schwere Industriepanzerung schützen ihn vor Fallschäden oder Kollisionen, weshalb der Mech nach dem Jihad für entlegene Planeten meist das erste Cockpit zukünftiger Mechpiloten wurde. Die leichtgängien Kontrollen erlauben es jedem Piloten, den Mech schnell zu meistern.

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CattleMaster Artwork aus dem Technical Readout: Vehikel Annex (2006)



Besonders interessant sind zwei Laderäume in den Armen, die sich sogar zum Transport von Verletzten eignen. Damit ist der Mech auch während Katastrophen im Einsatz und kann anstelle von VTOLs in schwergängigen Gelände zur Rettung von verunglückten Kolonisten eingesetzt werden. Damit ist der Chaffee ein wahrer Lebensretter.

Ähnlich effektive AllroundMechs sind die CattleMaster und Ranchhand-Mechs. Beide Modelle sind aber nicht erst seit dem Jihad in Produktion, sondern teilweise viel früher. Der CattleMaster wurde 3024 von Rastaban Agricultural eingeführt und ist vor allem im Steiner-Reich ein weit verbreiteter Mech. Während manche Planeten sich für terranische Tiere eignen, gibt es auch Kolonien die auf lokales Vieh zurückgreift. Manche davon sind auch eine ganze Ecke größer als unsere heimischen Kühe.

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Ranchhand Artwork von der BattleCorps Shortstory Callie's Call (First Strike Anthology)



Vor allem auf Cerillos, Galisteo und Sierra gibt es gewaltige Prärien, die von bis zu 2.500 Kilogramm schweren Odessan Raxx, Filtvelt Thunderbeast oder den noch größeren Ranger Bulls bevölkert werden. Als Mensch kann man leicht von so großen Biestern dominiert werden, der CattleMaster und auch der Ranchhand, beides 25 Tonnen schwere IndustrialMechs mit Verbrennungsmotoren, sind perfekt dafür geeignet. Diese Cowboy-Mechs werden auch für zur Abwehr von Raubtieren eingesetzt. Im Gegensatz zu Terra haben manche Welten große Gebiete mit feindlichen Lebewesen die selbst mehrere Tonnen schwer sein können.

Der CattleMaster nimmt den Kampf mit zum Beispiel einem Schwert, oder in einer anderen Variante mit 2 Small Laser und 3 MGs gegen die Aggressoren auf, der Ranchhand verfügt nur über ein MG, aber auch das eignet sich hervorragend zur Abwehr von Feinden. Dank ihrer humanoiden Gestalt eignen sich die beiden AgroMechs aber auch zum Bestellen von Feldern. Natürlich sind die Mechs nicht ansatzweise so effektiv wie die spezialisierten Harvester-Mechs.

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Harvester Ant Artwork aus dem Technical Readout: Vehikel Annex (2006)



Noch zu Zeiten des Sternenbunds ist der Harvester Ant ein industrieller QuadMech gewesen, der ab 2650 die Produktion auf vielen Planeten vervielfachte. Diese simpel konstruierten, 20 Tonnen schweren Mechs waren dank des 60er internen Verbrennungsmotors nicht besonders schnell, konnten jedoch so gut wie kein anderer Mech ein Feld pflegen und schlussendlich abernten. besonders die Engine ist wie beim CattleMaster auch geeignet, nicht nur Diesel oder Benzin, sondern quasi jede Art von Flüssigkeit zu verbrennen, solange sie auf Alkohol oder Öl basiert. Das ist vor allem auf wenig entwickelten Planeten sinnvoll.

Interessanterweise werden Harvester Ants seit dem Fall des Sternenbunds in der Inneren Sphäre durch die Ersatzteilprobleme kaum noch eingesetzt, bei den Clans sind diese aber noch immer ein extrem häufig eingesetztes Arbeitschassis. Es wurden sogar einige Harvester Ants mit SRMs, MGs oder LRMs für verschiedene Guerilla-Schlachten ausgerüstet.

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HVR-99 "Harvester" AgroMech Artwork aus dem Technical Readout: Vehikel Annex (2006)



Eine dank dem Helm Memory Core neuere Entwicklung ist der HVR-99 "Harvester" AgroMech, don Iroquois Machinery Limited auf Shawnee gebaut wird. Dank einiger Patente im Helm Core konnte die gesamte Industrie in nur wenigen Jahren bahnbrechende Durchbrüche erzielen. Der HVR-99 ist einer der am weitesten verbreiteten Mechs in der Inneren Sphäre. Das 30 Tonnen schwere Chassis wird durch den 120er Junkers Verbrennungsmotor auf bis zu 64 KM/H beschleunigt und kann dank unterschiedlichen Handmodolen mit einer unvergleichbaren Geschwindigkeit ein Feld urbar machen und bestellen. Der Mähdrescher ist eines der kompliziertesten Geräte an ihm und erlaubt es mit einer sehr hohen Geschwindigkeit ein Feld zu bearbeiten.

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AgroMech Miniatur von Mechwarrior Dark Age



Auf dem Harvester-Mech aufbauend kamen auch andere Produkte später ins Leben, wie der MOD, ein AgroMech von Archernar IndustrialMechs, der während des 32. Jahrhunderts gebaut und eingesetzt wurde. Während alle bisherigen Modelle vor allen auf schwere industrielle Panzerung setzten, merkt man beim AgroMech von Archernar die Wurzeln als BattleMech Produzent. Militärische Panzerung bieten für den 35 Tonnen schweren Mech einen guten Schutz, weshalb er auch gerne als Basis für MilizMechs verwendet wird. Diese nutzen meist Autokanonen, ob nun Standardmodelle oder Rotary AC/2 spielt keine große Rolle.

Interessant sind auch hyperspezialisierte AgroMechs, wie der CK-3 CherryPicker. Das vierbeinige Modell ist mindestens seit 2860 im Einsatz und wird auf Caledonia zur Ernte der gewaltigen Kirschfelder verwendet. Der Mech bekam während des Romans Pflichtübung (BattleTech #29) eine besondere Rolle, wo ein fast 200 Jahre altes, modifiziertes Modell als Bedrohung für die Gray Death Legion wahrgenommen und außer Gefecht gesetzt wurde. Leider existieren keinerlei Bilder des Mechs, weshalb ich an der Stelle das Cover noch einmal symbolisch zeigen möchte.

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Coverbild von Pflichtübung, dem 29. deutschen BattleTech Roman



Zusätzliche Facts:
- Der Chaffee wurde von (im Universum) von Douglas Chaffee entworfen. Er ist dem BattleTech Illustrator Doug Chaffee nachempfunden, der leider während der Revision des 2013 erschienen Vehikel Annex verstorben ist.

- Doug Chaffee war seit dem ersten Technical Readout Teil von BattleTech und hat an fast allen großen Produkten mitgearbeitet. Hier ist eine Galerie mit seinen Artworks auf Sarna: http://www.sarna.net...by_Doug_Chaffee

- Seine anderen Arbeiten umfassen zum Beispiel Magic the Gathering, Inquest, Duelist, Scrye und viele weitere Kartenspiele oder Computerspiele.


Quellen:
Mech Factory (Android App)
masterunitlist.info (für Release-Daten)
Sarna.net Chaffee
Sarna.net CattleMaster
Sarna.net Ranchhand
Sarna.net Harvester Ant
Sarna.net Harvester
Sarna.net AgroMech
Sarna.net Cherrymaster

#423 JaidenHaze

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Posted 10 October 2017 - 06:19 AM

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Lumberjack Artwork aus dem Technical Readout: 3075 (2008)



LumberMechs

Die LumberMechs gehören zu der Kategorie von IndustrialMechs, die besonders stark von lokalen Produkten geprägt wird. Es gibt nur eine handvoll Mechs auf dem Markt, die meisten Mechs werden einfach lokal in Kleinstserien aus AgroMechs modifiziert. Trotzdem konnten sich zwei Modelle von der Masse abheben. Warum es hier keine Innovationen gibt ist nicht ganz klar, aber man kann sicher sagen, dass die beiden häufigsten Modelle, der Lumberjack und Crosscut extrem erfolgreiche Modelle sind und daher die Jahrhunderte ohne große Änderungen überstanden haben.

Der Lumberjack LM1/A wurde 2355 eingeführt, mehr als 80 Jahre vor dem Mackie. Der zuerst 60, später 70 Tonnen schwere Waldläufer kann natürlich nicht mit dem Mackie verglichen werden, aber mit seinem 180er oder 210er Wagner Heavy Duty Verbrennungsmotor erreichte der Mech beachtliche 54 KM/H und zeigte deutlich, wie extrem der Unterschied von Myomermuskeln in der Praxis im Vergleich zu den vorherigen Elektromotoren ist. Erst seit knapp 5 Jahren auf den Markt, stellte der Lumberjack als Myomer-Roboter den ersten großen Verkaufserfolg der Technologie dar.

Ausgerüstet mit 1 Kettensäge, 1 Lastenaufzug (für Baumstämme) und 2 Dumper sowie 2 Cargo-Bays auf dem Rücken, kann der Lumberjack sehr effektiv durch dichtes Gebiet vorrücken und gezielt die zu fällenden Bäume dank der Cargo-Bays heraustransportieren. Der Lumberjack hat mit dem Modell LM4/C seine Bestform erreicht. Ab 2489 an wurde der Mech für fast 400 Jahre produziert, nur um schlussendlich doch ein Opfer der Nachfolgekriege zu werden. Im Gegensatz zu den früheren Varianten und den 10 zusätzlichen Tonnen Gewicht (nun 70 Tonnen), ist der 4/C ein solides Chassis, das durch einfache Wartung und billige Ersatzteile zu überzeugen weiß.

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Crosscut Artwork aus dem Technical Readout: Vehicle Annex (2006)



Als nach mehr als 400 nicht dauerhafter Produktion die Fabrik von Harrow-Deerfield zerstört wurde, dauerte es bis zur Mitte des 31. Jahrhunderts, bis der Mech von Rastaban Agricultural wiederbelebt wurde. Quasi unverändert existieren nur sehr wenige Varianten die während der Nachfolgekriege mit Waffen ausgestattet wurden und äußerst geringe Produktionsläufe gesehen haben, beispielsweise der LM4/P mit einer LRM10 oder eine Jihad-Variante, welche eine Fusion Engine mit 2 LRM 15 Werfer, 2 Medium und 1 Large Laser nutzt.

Es wirkt fast wie ein Wink des Schicksals, dass der Crosscut fast der totale Gegensatz zum Lumberjack ist. Mit nur 30 Tonnen ist er ein typischer IndustrialMech, der während des Sternenbund-Zeitalters gebaut wurde. Mit einer 120 Internal Combustion Engine erreicht er 64 KM/H und ist wie der Lumberjack mit einer Kettensäge und einem Lastenaufzug ausgerüstet, jedoch besitzt er nur eine kleine 2 Tonnen Fassende Cargo-Bays auf seinem Rücken (im Gegensatz zu den größeren Kapazitäten beim Lumberjack).

Die Unterschiede sind zum einen das Produktionsdatum, erst ab 2650 wurde der Mech gebaut, und dass der Mech quasi dauerhaft in Produktion war. Das lag an dem exorbitant niedrigen Preis von lediglich 1.07 Millionen CBills. Die Nachfrage war konstant hoch und die Verteilung des Designs auf mehr als ein Dutzend Produzenten in der gesamten Inneren Sphäre sorgte für eine sehr breite Streuung. Es stellt trotz der guten Haltbarkeit und der vergleichsweise vielen Lumberjacks, welche die Jahrhunderte überstanden haben, heute den Großteil der ForstMechs dar.

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Crosscut Icabod Artwork aus dem Experimental Technical Readout: Gladiators



Interessant am Crosscut sind auch die inzwischen 15 Varianten, welche gebaut wurden. Diese reichen von normalen ForstMechs über Milizversionen mit Flamer, Fusionsengines, doppelten Kettensägen oder sogar Light AC/2 oder Snub-Nose PPCs. Diese aus der Not herausgeborene Varianten mit BattleMech-Waffen waren meistens während der Nachfolgekriege und im Jihad im Einsatz und leider meist nicht mehr als sich bewegende Zielscheiben, doch es war möglich selbst in diesen Mechs Abschüsse zu erzielen. Die meisten anderen Modifikationen des Mechs sind kleine Variationen und diese unterscheiden sich auch oft von Chassis zu Chassis, da es keine vollwertige Serienproduktion dieser Mechs gab.

Jake Hollins hat deshalb auf dem Planeten AStrokaszy eine spezielle Umbaumaßnahme vorgenommen, bei dem er einen Crosscut zu einem vollwertigen 'BattleMech' umbaute. Der 30 Tonnen schwere Mech wurde mit einer sehr kleinen Fusionsengine ausgestattet, welche die Geschwindigkeit auf 54 KM/H begrenze, dafür konnte er aber ein Torso-Mounted Cockpit, 1 ER Medium und 1 ER Small Laser sowie einen BattleMech Taser in seinem linken Arm anbringen. Die Standard-Kettensäge im rechten Arm ist noch immer Teil des Loadouts. Obwohl der Mech sehr langsam ist, konnte er in den richtigen Situationen die Schlacht wenden und während des Jihads einige Mechs von Word of Blake ausschalten.

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass die LumberMechs zum Teil auch von AgroMechs ersetzt wurden. Mit einer Kettensäge konnten diese auch vergleichsweise effektiv einen Baum oder einen kleinen Wald fällen. Professionelle Holzbetriebe setzen aber lieber auf echte Profi-Mechs, und diese erledigten ihren Job genau so wie man es erwartet.


Quellen:
Mech Factory (Android App)
masterunitlist.info (für Release-Daten)
Sarna.net Lumberjack
Sarna.net Crosscut

#424 JaidenHaze

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Posted 12 October 2017 - 05:56 AM

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Dig Lord & Dig King Artwork aus dem Technical Readout: Vehicle Annex (2006)



MiningMechs

Eine der größten Revolutionen in der Menschheit (Industrielle Revolution) wurde stark von dem Bergbau befeuert, der nur dank der Dampfmaschinen die benötigen Werkstoffe liefern konnte, um den Aufschwung nicht stoppen zu lassen. Die Kreation von Mechs hatte einen ähnlichen Effekt, denn anstatt hyperspezialisierten Fahrzeugen, konnten nun die vergleichsweise mobilen IndustrialMechs verwendet werden.

Und während die Mechs starke Einflüsse in der Landwirtschaft, Baugewerbe oder Waldwirtschaft haben, war ihre Auswirkung auf die Bergbauindustrie noch größer als die Effekte der anderen Zweige. Es mag nach dem heutigen Stand seltsam erscheinen, aber wenn eine Kolonie auf einem weit entfernten Planeten gegründet wird, können keine tausende Männer abgestellt werden, um einen Minenschacht tief in die Erde zu treiben, um ein Rohprodukt ans Tageslicht zu fördern, das nach vielen weiteren Prozessen einmal der Kolonie helfen kann.

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Dig King Miniatur in der typischen Farbe, mit en er ab Werk ausgeliefert wird



Und diese Arbeit war nicht nur auf den initialen Besiedlungsprozess beschränkt, sondern wurde durch die fortwährenden Vernichtskriege immer wieder nötig. Dabei spielt es keine Rolle, ob es die verherrenden Kriege vor der Gründung des Sternenbunds waren, die mehr oder weniger offenen Gefechte für die wenigen hundert Jahre der größten Nation der Menschheit, bei dem Streit um die Perlen des untergangenen Bunds während der Nachfolgekriege, zu Zeiten des industriellen Aufschwungs kurz vor oder während der Clan-Invasion, oder während des opferreichsten Konfliktes, den die Inneren Sphäre je gesehen hat - dem Jihad - der Mensch neigt durch seine Natur zum Konflikt mit seinen Nachbarn und der Aufbau fängt meist mit den durch MiningMechs geschürften Mineralien und Erzen an.

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Dig King Miniatur in der typischen gelben Farbe, die seit Jahrhunderten für derartige Maschinen verwendet wird



Der Dig King ist ein 30 Tonnen schwerer Mech, der gezielt für die Arbeit unter Tage entwickelt und gebaut wurde. 2573 offiziell vorgestellt, war er nicht nur ein großer kommerzieller Erfolg, sondern bildete den Ausgangspunkt für dutzende Maschinen, die wir in den kommenden Jahrhunderten sehen. Dieses unglaublich verlässliche Design ist mit einer Fuel Cell ausgerüstet und überzeugt die Käufer vor allem durch seine Haltbarkeit. Bergbau erzeugt einen unvergleichbaren Stress auf dem Chassis und der Dig King kann dem deutlich besser als andere Maschinen trotzen.

Andere Maschinen dieses Typs werden seit der Markteinführung auf vielen Planeten vor Ort, teilweise sogar in Kleinserien direkt von den Bergbau-Industriekomplexen selbst gebaut. Hier sei zum Beispiel Defiance Industries erwähnt, welche eigene Modelle haben, die es auch nicht zum Kauf gibt. Von Besuchern ist aber überliefert, dass es spezielle Dig King-Varianten sind.

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Für den Kampf umgebauter Dig Lord MiningMech aus dem Experimental Technical Readout: Periphery



Generell gibt es von den damaligen Herstellern breite Anpassungen des Chassis, je nachdem in welchen Umfeld der Mech eingesetzt wurde. Ob nun zur Schürfung unter Tage oder unter freiem Himmel, die Art des zu schürfenden Materials oder wie der Anteil zwischen vergleichsweise Erde und Gestein ist - es gab eine Vielzahl an Anpassungsmöglichkeiten, die vorgenommen werden konnten.

Diese Vielzahl von Veränderungen war auch bei einem der erfolgreichsten Nachfolger möglich. Der Dig Lord erinnert nicht nur vom Namen an seinen Urahn. Produziert ab 3057 übertrifft der 65 Tonnen schwere Mech den Dig King in fast jeder Metrik. Die Geschwindigkeit liegt mit 54 KM/H trotz des höheren Gewichts auf der gleichen Höhe, dank der besseren Panzerung und dem Einsatz von 4 Fluid Guns, über die sein Vorgänger überhaupt nicht verfügt, kann der Dog Lord bei entsprechender Infrastruktur fast durchgehend am Material bleiben. Zusätzliche Rock Cutter und Mining Drills können hier über Schnellwechsel-Systeme mit minimaler Pause getauscht werden und sein Extended Fuel Tank erlaubt besonders lange Einsätze, abseits der üblichen Versorgungslinien.

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Stark modifizierte Dig King Miniatur, welche über modulare Arme verfügt



Eine besonderheit am Dig Lord ist, dass er eine der wenigen Modelle war, die komplette Produktionsläufe mit ausschließlich militärischen Modellen besitzt. Archon-Prinzessin Katherine Steiner-Davion lies während des VerCom-Bürgerkriegs durchgehend bewaffnete Modelle bauen, die jedoch durch interne Sabotage-Akte für über zwei Jahre ausblieben. Trotzdem existieren viele Dig Lord-Varianten, die zum Beispiel über militärische Panzerung, Kolben, Vibro-Schwerter oder traditionellere Waffen wie Autokanonen, deren Vorläufer Heavy Rifles oder Raketenwerfer verfügt.

Interessant ist, dass der Rock Hound ein 40 Tonnen schwerer IndustrialMech ist, der in der Outworld Alliance gebaut und an sämtliche Nationen der Peripherie geliefert werden. Der ebenfalls mit einer Fuel Cell ausgerüstete Mech trägt aber im Gegensatz zu fast allen anderen MiningMechs echte vollwertige militärische Panzerung und ab Werk 2 SRM4-Raketenwerfer, welche zum Abwehr von Piratenüberfälle gedacht sind.

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Rock Hound Artwork aus dem Handbook: Major Periphery States



Der militärische Fokus lässt sich auch in den Kontrollsystemen erkennen, oder das der Mech über einen Ejection-System wie traditionelle BattleMechs verfügt. Mit Varianten die speziell für amphibische oder luftleere Umgebungen gedacht sind, ist der Rock Hound (oder Rock Otter, Rock Possum oder Space Hound) ein gefragtes Modell, das nach dem Jihad sogar in die Vereinten Sonnen importiert wird.



Quellen:
Mech Factory (Android App)
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Posted 13 October 2017 - 06:11 AM

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DemolitionMech Artwork aus dem Technical Readout: 3075



ConstructionMechs

Bauarbeiter werden seit Jahrtausenden von schweren Gerät unterstützt. Das irgendwann auch Mechs dafür eingesetzt werden, ist aufgrund ihrer Natur vorhersehbar gewesen. Doch die mobilen und agilen Designs sind nicht einfach nur bloße Kopien der schwer gepanzert- und bewaffneten Brüder, sondern extrem spezialisierte Modelle, die perfekt für ihre Aufgabe angepasst wurden.

Es gab wahrscheinlich schon vor dem so simpel benannten DemolitionMech leichte IndustrialMechs oder Exoskelette, welche Bauarbeiter beim Abriss alter Strukturen halfen, aber der DemolitionMech ist das älteste, noch heute im Einsatz befindliche Modell. Eingeführt in 2513, gehört es zu der Generation von IndustrialMechs, die starken Reglementierungen unterlag.

Trotzdem konnte der 35 Tonnen schwere Mech sich nicht nur zu seiner Zeit auf dem Markt behaupten, sondern war auch während der Nachfolgekriege und bis zum Jihad hin durchgehend im Einsatz. Der mit einer Fuel Cell ausgerüstete Mech besaß nicht nur den Rock Cutter, den man zum Beispiel von BergbauMechs kennt, sondern auch ein Wrecking Ball und einen Small Laser. obwohl der Small Laser bei späteren Modellen zusammen mit dem Rock Cutter gegen eine Dual Saw ausgetauscht wurde, ist der DemolitionMech vor allem durch seine Abrisskugel bekannt.

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ConstructionMech Carbine Artwork aus dem Technical Readout: Vehicle Annex (2006)



Geübte Piloten können problemlos selbst dicke Ferro-Concret-Strukturen mit nur zwei Schwüngen zum Einsturz bringen, oder diese zumindest für den Rock Cutter, Dual Saw oder den Small Laser genug beschädigen. Die Kombination des Wrecking Ball und das gezielte Anschneiden der Träger mit dem Small Laser für einen kontrollierten Zusammenbruch ist einer der Hauptgründe, warum der Mech nach mehr als 500 Jahren Dienstzeit noch immer in Dienst ist - er ist verdammt effizient.

Und man spart auf die Weise auch viel Geld für Sprengstoff, eine zuvor häufig genutzte Methode um große Komplexe einstürzen zu lassen. Und was eingestürzt ist, muss auch wieder aufgebaut werden. Der ConstructionMech CON-1 Carbine hat die Lücke ab 2691 nachhaltig gefüllt. Der in Little Rock, Nordamerika, Terra, produzierte 30 Tonnen schwere Mech ist mit Abstand das bekannteste Modell seiner Klasse in der gesamten Inneren Sphäre.

Durch seine Lage auf Terra konnte der Hersteller Bluth Corporation auch während der Nachfolgekriege den IndustrialMech weiterhin produzieren und mit dem Segen von ComStar in alle Staaten exportieren. Ein Renault 120 Verbrennungsmotor sorgt für bis zu 64 KM/H Spitzengeschwindigkeit, was den leichten Mech sehr behändig macht.

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Modifizierter ConstructionMech CON-7, der unter anderem einen Raketenwerfer neben den üblichen Systemen zur Arbeit besitzt



Circa alle 50 Jahre wurden neue Modellvarianten vorgestellt, die letzte 3028 während der Hochzeit von Melissa Steiner und Hanse Davion, obwohl diese Ankündigung vom Ausbruch des vierten Nachfolgekriegs überschattet wurde. Wobei zynische Zungen auch behaupten, dass der Krieg neben dem billigen Preis von 1.56 Millionen CBills das beste Verkaufsargument des CON-7 Carbines ist.

Selbst nachdem Word of Blake Terra von ComStar eroberte, wurde der ConstructionMech weiterhin produziert, auch wenn Exporte von neuen Mechs und Ersatzteilen komplett eingestellt wurden. Die Mechs wurden aber mit dem gleichen Tempo weitergebaut und sind ein Grund, warum die Blakisten die Kernwelten so schwer befestigen konnten.

Nicht weniger einflussreich ist der Kiso, eine absolute Besonderheit für IndustrialMechs. Das 100 Tonnen schwere Monster wurde 2638 vorgestellt und bis zum Ausbruch der Nachfolgekriege in vergleichsweise geringer - dafür aber konstanter Stückzahl gebaut. Diese Monster sind ausschließlich im Draconis Kombinat zu finden und gewaltige Befehlsmechs für die groß geplanten Infrastrukturprogramme.

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Kiso Artwork aus dem Technical Readout: 3075



Mit einer Nissan 200 Fusionengine und einer Vielzahl an Ausrüstungsmodulen wie ein Heavy-Duty Pile Driver, Rock Cutter, mehrere Lastkräne, Cargo Container, 8 Suchlichter und sogar einer zivilen Version einer Command Console mit entsprechenden Kommunikationscomputern kann der Kiso nicht nur dutzende andere IndustrialMechs anleiten und ihre Arbeit koordinieren, er kann dank seines vierbeinigen Chassis auch bis zu 20 Tonnen Cargo zum Einsatzort transportieren. Die Computersysteme sind so ausgefeilt, das damit sogar Holo-Anrufe möglich sind.

Diese schweren Monster verbrachten immer Jahre an ihrem Einsatzort und waren für die örtliche Bevölkerung meist ein wichtiger Bezugspunkt. Die Kiso wurden dabei so verehrt, dass diese sogar von der lokalen Bevölkerung unterschiedlich angemalt wurden. Jeder Kiso war damit eindeutig mit seiner Kommune verbunden. Die Nachfolgekriege waren nicht gnädig zu den großen Ungetümen, jedoch konnte der Hersteller in den 3050ern die Produktion nicht nur wieder aufnehmen, er konnte auch viele der alten Mechs wieder in Betrieb nehmen.

Neuere Varianten des Kiso sind zum Beispiel speziell für Ausgrabungen und zum Einsatz in Bergwerken und Tagebau erschaffen wurden, genau so wie eine Variante mit einem Collapsible Command Module, was den Mech auf die gleiche Leistungsfähigkeit in der Koordination wie ein Mobile HQ für BattleMech-Kompanien hebt.

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Diomede Artwork aus dem Technical Readout: 3085



Die letzte Neuerung im Gewerbe der ConstructionMechs ist der Diomede, ein 3084 eingeführter 100 Tonnen schwerer Mech. Als einer der ersten neuen Designs, die nach dem Jihad vom Band gelaufen sind, trug er einen großen Anteil am Wiederaufbau des zerstörerischen Krieges bei.

Besonderheiten bei dem Chassis sind die modularen Fortbewegungsmodi. Der Diomede verfügt nicht nur über zwei Beine, sondern kann auch quasi in die Knie gehen und die an seinem Schienbein angebraten Laufketten zur Fortbewegung nutzen. Damit ist der Mech sogar in sumpfigen Gebieten dank des geringen Bodendrucks zu voller Leistung fähig.

Neben verschiedenen Systemen wie ein Pile Driver, Rivet Guns, Sprayer oder Kräne besitzt der Mech auch 2 Multi-Missile-Launcher 7, welche er zum Abriss von schwer beschädigten Strukturen einsetzen kann. Das zieht leider eine Zusatzsteuer der Republik der Sphäre nach sich (Militärische Ausrüstung wurde massiv verringert nach dem Jihad), diesen Preis sind aber die meisten Käufer ohne zu Zögern bereit zu zahlen.

Mit 4 Tonnen Munition für die Raketenwerfer und 19 Tonnen Heavy Industrial Armor wurde der Mech im Jihad gerne als Basis für Modifikationen genutzt. Die vergleichsweise kleine Fusionsengine erlaubt zwar nur 32 KM/H Höchstgeschwindigkeit, für Verteidigungsaktionen ist das jedoch ausreichend. Mit 2 Medium Laser, 2 Maschiengewehren, 1 Gauss Rifles und den 2 MML7, die erhalten bleiben, ist der Mech jedoch vergleichsweise gut bewaffnet. Sein ab Werk verbautes Ejection-System für den Piloten hat auf jeden Fall zu seiner Beliebheit massiv beigetragen.


Quellen:
Mech Factory (Android App)
masterunitlist.info (für Release-Daten)
Sarna.net DemolitionMech
Sarna.net ConstructionMech Carbine
Sarna.net Kiso
Sarna.net Kiso
Camospecs.com

#426 JaidenHaze

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Posted 14 October 2017 - 10:08 AM

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Deviantart Forced Salvage Kunstwerk von Spooky - die Alternative für Salvage auf dem Schlachtfeld



CargoMechs / SalvageMechs

Diese Kategorie ist etwas bevölkert, da ich hier nicht nur die typischen CargoMechs behandeln möchte, sondern auch die militärischen Versionen davon, Loader und SalvageMechs. Alle drei Basistypen machen im Prinzip die gleiche Arbeit - schwere Frachten bewegen - und sind für ihr Zeitalter und Aufgaben meist stark spezialisiert.

Trotzdem lohnt ein Blick auf die vielen verschiedenen Mechs, welche das Rückgrat der zivilen und militärischen Logistik darstellen und ohne die wahrscheinlich der gesamte Frachtverkehr in der Inneren Sphäre zusammenbrechen würde.

Einer der ersten IndustrialMechs, speziell zur Bewältigung von schweren Frachten, war der Patron. 2470 vorgestellt, wurde er eng in Zusammenarbeit mit dem ersten Mech der Liga Freier Welten entwickelt - dem Icarus. Um die Raketen- und MG-Munition besser handhaben zu können, wurde mit dem Patron ein 15 Tonnen schweres Design kreiert, dass zur Ultraleicht-Klasse gehört. Aber an diesem Modell konnte man leicht sehen, dass viele der wichtigen Merkmale vorhanden waren.

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Patron / Shugosha Artwork aus dem Technical Readout: 3075



Eine Vlar 30 PowerStack Fuel Cell trieb den leichten Mech an, der nicht nur über einen Lastenaufzug, Suchscheinwerfer und eine Cargo Bay verfügt, sondern auch über einen Sprayer mit einem Tank für bis zu 0.87 Tonnen Flüssigkeiten. Diese kann nicht nur zum Enteisen eingesetzt werden, sondern auch offensiv, wie spätere Milizversionen zeigten.

Trotz seines Alters wurde der Mech auch während des Jihads - wie so viele andere uralte Mechdesigns - wieder aufgegriffen. Zusammen mit dem Icarus konnte ab 3074 der Mech an der Seite der Liga-Truppen gegen Word of Blake und lyranischen Truppen eingesetzt werden.

Obwohl die Jahre zwischen dem Patron und dem Scavenger nicht ohne Neuerungen waren, haben sich nur wenige Modelle dieses Zeitalters halten können. Häufig wurden neuere Versionen von zB dem Patron genutzt oder andere Modelle, die bis zur Hochzeit des Sternenbundes von den kommenden Maschinen ersetzt wurden.

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Scavenger / Vampyr Artwork aus dem Technical Readout: Vehicle Annex (2006)



Der Scavanger wurde 2613 vorgestellt und stellte im militärischen Bereich eine gewaltige Verbesserung dar. Der SC-V Scavenger ist ein 80 Tonnen schwerer Mech, der über ganze 12 Cargo Bays und sogar einen Tank für Flüssigkeiten verfügt, die er vom Schlachtfeld aufsammeln kann. Seine 320 Fusion Engine war definitiv eine Seltenheit, da die meisten Modelle eher auf Fuel Cells oder Verbrennungsmotoren verfügen.

Die Modellen wurden gehegt und gepflegt, sogar nach den zerstörerischen Nachfolgekriegen waren noch einige der Modelle im Einsatz. Die Gray Death Legion verfügte über eines der seltenen Modelle, aber trotz aller Pflege gibt es nur noch eine geringe Stückzahl.

Quasi zum gleichen Zeitpunkt wurde der Buster HaulerMech vorgestellt. Der von der Bluth Corporation 2615 vorgestellte zivile Mech ist ein 50 Tonnen schwerer Mech gewesen, der vor allem zur Entladung von DropShips genutzt wurde. Diese Aufgabe erfüllte der Mech so gut, dass er quasi auf fast jeden Raumhafen der Star League eingesetzt.

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Buster HaulerMech Artwork aus dem Record Sheets: Vehicle Annex, IndustrialMechs & Exoskeletons



Und obwohl Bluth Corporation während der Nachfolgekriege Bankrott ging, ist der Buster nicht nur in der IS - sondern auch bei den Clans ein weit verbreitetes Chassis. Word of Blake nutzte die Plattform sogar, um während des Jihads mehrere bewaffnete Varianten für die Miliz herzustellen.

Mit dem Shugosha folgte von Luthien Armor Works 2627 ein weiterer ziviler LoaderMech, der vor allem im Kurita-Raum aktiv ist und das Gegenstück zum Patron darstellt. Mit 20 Tonnen Gewicht, ist der leichte IndustrialMech auf Munition spezialisiert.

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Hyena Miniatur in den Farben der Dispossessed Cooperative (Solaris Stall)



In mehr als 400 Jahren stand der Mech eigentlich nie besonders heraus, doch bei der Invasion von Clan Smoke Jaguar und Nova Cat war der Shugosha ein wichtiger Grund, warum die Invasion zurückgeschlagen werden konnte. Während ein großer Teil ihre Aufgabe erledigte und die erschöpfte Munition echter Kampfeinheiten ersetzten, waren dutzende Shugosha mit Panzerplatten von Mechs wie dem Archer und Thunderbolt ausgestattet worden. Diese dienten dazu, die Reihen der Kurita-Krieger stärker erscheinen zu lassen und zogen nicht wenig Feuer auf sich. Dadurch konnten die echten BattleMechs mehr Zeit gewinnen, die Angreifer zu behaken.

Wie bei so vielen Designs wurde auch der Shugosha während des Jihads erneut aufgegriffen. Drei experimentelle Dronen-Versionen wurden gebaut, welche mit Sprengfallen und Energiewaffen ausgerüstet waren.

Der 2764 vorgestellte Powerman ist einer der interessantesten CargoMechs. Entstanden aus einem Argument, einer Kündigung und dem Willen zur Rache, hat Richard Sitwell, ehemaliger Ingenieur bei Bluth Corp., seine eigene Firma gegründet, nur um Bluth zu zerstören. Und das gelang auch vollständig. Der 35 Tonnen schwere Powerman hatte mit dem Buster eine schwere Konkurrenz, doch der begnadete Ingenieur steckte jeden einzelnen Credit, den er besaß, in die Erschaffung des Prototypen.

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Powerman Artwork aus dem Technical Readout: Vehicle Annex (2006)



Die höhere Beweglichkeit, das wartungsarme Nickel-Eisen-Chassis und die höhere Geschwindigkeit erlaubten dem Powerman, bis zu 25% effizienter zu sein. Für Raumhäfen bedeutete das weniger lange Aufenthalte auf dem Boden und dadurch mehr Einnahmen durch den höheren Umsatz der Dropships. Die geringeren Kosten durch Anschaffung und Wartung waren ebenfalls ein starkes Argument und in nur wenigen Jahrzehnten wurde die gesamte Geschäftsbasis von Bluth unrentabel und musste wegen horrenden Lizenzgebühren, Gerichtskosten und Urteile wegen Bestechung aufgelöst werden.

Der Daedalus GTX2 ist einer der wenigen IndustrialMechs, die während der Nachfolgekriege entwickelt und gebaut wurde. Der 60 Tonnen schwere vierbeinige CargoMech soll angeblich schon während der frühen Tage des Sternenbunds eingesetzt worden sein, es lassen sich jedoch in allen Kernspeichern nur verlässliche Daten ab 2801 finden.

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Daedalus GTX2 Artwork aus den Record Sheets: Operation Klondike



Mit 15 Tonnen Kapazität für Cargo ist der Mech eine der wenigen Mechs, der von den Clans und der Inneren Sphäre eingesetzt wird. Diese Effizienz, kombiniert mit der großen Fusionsengine sorgt für eine einfache Verwaltung von großen Lagerhäusern und gewaltigen Industrieanlagen. Das der Daedalus GTX2 auch Flüssigkeiten und Gase transportieren kann, hat ihn fast einzigartig in seiner Sparte gemacht.

Der Uni, 3050 als erste große Neuankündigung vorgestellt, ist eine natürliche Erweiterung des Konzeptes beider Sparten. Wie der Daedalus ein vierbeiniger Mech, kann der 70 Tonnen schwere und durch eine Fuel Cell von Defiance Industries angetriebene Mech gewaltige Cargos transportieren. Es gibt nicht nur die zivile Variante, sondern auch militärisch genutzte SalvageMechs, die in der Lage waren, einen AssaultMech vom Schlachtfeld zu schleppen. Das ist besonders deshalb interessant, weil der Mech mehr als sein eigenes Gewicht über große Strecken und unwegsames Gelände transportieren kann.

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Uni Artwork (All Terrain Mode) aus dem Technical Readout: Vehicle Annex (2006)



Das IndustrialMechs besser als gewaltige Flachbett-Fahrzeuge für den Einsatz in hügligen Gelände geeignet sind, sollte nicht überraschen. Der ATAE-70 Uni ist jedoch etwas ganz besonderes, da der Mech entweder wie eine Spinne extrem tief über den Boden laufen kann (All Terrain Mode), oder mit gestreckten Beinen mit 54 KM/H sogar mit dem Marschtempo von schweren AssaultMechs mithalten kann, während er seine internen 17 Tonnen Cargospace transportiert.

Dank der eingebauten Lastkräne kann man so im Feld sogar Munition nachfüllen, auch wenn der Uni in der Regel nicht so eingesetzt wird. Dafür reicht die Cargo-Kapazität für Munition nicht aus. Der auf Furillo hergestellte Mech hat sich in nur wenigen Jahren in fast die gesamte Innere Sphäre verbreitet und startete ein Revival von inspirierenden Neuentwicklungen im CargoMech-Bereich.

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Hyena Artwork aus dem Mercenaries Supplemental Update



Ihm folgte der Vamypr, die Hyena und der Heavy Lifter. Während der Vamypr eine Überarbeitung des originalen Scavenger Mechs darstellt und der Heavy Lifter sehr nah mit dem Uni CargoMech verwandt ist, stellt der Hyena eine vollkommen neue Entwicklung dar. Der auf einem Kintaro basierte Mech wurde auf Solaris von VEST gebaut.

Der Vamypr gleicht seinem Original in fast jedem Detail, nur Industrial Triple Strenght Myomer wurde mit einigen zusätzlichen Verbesserungen ergänzt. Das seit Jahrhunderten nicht mehr produzierte Chassis des Scavengers hat dadurch wieder Zugriff auf neue Ersatzteile, was ein äußerst kluger Schachzug war. Beim Heavy Lifter von Achernar BattleMechs sieht das etwas anders aus. Die nur 16 Jahre später als das Original herausgebrachte Kopie des Uni IndustrialMech ist mehr oder weniger eine blanke Kopie ohne die entsprechenden Lizenzen. Wie beim Vamypr wurde Industrial Triple Strenght Myomer eingesetzt, was immerhin ein Pluspunkt darstellt.

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Hyena Miniatur in den Farben der Dispossessed Cooperative (Solaris Stall)



Natürlich spielt bei der Produktion des Heavy Lifters auch die Fraktionsbildung des Davion-Bürgerkriegs mit. Immerhin sind die Werke des Uni auf Furillo sehr nah am Thron der Steiner, während Achernar sehr früh Victor unterstützte. Trotz der ungeklärten Lizenzfrage sorgen die neuen Mechs dafür, dass die Vorgänger weiterhin in Betrieb gehalten werden können. Denn die meisten Systeme sind erstaunlicherweise kompatibel und bis auf einige kleine Unterschiede fast ohne Probleme einbaubar. Und das ist durchaus etwas besonders, da man diese Systeme nicht einfach 1:1 kopieren konnte.

Der Hyena ist dagegen die einzige echte Neuentwicklung und basiert auf einem Kintaro-Chassis. Wie sein Ahne ist er damit auch 55 Tonnen schwer und erreicht dank der unveränderten Core Tek 275 Engine satte 86 KM/H. Diese hohe Geschwindigkeit sorgt dafür, dass ein Hyena-Team problemlos zu einem Schlachtfeld ausrücken und einen Mech bergen konnte, bevor ein anderes Team das Ziel erreichte. Dafür nutzte der Hyena zwei kleine Kräne und einen Salavage Arm und war in der Lage, selbst schwere Mechs abzuschleppen. Jedoch wird der Mech derzeit nicht mehr produziert, da Word of Blake Solaris unter ihre Kontrolle brachte und die Produktionsanlagen für ihre eigenen Zwecke nutzten.

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Cover-Artwork des Szenariopack The Fox’s Teeth: Exploits of McKinnon’s Raiders



Eine Lizenz wie beim Jackal hat das auf Solaris ansäßige Entwicklungsbüro jedoch nicht an Earthwerks vergeben, die äußerst interessiert waren, die Hyena zu bauen. Schlussendlich möchte VEST aber wohl der einzige Hersteller bleiben und das wohlwollende Medienecho nutzen, um ihren Wiederaufbau nach der Vernichtung der Blakisten auf Solaris zu finanzieren.

Die letzte Entwicklung im Bereich der SalvageMechs stellt der Fwltur dar, ein 3081 eingeführter 25 Tonnen schwerer Mech, der eine spezielle Versieglung für alle möglichen Umgebungen besitzt. Ob nun toxische Gebiete, das All oder Unterwasser - alles sind mögliche Schlachtfelder für BattleMechs und der kleine Spezialist ist dank seiner Beagle Active Probe und Underwater Maneuvering Units ein sehr agiler Mech.

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Fwltur Artwork aus dem Technical Readout: 3085 Supplemental



Derartige Versiegelungen gegen Umwelteinflüsse sind bei BattleMechs vielleicht Standard, IndustrialMechs bieten in der Regel aber nicht so einen Luxus an. Während das bei manchen Kampfplätzen ein Problem sein kann (ein Elefant im Porzellanladen ist nichts gegen zwei verfeindete Kompanien BattleMechs in einem Chemiepark), war das vor dem Jihad meist kein Problem. Natürlich waren auch während der Nachfolgekriege häufiger Kämpfe in Siedlungen, jedoch nahm das schnell ab und diese Versiegelungssysteme hätten die Preise der betroffenen Mechs nur deutlich erhöht.

Das liegt daran, dass nicht nur das Cockpit, sondern auch die Computersysteme, Myomermuskeln und die Engine entsprechend vor nuklearen Strahlen, Giften oder dem Weltall geschützt werden müssen.

Quellen:
Mech Factory (Android App)
masterunitlist.info (für Release-Daten)
Sarna.net Patron
Sarna.net Scavanger
Sarna.net Buster
Sarna.net Shugosha
Sarna.net DemolitionMech
Sarna.net Daedalus GTX2
Sarna.net Uni
Sarna.net Vampyr
Sarna.net Heavy Lifter
Sarna.net Hyena
Sarna.net Fwltur
Camospecs.com Hyena
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#427 JaidenHaze

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Posted 17 October 2017 - 08:17 AM

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Ein militärisch modifizierter IndustrialMech basierend auf dem Pompier



Spezialisierte IndustrialMechs

In den letzten Tagen haben wir viele verschiedene Bereiche gesehen, die IndustrialMechs einsetzen. Meistens ist klar, das die mobilen Plattformen lieber als Fahrzeuge eingesetzt werden, die zum Teil mehr Wartungsaufwand und mehr Infrastruktur brauchen, um zu funktionieren.

Doch in vielen Bereichen sind diese Fahrzeuge noch immer im Einsatz und übertrumpfen die Anzahl der IndustrialMechs um mehrere Größenordnungen. Aber trotz dieser weiten Verbreitung gibt es Aufgaben, die nur von Mechs erfüllt werden können. Eines dieser Beispiele ist der Arbiter, ein 3068 eingeführter IndustrialMech von 35 Tonnen. Hergestellt von Meridian Manufacturing erkennt man schnell, dass der Mech wie ein Heavy Mech von außen geformt ist.

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ARB-001 Arbiter Artwork aus dem Experimental Technical Readout: Corporations



Er wird gezielt von Milizkräften von Planeten am Rand der Inneren Sphäre oder von Konzernen zum Schutz ihrer Anlagen eingesetzt, gerade weil er so abschreckend wird. Eine Heavy Rifle mag antiquiert sein, ihre Durchschlagskraft erreicht nur das Niveau einer Autokanone vom Kaliber 5, aber sie wirkt optisch wesentlich martialischer. Mit einer 175 Fuel Cell (86 KM/H Höchstgeschwindigkeit) und 5 Tonnen Heavy Industrial Armor ist der Mech eher zur Abschreckung als zum Kampf gedacht, kann sich dank seines Waffensystems und den modularen Händen recht gut zur Wehr setzen.

Überlicherweise wird der Mech in Batallions-Größe verkauft - und es gibt eine 6 monatige Wartezeit für neue Bestellungen. Der Arbiter ist auch ein kompetenter WorkMech, der zum Beispiel schwere Lasten ziehen kann und schwere Lasten transportiert.

Ebenfalls mit einem Schwerpunkt auf Sicherheit und Milizen wurde der Spindrift 3069 eingeführt. Der experimentelle Unterwasser SecurityMech wurde beim Beginn des Jihads gebaut und basierte zuerst auf einem Harvester AgroMech, ist seitdem aber auf eine Eigenentwicklung als Chassis gewechselt. Den Durchbruch und eine volle Produktion sah der Spindrift ab 3083, als das Lyran Commonwealth das gesamte Produktionsvolumen aufkaufte.

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Spindrift Aquatic SecurityMech Artwork aus dem Experimental Technical Readout: Boondocks



Bewaffnet mit 1 Short Range Torpedo 6 Raketenwerfer, 1 ER Small Laser und vollständiger Environmental Sealing erinnert der 30 Tonnen schwere IndustrialMech mehr an einen BattleMech. Doch anstatt andere Produkte, die nur später mit einer Unterwasser-Variante entwickelt wurden, ist der Mech von Anfang an dafür ausgelegt. Seine UMU (Underwater Movement Units) beschleunigen ihn auf bis zu 43 KM/H und das BattleMech HarJel System ist für in der Inneren Sphäre entwickelte Mechs absolut bahnbrechend. Die Option, neben normaler Heavy Industrial Armor auch militärische Laser Reflective Armor und Reactive Armor - sogar gleichzeitig - einzusetzen, macht den Spindrift zu einer wirklich besonderen Neuheit.

Der Grommet dagegen ist ganz anders. Im 30. Jahrhundert auf Drängen reicher Bürger von Doneval II erschaffen, reizt der 75 Tonnen schwere IndustrialMech die Grenze zu BattleMchs bis an die Grenze aus. Mit einer Fusion Engine, Heavy Industrial Armor und echten vollwertigen BattleMech-Waffen, wäre so ein Mech nie zu Zeiten des Sternenbunds zugelassen worden.

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Grommet Artwork aus den Record Sheets: Vehicle Annex, IndustrialMechs & Exoskeletons



Die Basisversion wurde vor allem im Krieg von 3039 gegen die Kurita-Streitkräfte getestet, deren initiale Eroberung zwar schnell beendet war, als Guerilla-Streitkräfte jedoch lange überleben konnten. Als Entsatzstreitkräfte im Anflug waren, schlossen sich mehr als 2 Batallione von Grommet Mechs den Bemühungen an. Seine Ursprünge als IndustrieMech sieht man noch immer, mit einer gewaltigen Kettensäge, Kran und mehreren weiteren weiteren Anlagen wie der Treppe zum Cockpit auf dem Torso, jedoch trägt der Mech auch einen Large Laser und eine Autokanone vom Kaliber 5, die vollwertige BattleMech-Waffen sind.

Der Jabberwocky ist sehr ähnlich, eine Art Schweizer Taschenmesser-Mech. Der 50 Tonnen schwere Mech wurde ab 2549 von Jalastar Aerospace gebaut und besitzt viele Varianten, die über hunderte Jahre bis zum Jihad gebaut wurden. Der IndustrialMech besitzt eine Fusion Engine und wird für Bergungsarbeiten, für Bauarbeiten, Pionierarbeiten im Militär und zum Abriss von großen Strukturen eingesetzt.

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Jabberwocky Artwork aus dem Technical Readout: 3075 (2008)



Aber ob nun mit Bergearmen, verschiedene Sägen für Forst- oder Bergbauarbeiten, oder als militärische Variante mit Industriellen Triple Strenght Myomer System und vollwertigen Waffen wie 1 Large Laser, 2 Medium Laser und 1 LRM5-Raketenwerfer, der Jabberwocky leistet seit langer Zeit einen unverzichtbaren Dienst an der Front - oder weit davon entfernt.

Ebenfalls weiter von den vielen Fronten in der Inneren Sphäre entfernt, ist der Pompier mit einer anderen Art von "Feuer" beschäftigt. Der 15 Tonnen schwere IndustrialMech wurde von General Motors für Kathils gewaltige Wälder gebaut, findet seit seinem erfolgreichen Testlauf in 3044 aber auch auf anderen Forst-Planeten ein Zuhause. Der ultraleichte Mech ist mit 1 FlexiSprayer für unterschiedliche Flüssigkeiten, einem Arm für die Bergung unterschiedlicher Objekte, 1 Suchlicht und 1 großen Tank für Flüssigkeiten ausgestattet.

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GM-23A Pompier FireMech Artwork aus dem Technical Readout: Vehicle Annex (2006)



Maßgeblich um die Wälder von Kathil vor Waldbränden zu schützen, kann der Pompier effektiver als die normalen Feuerwehrmänner an die Brände gehen und diese aggressiv bekämpfen. Weitere Varianten wurden in den folgenden Jahren eingeführt, um zum Beispiel gegen chemische Feuer vorzugehen, oder gegen die desaströsen Attacken des Black May beim Capella-St. Ives-Krieg.

Der Florence ist ein anderer Mech, der viele Wellen geschlagen hat. Der von Gibson Federated vorgestellte leichte Mech sollte zur Verbesserung des öffentlichen Ansehens dienen. Basierend auf einem Locust ist er für die Save the Children-Wohltätigkeitsaktion zu einer Ambulanz umgebaut worden. Obwohl der PR-Stunt nie ein Eigenleben entwickeln sollte, wurde der Mech sogar über mehrere Monate von den örtlichen Behörden auf Gibson eingesetzt.

Der letzte Mech den ich herausstellen möchte ist der MRC-8C Marco, ein Scout im wahrsten Sinne des Wortes. Als Entdecker wurde der 30 Tonnen schwere IndustrialMech zur Aufklärung und Erkundung entfernter Planeten verwendet. Vor der Markteinführung in 2719 wurden meist alte und ausgemusterte LightMechs verwendet, doch der Marco war der erste pure AufklärungsMech.

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MR-8C Marco ExplorererMech Artwork aus dem Technical Readout: Vehicle Annex (2006)



In der Inneren Sphäre sind noch einige der Modelle erhalten geblieben, doch Einsatz sehen sie nicht mehr. Mit nur 64 KM/H liegt das Tempo im unteren Bereich und sein einzelner Small Laser und die 4 Tonnen Heavy Industrial Armor eignen sich auch nicht zum Kampf. Beim Exodus sind viele der verbliebenen Marcos mit verschwunden und wurden während der Bürgerkriegs dort in vollwertige BattleMechs mit 2 Medium Pulse und 2 Medium Laser oder mit 1 Large Laser und 1 SRM4 umgebaut.

Damit möchte ich diese lange Reihe von in der Industrie genutzten Mechs abschließen und hoffe, bald wieder mit einem nicht weniger interessanten Thema beginnen zu können :)


Quellen:
Mech Factory (Android App)
masterunitlist.info (für Release-Daten)
Sarna.net Arbiter
Sarna.net Spindrift
Sarna.net Grommet
Sarna.net Jabberwocky
Sarna.net Pomier
Sarna.net Florence
Sarna.net Marco

#428 JaidenHaze

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Posted 18 October 2017 - 07:42 AM

Rattler Mobile Fortress

Es gibt wenige Superstrukturen im BattleTech-Universum, die noch beweglich sind. Während im Weltall Größe weniger ein Problem ist und selbst so gewaltige Strukturen wie eine Olympus Recharge Station bewegt werden kann, sind auf dem Planeten die größten Gefährte in der Regel Mechs, superschwere Fahrzeuge oder die wenigen superschweren Mechs, die auf Terra gebaut wurden.

Es gab nur eine Art Struktur, welche das historisch übertrag - der Rattler. Als Word of Blake Terra von ComStar übernahm und den Planeten fortan verstärkte, wurde das alte Konzept der mobilen Festungen wiederbelebt und auf den neusten technologischen Stand gehoben. Was man nun sieht ist eine 90 x 90 x 42 Meter große Plattform, welche auf gewaltigen Ketten sich fortbewegen kann und wahrscheinlich eine der größten planetengebundenen Verteidigungsstellung ist, die je existierte.

12 Rattler haben die Eroberung von Terra vom Ursupator Amaris überlebt und wurden lange Zeit von ComStar ignoriert. Diese 12 alten Modelle wurden nicht nur erneuert, es wurden auch eine ganze Reihe neuer Rattler gebaut und während der Verteidigung von Terra von den Koaliationstruppen eingesetzt.

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Rattler Mk 2 Mobile Fortress, gegen 3072 auf Terra



Um die Größe einzuordnen, mit über 190 Mann feste Besatzung erreicht die Mobile Fortress eine Mannstärke, wie man sie sonst auf marine Fregatten findet. Die Bewaffnung und Ausrüstung ist nicht weniger beeindruckend. Auf dem oberen Bild ist ein netter kleiner 80 Tonnen schwerer Awesome abgebildet, damit man sich eine Vorstellung der gewaltigen Größe machen kann.

Fast perfekt gegen Angriffe auf dem Boden, aus der Luft und sogar aus dem All geschützt, kann diese mobile Festung sogar Dropships und Warships im Orbit gefährlich werden. Drei Sub-Capital Laser vom Kaliber 3 haben genug Reichweite und Stärke, um vom Boden aus durch die Atmosphäre Kriegsschiffe im nierigen Orbit anzugreifen, oder können auch gegen Mechs und ähnliche Ziele eingesetzt werden. Mit 250 Tonnen pro Laser sind das einige der größten Laserwaffen, die je vom Boden aus eingesetzt wurden.

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Artwork eines Sub-Capital Lasers aus dem Buch Tactical Operations



Zusätzlich verfügt die Plattform über 3 Barracuda Capital Ship Werfer, die 100 Tonnen schwere Raketen von der Planetenoberfläche zielgenau bis zu den Zielen im All leiten kann. Und selbst wenn die Barracuda Raketen die kleinsten Waffen gegen Capital Ships sind, reichen ein oder zwei gute Treffer an einem Dropship aus, um genügend Schaden für einen Absturz zu verursachen.

Der Rest der Bewaffnung ist ähnlich gut gegen Bodenangriffe ausgelegt. 10 large Pulse Laser, 16 Maschine Guns, 4 Light MGs, 14 Streak SRM6, 4 LRM20 mit Artemis IV, 2 Heavy Gauss Rifles und gegen härtere Ziele, 2 Long Tom und 2 Arrow IV Artilleriesysteme. 14 Anti-Missile-Systeme, 4 interne Garagen für kleinere, leichte Vehikel bis 25 Tonnen und Platz für 6 Züge mit Sprunginfanterie stehen zusätzlich bereit.

Besonders interessant ist auch, dass die Besatzung dauerhaft auf dem Rattler bleibt. Über 120 Quartiere, 1 Feldambulanz, 2 Küchen, 10 Tonnen Kommunikationsequipment und mehr als 670 Tonnen Platz für zusätzliche Ausrüstung runden diese wahrhaft gewaltige Festung ab.

Wieviele den Fall von Terra überlebt haben, ist leider nicht bekannt. Aber selbst wenn man in der Regel vermeiden wollte, diese Monster anzugreifen, wurden wahrscheinlich fast alle Exemplare von den Koaliationstruppen zerstört. Ob die bald darauf gegründete Republik der Sphäre die Rattler modernisiert oder zumindest wieder einsatzbereit gemacht hat, ist leider nicht bekannt.

Quellen:
Mech Factory (Android App)
Sarna.net

#429 PharaoDB

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Posted 19 October 2017 - 03:04 AM

Weißt Du durch Zufall ob es für den RattlerMK2 auch einen RecordSheet gibt. Wo ich das gerade gelesen hab, hab ich doch mal direkt Lust bekommen den mal für ein Szenario für Tabletop zu verwenden. :) Wäre nur gut wenn sich da auch so etwas wie ein Datenblatt für findet. Zumal sicherlich auch nicht unwichtig ist, gerade für angreifende Battlemechs, wo sich genau welche Waffen befinden.

#430 JaidenHaze

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Posted 19 October 2017 - 08:57 AM

Der Wyrm ist eher eine Art übergroßes U-Boot :)
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Sunder Artwork von Duane Loose aus dem Technical Readout: 3058 Upgrade



Sunder

Der Sunder stellt einen der wichtigsten Neuentwicklungen während der Clan-Invasion dar - beziehungsweise nach deren temporären Stopp durch die Schlacht um Tukayyid. Der 90 Tonnen schwere Mech ist ein OmniMechs der ersten Generation aus den Fabriken der Inneren Sphäre und sorgte dank seiner Qualitäten für ein wesentlich ausgeglicheneren Kampf gegen die Clantruppen. Natürlich waren Clan-Mechs dem Sunder in einer offenen Feldschlacht noch immer überlegen, aber wenn der AssaultMech korrekt eingesetzt wurde, spielte das keine Rolle.

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Sunder Miniatur in den Farben der 1st Sword of Light (Kurita)



Das 90 Tonnen schwere Monster wurde von Luthien Armor Works auf Basis besiegter und nach Luthien gebrachter Hellbringer und Summoner entwickelt. Das Chassis und viele der Systeme sind zu Beginn mit bescheidenen Mitteln kopierte Versionen der Clantechnologie gewesen, was sich zum Beispiel im Fehlen von Ferro-Fibrous-Panzerung oder Endo-Steel beim Chassis zeigte.

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Sunder Miniatur in den Farben der 2nd Night Stalkers (Kurita)



Die Ingenieure waren der Meinung, das trotz der Umstellung das von einem Summoner kopierte Chassis die 20 zusätzlichen Tonnen problemlos verkraftet, und auch wenn das technisch nicht falsch war, konnten die anderen verbauten Komponenten nicht so einfach zu kopieren werden. Die Aktuatoren und Gelenke waren dem zusätzlichen Gewicht nicht gewachsen und mussten überdurchschnittlich häufig getauscht werden. Dieser Fehler zog sich auch durch den kompletten ersten Produktionslauf, bis er später korrigiert wurde.

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Sunder OmniMech Artwork von dem BattleTech Sammelkartenspiel



Als größtes Problem erwies sich jedoch der interne Aufbau, die gewaltige 360 XL Engine ist wesentlich voluminöser als eine äquivalente Clan-Engine, was viele kleine Veränderungen bei den Kabeln, Abschirmung und Waffenpositionierung hinter sich herzog. Das wurde durch die ebenfalls größeren und schwereren Waffen nicht besser und sorgte dafür, dass der Sunder der letzte OmniMech der ersten Generation war, der für die allgemeine Produktion freigegeben wurde.

Trotz der ganzen Fehler ist der Sunder, entgegen aller Anzeichen, doch zu einem erfolgreichen AssaultMech geworden. Spätere Modelle funktionierten technisch reibungslos und die unterschiedlichen Konfigurationen sorgten für eine hohe Einsatzbandbreite. Der Mech wurde ab dem Zeitpunkt nicht nur von LAW produziert, sondern auch von StarCorps, die den Mech in der ganzen Inneren Sphäre in mindestens vier unterschiedlichen Nationen herstellten.

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Sunder Miniatur in den Farben der 1st Davion Guards RCT (Davion)



Die nahkampflastige Bewaffnung besaß eine gute Durchschlagskraft, welche die Kommandeure regelmäßig in Verteidigungsaktionen zu Nutzen wussten. Obwohl die Schlacht von Tukayyid schon einige Jahre vorbei war, sind die Angriffe der Smoke Jaguar- und Nova Cat-Krieger nicht abgeflaut und bei Verteidigungsaktionen war die Kurzstreckenbewaffnung wesentlich effektiver als Fernkampf-Versionen.

Der Sunder selbst besitzt einige Langstrecken-Versionen, die sich stark auf Raketen stützen und den 90 Tonnen schweren Mech zu einem eher einzigartigen Artillerieunterstützungsmech machen, der zu einem der beweglichsten Mechs in der Gewichtsklasse und Kategorie gehört.

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Sunder Miniatur in den Farben der Izanagi Warriors (Kurita)



Trotz der überwundenen Fehler verfügt der Sunder leider nur über 36 Tonnen Podspace, verglichen mit den Clan Executioner und Gargoyle ist das zwar nicht viel schlechter, jedoch sind die leichteren Clanwaffen nicht nur meist durchschlagskräftiger, sondern besitzen auch eine höhere Reichweite. Und diesen Nachteil nicht so einfach ausgleichen.

Die große Hermes 360 XL Engine des Sunder ist damit ein Fluch und Segen zugleich. Das hohe Gewicht erlaubt nur eine geringe Waffenzuladung, eine 270 XL Engine würde fast 10 zusätzliche Tonnen freischaufeln. Trotzdem ist der Sunder, verglichen mit anderen IS BattleMechs der Ära ein deutlicher Schritt nach vorn gewesen, nicht nur weil der 90 Tonnen schwerer Mech 64 KM/H schnell rennen kann und damit perfekt für den Einsatz in schweren Lanzen geeignet ist.

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3D Modell des Sunder aus dem älteren PC-Spiel MechWarrior 4: Mercenaries



Ihn zeichnet auch aus, dass er als C3 Mech häufig eingesetzt wurde und je nach Konfiguration den Gegner über weite Strecken angreifen oder erst im Nahkampf erlegen kann. Diese Variabilität macht ihn zu einem unberechenbaren Gegner im Kampf. Derzeit gibt es folgende Varianten:

Quote

O - 3056: 1 AC/20, 2 Large Laser, 3 SRM4, 2 Medium Laser
OA - 3056: 1 Gauss Rifle, 1 ERPPC, 3 LRM5, 2 Medium Pulse Laser
OB - 3056: 1 LRM20, 1 LRM10,2 Medium Pulse Laser, 2 Medium Laser, 1 C3 Master Computer
OC - 3058: 1 MRM40, 1 MRM30, 2 Streak SRM4, 1 Medium Laser, 1 C3 Slave
OR - 3059: 1 LBX AC/10, 2 Large Laser, 2 Streak SRM6, 4 ER Medium Laser
OD - 3063: 1 LBX AC/20, 2 PPC, 3 Jump Jets
OE - 3069: 2 Snub-Nose PPC, 1 LBX AC/10, 2 Streak SRM6, 1 ER Medium Laser
OX - 3073: 8 Enhanced LRM5, 3 ER Medium Laser, 1 Medium Pulse Laser, 1 C3 Slave, 2 B-Pods
OF - 3134: 5 LRM5, 6 Thunderbolt 5, 1 ER Medium Laser, 1 C3 Boosted Slave
OG - 3134: 1 LBX AC/20, 1 ERPPC, 1 ER Medium Laser, 1 C3 Boosted Slave, 1 TSEMP


Die meisten Sunder-Varianten vor dem Jihad setzen auf eine größere Bandbreite an Waffentypen, bis zu vier unterschiedliche Waffentypen verkomplizieren die Bedienung beträchtlich. Spätere Varianten verbessern das ganze System deutlich, vor allem bei den Varianten D, X, oder F kann man sehen, wie stark hier die Anzahl unterschiedlicher Waffentypen reduziert wurde.

Neben den normalen Varianten gibt es nur wenig Möglichkeiten den Sunder zu verändern. Die OmniTechnologie ist wie die Engine gleichzeitig Fluch und Segen. Während das Wechseln einer Variante problemlos möglich ist, behindert es die Möglichkeit eigene Variationen so wie bei Clan-Omnis zu erstellen. Das es nur eine einzige bekannte persönliche Variante gibt, ist daher nicht unverständlich.

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DeviantArt Kunstwerk von Shimmering Sword
Draconis Combine Sunder Samual vs Manei Domini 52nd Shadow Division (Sunder rechts im Bild)



Der Sunder Samual wird von MechWarrior Tanisha Brown vom 10th Ghost Regiment gesteuert und ist ein absolutes Monster gegen jede Art von Infanterie oder nahkampflastigen Gegner. Mit 6 SRM4 Raketenwerfer, die über Inferno-Munition verfügen, erreicht der Mech schon den Status eines Angstgegners. Ergänzt wird dieses 90 Tonnen schwere flammenspuckende Monster durch vier Flamer, 4 Maschinengewehre und jeweils einen Anti-Infanterie Pod, die Bündelladungen verhindern.

Mit genug Munition, um fast durchgehend feuern zu können, gibt es keine Gegner, die sich lange diesem Inferno aussetzen können. Die ERPPC erhöht die Schlagkraft gegen härtere Ziele und ist fast immer in der Lage, die durch die Kurzstreckenraketen geschlagenen Lücken auszunutzen und den Feind zur Strecke zu bringen.

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Modifizierte Sunder Samual Miniatur in den Farben des 10th Ghost Regiment (Kurita)



Für Mechwarrior Online wäre der Sunder ein sehr einzigartiger Mech. Alleine der Fakt, dass er als OmniMech nicht besonders stark zu verändern ist, heißt das wir auf gewohnte Eigenheiten des Chassis stärkere Rücksicht nehmen müssen. Die relativ geringe Zuladung ist da definitiv ein Problem.

Andererseits gibt es genügend leichte Waffen, die einen Nutzen aus den zahlreichen Hardpoints ziehen könnten. Wie am Sunder Samual zu sehen ist, kommt dieser nicht nur mit sechs Raketen-Punkten, sondern kann auch fünf Energie- und vier Ballistikwaffen ausrüsten. Die möglichen Builds sind damit nur noch durch den Podspace begrenzt.

Es ist zudem fragwürdig, wieviele Spieler Spaß an dem sehr tief sitzenden Cockpit hätten, gemessen an den gemischten Reaktionen, die der Archer bekommen hat. Ob wir den Mech wirklich in der nahen Zukunft im Spiel sehen, kann ich nicht voraussagen. Aber er würde die Möglichkeiten für die Innere Sphäre erweitern. Das ein 70 KM/H schneller Assault funktioniert, sieht man ja schon heute bei den Clans.


Quellen:
Mech Factory (Android App)
masterunitlist.info (für Release-Daten)
Sarna.net
Camospecs.com
Deviantart Draconis Combine Sunder

#431 Karl Streiger

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Posted 19 October 2017 - 10:42 PM

View PostJaidenHaze, on 19 October 2017 - 08:57 AM, said:


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#432 JaidenHaze

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Posted 20 October 2017 - 06:03 AM

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Hollander Artwork aus dem Technical Readout: 3055



Hollander

Der Hollander ist einer der extremsten Mechdesigns, die je die Hallen von Coventry Metal Works verlassen haben. 3054 eingefügt, stellt diese Neuentwicklung den Versuch dar, einen der effektivsten Clan Light Mechs nachzubauen. Der Kit Fox war, trotz seines vergleichsweise unenthusiastischen Spielgefühls in Mechwarrior Online einer der stärksten Mechs der initialen Invasion.

Vor allem die Konfiguration A, die 1 Gauss Rifle und 2 ER Medium Laser besitzt, bietet eine Feuerkraft, die zuvor auf einem Light unbekannt war. Alleine die Gauss Rifle war eine nur 2 Jahrzehnte vorher unbekannte Waffe, die seit der technologischen Revolution sich ihren Platz auf Heavy und Assault-Mechs verdient hat. Dass diese schwere Waffe nun auf einen nur 30 Tonnen schweren Light verbaut wurde, war eine grundlegende Neuheit.

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Hollander Artwork aus dem Technical Readout: 3055 Upgrade



Mit dem Hollander wollte CMW die Grundidee mit IS-Technologie nachbauen. Und obwohl der Mech, der schlussendlich gebaut und ausgeliefert wurde, eine gute Plattform war und viele Fans gewinnen konnte, ist es in fast allen Aspekten ein schlechterer Kitfox.

Der Kit Fox A stellt mit 97.2 KM/H, 1 Gauss Rifle und 2 ER Medium Laser eine mächtige Plattform für einen 30 Tonnen schweren Mech dar. Der Hollander wiegt nicht nur 5 Tonnen mehr, sondern nutzt auch eine kleinere Omni 175 Standardengine, wodurch der Mech nur 86 KM/H Spitzengeschwindigkeit erreicht. Bei den Waffen wurde auch gespart, da nicht mehr genug Tonnage vorhanden war. Eine XL Engine konnte wegen Platzbeschränkungen durch die voluminösere Ferro-Fibrous-Panzerung und dem Endo-Steel-Chassis auch keinen Platz finden.

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Hollander Miniatur in den Farben der 1st Skye Jaegers (Steiner)



Und trotz des höheren Gewichts, konnte auch nur die gleiche Tonnage für Panzerung verwendet werden. Zwar sind 4 Tonnen nicht allzuschlecht für einen 35 Tonnen Light der Inneren Sphäre, jedoch gibt es Mechs mit fast dem doppelten Panzerschutz, was die Schwachpunkte des Hollander nur noch deutlicher macht.

Warum ist also ein Mech mit derartigen Schwächen trotzdem so erfolgreich? Es gibt zwei sehr einfache Gründe. Der erste ist der Preis. Mit nur 2.5 Millionen CBills pro Mech ist der Mech nicht nur extrem günstig - ein Aspekt der den gebeutelten Militärs zu Gute kam - er ließ sich auch in hoher Stückzahl bauen. Der Hauptgrund liegt aber in seiner Waffe - der gewaltigen Gauss Rifle, die fast so lang ist, wie der Hollander hoch ist.

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Hollander 3D Modell aus dem Mechcommander Spiel



Feindliche Lights können von nur einem einzigen Treffer aus der riesigen Kanone ausgeschaltet oder zumindest verkrüppelt werden und selbst Gegner, die 20 Tonnen schwerer sind, können das gleiche Schicksal erleiden, wenn die 50 Kilogramm schwere Nickel-Eisen-Kugel zwei Mal in die gleiche Komponente einschlägt. Eine der Designentscheidungen war, dass die Gauss genug Durchschlagskraft besitzt, um auch feindliche ClanMechs gefährlich zu werden.

Selbst die 65 Tonnen schweren Mechs wie ein Hellbringer (Loki) der Clans kann von nur wenigen Treffern komplett zerstört werden. Und gemessen an der kostengünstigen Natur und vergleichsweise großen Soldatenanzahl war es für die IS-Staaten besser, eine Kompanie Hollander einem Stern entgegen zu werfen.

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Hollander Miniatur in den Farben der Fighting Intellectuals (Söldner)



Es existieren vom Hollander nicht viele Varianten, aber die Nachfolger des Chassis teilen sich die gleiche Bezeichnung, weshalb diese in der Regel trotz offensichtlicher Unterschiede nicht einzeln besprochen werden. Derzeit existieren folgende Versionen:

Hollander BZK-F3 - 3054: 35 Tonnen schweres ursprüngliches Chassis. Eine Omni 175 Standardengine beschleunigt den Mech auf 86.4 KM/H und als Waffen wird 1 Gauss Rifle genutzt.

Hollander BZK-G1 - 3056: 35 Tonnen schwere Variante des F3, der gebaut wurde, um das Fehlen von Backup-Waffen zu lösen. 1 LBX AC/10 und 2 Medium Laser bilden das offensive Arsenal, während 2 zusätzliche Tonnen Ferro-Fibrous-Panzerung zusätzlichen Schutz bieten.

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Hollander Artwork von Deviantart-Künstler shinypants



Hollander II BZK-F5 - 3058: 45 Tonnen schwerer "Nachfolger", der dank des zusätzlichen Gewichts das Fehlen von Backup-Waffen lösen sollte. Das Chassis nutzt eine 225 Engine, um 86.4 KM/H zu erreichen und nutzt neben 1 Gauss Rifle auch 1 Medium Laser und 1 Streak SRM2-Raketenwerfer.

Hollander II BZK-F7 - 3058: 45 Tonnen schwere Variante des F5, der die neuentwickelte Heavy Gauss Rifle der Lyranischen Allianz verwendet. Jedoch mussten sämtliche Backup-Waffen entfernt werden, um diese schwere Kanone befestigen zu können.

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Hollander III Miniatur in den Farben der 2nd Periphery Guard LCT (Davion)



Hollander III BZK-D1 - 3114: 35 Tonnen schwerer Nachfolger, der wieder die ursprüngliche Dimensionen verwendet und nicht mehr von Coventry Metal Works, sondern von General Motors für die Vereinten Sonnen hergestellt wird. Eine GM 175 XL Fusion Engine beschleunigt den Mech auf 86.4 KM/H, während ein Endo Steel Chassis und 6 Tonnen Reflective Armor mit Case II zusätzlichen Schutz für minimales Gewicht bieten. Als Waffen kommt 1 Ultra AC/10 mit 3 Tonnen Munition, 1 Compact Gyro und 1 Supercharger zum Einsatz. Ein Full-Head-Ejection-System bietet zusätzlichen Schutz für den Piloten.

Hollander III BZK-D2 - 3115: 35 Tonnen schwere Variante des D1, der für die LCAF-Truppen gebaut wird. Wie das frühere Modell nutzt der Mech 1 Gauss Rifle, muss dafür jedoch auf das Full-Head-Ejection-System und 1 Tonne Panzerung verzichten.

Hollander III BZK-D3 - 3115: 35 Tonnen schwere Variante des D1, die speziell für Söldner entwickelt wurde. Anstatt auf 1 großes Waffensystem zu setzen, nutzt der Mech eine GM 210 XM Engine mit Supercharger, die Geschwindigkeiten von bis zu 97.3 KM/H erlauben. Als Waffen kommen 1 ERPPC und 2 Medium laser mit einem Targeting Computer und Angel ECM zum Einsatz. Wie beim D2 fehlt auch hier das Full-Head-Ejection-System.

Hollander BZK-G2 - ~3135: 35 Tonnen schwere Variante vom originalen Chassis, die während dem Dark Age-Zeitalter gebaut wurde. Die Gauss Rifle wird mit einer Light Gauss Rifle ersetzt, während die freigewordene Tonnage in zusätzliche Munition und einen Supercharger für zusätzliche Geschwindigkeit fließt.

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Hollander III Artwork aus dem Technical Readout: 3145 Federated Suns



Interessant ist diese Produktentwicklung, wenn man auch einen Blick auf andere Mechs wirft, die damit eng verbunden sind. Abgesehen vom Kit Fox, mit dem diese Linie angefangen hat und dem Cougar, der auf Basis der Adders (selbst ein schwerer Kit Fox) das Konzept mit 5 zusätzlichen ER Medium Laser und einer Gauss Rifle wahrscheinlich auf ein absolutes Maximum getrieben hat, gibt es auch den Blitzkrieg.

Der Blitzkrieg ist ein Mech von Coventry Metal Works, der eigentlich die Probleme des Hollanders angehen sollte. Das sind zum einen die geringe Geschwindigkeit, zum anderen das Fehlen von zusätzlichen Waffen. Nachdem der 3056 eingefügte G1 keine Besserung trotz der 2 Medium Laser brachte, wurde mit dem Blitzkrieg erneut darauf verzichtet, weil die Ultra AC/20 eine massiv höhere Durchschlagskraft bietet und die zusätzlichen Waffen unnötig machte.

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Blitzkrieg Artwork aus dem Technical Readout: 3060



Gepaart mit einer großen 350 XL Engine war der Mech mehr als 118 KM/H schnell, trotz des höheren Gewichts von 50 Tonnen. Und trotz der geringeren Reichweite, ist der Blitzkrieg wesentlich effektiver in seiner Rolle gewesen. Aber es gibt nur eine Variante des Mechs - das Konzept des Kit Foxes wurde weit über die Grenzen hinaus gestreckt.

Zwar vereint der Blitzkrieg Geschwindigkeit und Schaden, jedoch zum Preis von mehr als 10.7 Millionen CBills pro Mech. Um das zum Vergleichen, eine ganze Lanze voller Hollander ist nicht nur 700.000 CBills günstiger, sondern bringt auch mehr Schlagkraft auf das Feld.

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Hollander III Miniatur in den Farben der 8th Crucis Lancers RCT (Davion)



Während für kleine Truppen durchaus die Leistung jedes einzelnen Mechs zählt, sind derartige Gedanken für die Haus-Militärs weniger wichtig. Natürlich haben auch hier die Elite-Einheiten Zugriff auf das Beste des Besten, aber die normalen Milizen und regionalen Verteidigungsstreitkräfte brauchen vor allem Masse.

Und das ist der Hauptgrund, warum der Hollander so erfolgreich ist: In Massen ist das kleine Chassis wirklich effektiv und die für einen Light niedrige Geschwindigkeit bricht dem Chassis bei Verteidigungsaktionen nicht das Genick.

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Hollander Artwork von einer mir nicht bekannten Quelle



Für Mechwarrior Online wäre der Mech eventuell nicht das beste Chassis, durch die höhere HP der einzelnen Komponenten würde man sehr viel mehr Treffer für ein abgeschossenes Bein oder Seitentorso brauchen und weder die geringe Panzerung noch das geringe Tempo helfen.

Wie schwer ein Hollander es hätte, sieht man am Cougar, den zuvor erwähnten Extrembeispiel. Egal welche Variante man mit einer Gauss spielen möchte, die zusätzlichen Laser gleichen nicht die vergleichbar geringe Panzerung aus.


Quellen:
Mech Factory (Android App)
masterunitlist.info (für Release-Daten)
Sarna.net
Camospecs.com
Deviantart Hollander BattleMech von shinypants

#433 JaidenHaze

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Posted 21 October 2017 - 06:17 AM

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Ursprüngliches Cameron-Design aus dem Technical Readout: 2750 (1989)



Cameron

Trotz des Namens und des Status des Projektes, gilt die Cameron-Klasse als gescheitertes Projekt. Doch selbst die gravierenden Fehler haben den Battlecruiser nicht davon abgehalten, eines der erfolgreichsten Modelle zu werden.

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Überarbeitetes Cameron-Design aus dem Technical Readout: 3057



Das Design wurde von dem Sternenbund 2656 in Auftrag gegeben und nur 12 Jahre später, in 2668, konnte der Hersteller Daussault-Shimmon Enterprises das fertige Produkt vorstellen. Doch aus dem schlanken, agilen Cruiser ist ein Behemoth geworden, der mehr als 60.000 Tonnen schwerer als das ursprünglich veranschlagte Höchstgewicht war und nicht ansatzweise die angepeilte Beschleunigung liefern konnte.

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Cameron-Artwork



Am Ende brachte der Cameron 860.000 Tonnen auf die Waage und ist mit 839 Metern Länge deutlich größer, als zunächst veranschlagt. Das dieses Design trotzdem erfolgreich war, liegt an der vergleichsweise guten Panzerung und der exzellenten Bewaffnung. Mit 12 Heavy Naval PPCs, 8 AR-10 Missile Launcher, 16 naval AC/25 und 10 Naval Laser 55, die von 20 Aerospace-Jäger unterstützt werden, liefert dieser Battlecruiser mehr Schlagkraft als manche Schiffe, die 50% schwerer sind. Aber nicht nur diese Faktoren spielten für den Erfolg eine Rolle, sondern vor allem politische Gründe.

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Cameron Miniatur in den Farben der Fleet Assets von Clan Coyote



Die Star League hatte um 2660 ein ausuferndes Militär und da die gesamte Innere Sphäre vergleichsweise friedlich war, wurde dieser gewaltige Kostenpunkt im Budget als Verschwendung angesehen. Hätten die Quartiermeister und Admirale öffentlich eingestanden, dass das neuentwickelte Cameron ein Fehlschlag war, dessen Entwicklung Milliarden verschlang, hätte der Druck durch die Mitgliedsstaaten die Sternenbund Verteidigungsstreitkräfte zu starken Kürzungen gezwungen.

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Clan Snow Raven Cameron Battlecruiser von DeviantArt-Künstler sharlin



Insgesamt wurden so also 40 Camerons in Auftrag gegeben, deren Produktionskosten um die 9.9 Milliarden CBills pro Stück liegen. Quasi totale Schnäppchen, gemessen an der Feuerkraft, die man dadurch erhält. Die deutlich schwereren Schiffe der Monsoon, Farragut oder Atreus-Klasse bringen zwar deutlich mehr Panzerung und teilweise bis zu 50% mehr Gewicht mit sich, trotzdem kann sich die Cameron im Kampf behaupten. Das liegt vor allem an den 8 AR-10 Werfern, die jede Art von Raketen verschießen und selbst die großen Battleships verkrüppeln können, bevor die Hauptwaffensysteme in Reichweite sind.

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Cameron Battlecruiser über Circe Artwork aus dem offiziellen Buch Historical: Operation Klondike



Da die meisten der Torpedowerfer in der Front sitzen, können diese auch über große Strecken abgefeuert werden. Viele andere Kriegsschiffe sind für den Kampf mit Breitseiten ausgerichtet, was sie massiv benachteiligt. Diese Vorteile in Kampfsituationen haben auch dafür gesorgt, dass von den ursprünglich 40 gebauten Camerons 14 den Fall des Sternenbunds überlebt haben.

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Cameron Miniatur in den Farben der Fleet Assets von ComStar (CSS Invisible Truth)



Alle 14 waren Teil der Exodus-Flotte, jedoch wurden einige der Schiffe auf dem Weg zurückgelassen, wie zum Beispiel die SLS Lady Shandra und Electa. Beide Raumschiffe wurden von ComStar Explorer Corps entdeckt und zurück in die Innere Spähre gebracht, wo die Lady Shandra als Invisible Truth dient, während die StarSword getaufte Electa für Ersatzteile ausgeschlachtet wurde. Bei den Clans sind 12 Camerons im Dienst, die meisten in der Flotte von Clan Snow Raven und Coyote.

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McKenna-Klasse Raumschiff, das von zwei Camerons flankiert wird (von DeviantArt-Künstler shortpainter)



Die Clan-Camerons sind, wie auch die Invisible Truth, im Gegensatz zu den früheren Star League Modellen mit Double Heat Sinks und Lithium-Fusionsbatterien für doppelte Sprünge ausgestattet. Welche Ausrüstung den knapp 290 Crewmitgliedern sonst noch zur Verfügung steht, könnt ihr hier sehen:

Quote

Cameron-Klasse Battlecruiser
Clan-Umbau

Allgemein
860.000 Gesamtgewicht
Kearny-Fuchida Hyperdrive - 389.150 Tonnen
Lithium-Fusionsbatterie - 8.600 Tonnen
Fusionsreaktoren und Triebwerke - 103.200 Tonnen
Struktur - 68.800 Tonnen

Dropship-Kapazität - 2 (a 1.000 Tonnen pro Kragen)
Lifeboats - 20 (a 7 Tonnen)
Escape-Pods - 30 (a 7 Tonnen)

Jump Sail - 73 Tonnen
Brücke, Kontrollsysteme, Radar, sonstige Computer und Steuerdüsen - 2.150 Tonnen

Bucht 1: 20 Aerospace-Jäger - 3.000 Tonnen
Bucht 2: 2 Small Craft - 400 Tonnen
Bucht 3: Cargo - 166.988 Tonnen

2 Grav-Decks (75 Meter) - 100 Tonnen

Defensiv- und Offensivsysteme
Ajax Ferro-Carbite-Panzerung - 780 Tonnen
2430 Double Heat Sinks

12 Super Rand Heavy Naval PPC
8 Maelstrom AR-10 Launcher
16 Pontiac-25 Series Naval Autocannons Kaliber 25
10 Tronel-55 Naval Laser 55


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Camerion Battlecruiser Miniatur im Star League Design von 2750



Trotz allen Schwierigkeiten hat sich die Cameron-Klasse als fester Bestandteil der Navy-Streitkräfte entpuppt. Die Kombination aus Feuerkraft und Größe macht es zu einem hervorragenden Schiff, das häufig auch als Kommandozentrale von den Clans verwendet wird. Die pure Feuerkraft wurde in der kriegerzentrierten Gesellschaft sehr hoch geschätzt und ist einer der Gründe, warum wir auch heutzutage noch viele Camerons haben.


Quellen:
Mech Factory (Android App)
masterunitlist.info (für Release-Daten)
Sarna.net
Camospecs.com
DeviantArt Cameron Artwork von sharlin
DeviantArt McKenna/Cameron Artwork von hortpainter

#434 JaidenHaze

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Posted 21 October 2017 - 10:26 PM

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Logo der Gray Death Legion



Grey Death Power Armor Anzüge

An der Stelle möchte ich eine dicke Spoiler-Warnung aussprechen, falls ein Leser noch nicht die Romane der klassischen Reihe Operation Excalibur (BattleTech Roman #32) und Ein guter Tag zum Sterben (BattleTech Roman #57) gelesen hat - dann möge er das bitte nachholen. Es gibt auch Spoiler mit den Ereignissen der Gray Death Legion zum Jihad und danach - da diese sehr eng mit den Anzügen der Legion verknüpft sind.

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Gray Death Standard Suit Artwork aus dem Technical Readout: 3058 Upgrade



Diese Geschichte beginnt mit der Gray Death Legion und den ersten zwei Anzügen, der Standard Battle Armor und dem Scout suit. Beide wurden 3052 erstmals produziert und bis auf kleinere Mengen nie an die breite Öffentlichkeit gegeben. Ursprünglich basierten die Anzüge auf Prototypen des NAIW - dem New Avalon Institute der Wissenschaften - und waren für Feldtests vorgesehen. Die GDL gehörte zu dem Zeitpunkt zu eine der wichtigsten Söldnereinheiten im Dienst des Vereinten Commonwealths und war wegen der Aktionen gegen die Clans eine gute Testplattform.

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Gray Death Standard Suit Battle Armor Miniatur in den Farben der Gray Death Legion (Söldner)



Doch die Ingenieure der Legion veränderten die Anzüge schnell und erstellten zwei deutlich unterschiedliche Varianten, die anschließend auf Glengarry auch für den eigenen Bedarf produziert wurden. Der Gray Death Standard ist ein 1000 Kilogramm schwerer Anzug, der im Vergleich zum Prototypen auf Jump Jets verzichtet, dafür jedoch sich hervorragend zum Kampf eignet.

Die myomerverstärkten Beine erlauben es, mehr als 30 KM/H auf den Boden zu erreichen, während bei den Waffen jeweils eine modulare Anti-Personen und eine große Waffe zum Einsatz kam. Diese können beispielsweise Flamer, ein rückstoßloses Gewehr, ein MG, ein Small Laser oder eine SRM1 mit 4 Ladungen sein.

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Gray Death Scout Suit Artwork aus dem Technical Readout: 3058 Upgrade



Die gleichzeitig entwickelte Scout-Variante wiegt nur 750 Kilogramm und besitzt auch nicht die gleiche Waffenkapazität oder Myomermuskeln in den Beinen. Stattdessen werden Jump Jets verwendet, die bis zu 48 KM/H Geschwindigkeit erlauben, jedoch nur in kurzen Schüben. Und das ist natürlich auch keine Option, wenn der Feind in der Nähe ist. Eine Light Active Probe, verbesserte Radar und Infrarot-Sensoren sowie zwei sehr bewegliche gepanzerte Handschuhe machen den Scout sehr vielseitig, selbst im Kampf gegen Mechs mit Bündelladungen.

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Gray Death Legion Sergeant in einer Felduniform, Artwork aus dem Field Manual: Mercenaries



Beide Power Armor-Varianten wurden erstmals gegen Clan Jadefalke bei deren Angriff auf Pandora verwendet und schlugen sich hervorragend. Trotzdem konnten nur wenige andere Einheiten diese Anzüge erwerben, allen voran die Royalen Einheiten der Lyraner, die Highlander, Wolfs Dragoner und Kell Hounds. Das änderte sich, nachdem in 3065 die Gray Death Legion auf Hesperus II vernichtet wurde.

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Portrait von Alexander Catlyle aus dem Sourcebook Day of Heroes



Zwar konnte das Ziel der Lyranischen Allianz erreicht werden (die angreifenden Skye Ranger zu vernichten) jedoch waren die Kosten immens. Der gesamte Kommandostab wurde ausradiert, Daniel Brewer war der einzige Offizier, der mit einigen wenigen Truppen überlebte. Die Überreste der Legion wurden in die Sicherheitskräfte der Defiance-Werke übernommen und bildeten den Grundstein, um Defiance Industries eigene Söldnereinheit Brewers Legion zu gründen.

Denn obwohl Alexander Carlyle abseits des Schlachtfelds auf Tharkad als Offizier der Royal Guards den Zusammenbruch überlebte, durfte er die Einheit nicht erneut aufbauen. Es fehlte einfach der Rückhalt und die finanziellen Mittel. Mit seinem Tod in den ersten Stunden des Jihads, dem atomaren Bombardement von Tharkad, erledigte sich auch diese Hoffnung. Unabhängig von Alexander gründeten Überreste der Legion-Techs Gray Death Technologies. Basierend auf den Power Suits konnten diese von Glengarry aus eine solide wirtschaftliche Basis aufbauen.

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Logo von Gray Death Technologies aus dem Handbook House Steiner



Die Geschäfte liefen ab 3065 auch hervorragend, denn die schwer beschädigten Militäreinheiten des ehemaligen Vereinten Commonwealths gierten nach neuen Kriegsmaterial, um die Flammen des Bürgerkriegs am Leben zu halten. Dieser Erfolg ermöglichte die Entwicklung der Strike Suits, der jedoch erst um 3090 vom Band laufen konnte.

Nur wenige Monate nach Start des Jihads überfiel Word of Blake Glengarry und griff unter anderem die Gray Death Technology-Werke an. Brewers Legion wurde dabei vollständig vernichtet und es dauerte bis 3073, bis Defiance Industries die Überreste kaufen und eine neue Produktionsstraße auf Furillo einrichten konnte. Der Gray Death Strike Suit Prototyp wurde in sehr kleinen Mengen gebaut und weiterentwickelt, doch es dauerte noch bis 3080, bis er vollen Produktionsstatus erreichte. Bis dahin liefen die früheren Anzüge vom Band.

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Gray Death Strike Suit Artwork aus dem Technical Readout: Prototypes



Es folgte nur drei Jahre später der Gray Death Heavy, ein 1.500 Kilogramm schwerer Anzug der Heavy-Klasse. Während der Strike nur ein Refresh der Originaldesigns ist, der über eine SRM3 mit 2 Salven Munition und einem Light Tag zusätzlich zu den Basic Manipulator-Händen für unterschiedliche Nebenbewaffnung verfügt, hat der Heavy fest eingebaute große Bewaffnung. Neben 2 One-Shot SRM4, wurde auch eine Support PPC verwendet, die immerhin bis zu 210 Meter Reichweite hat und soliden Schaden anbringt.

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Gray Death Heavy Suit Artwork aus dem Sourcebook MechWarrior Companion



Die Entwicklung hörte dann für fast 10 Jahre auf, bis der Gray Death Infiltrator Suit 3102 präsentiert wurde. 50 Jahre nach dem Original Scout Suit, führt der Infiltrator die Idee auf ein neues Niveau. Mit 1000 Kilogramm ist der Mech deutlich schwerer als sein Vorgänger und kombiniert die Stealth Panzerung des früheren Modells mit 3 Sprungdüsen und bis zu 32 KM/H Geschwindigkeit, während bei den Waffen neben einer David Light Gauss Rifle auch ein zusätzlicher Waffenslot bleibt, der von Minen, einem vollen Tag-Laser, bis zu einem Nadler gegen ungepanzerte Infanterie sogar Remote Sensoren tragen kann.

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Gray Death Standard Suit Battle Armor Miniatur in den Nachttarnfarben der Gray Death Legion (Söldner)



Besonders interessant ist der eingebaute Fallschirm, mit dem die Infiltrators weit hinter feindlichen Linien via eines HALO-Manövers abgesetzt werden können und vollkommen unabhängig der Haupteinheit agieren können.

Seitdem Gray Death Technologies von Defiance aufgekauft und nach Furillo verlagert wurden, sind nicht nur viele neue Modelle erschienen, das Produktionsvolumen hat sich derart erhöht, dass der Anzug einer der häufigsten Modelle in der Inneren Sphäre ist. Es gibt ihn für eine Reihe von Körpertypen und seit der Erschaffung der Republik der Sphäre auch in Übergrößen für Clan-Krieger.

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Gray Death Infiltrator Suit Artwork aus dem Technical Readout: 3145 Lyran Commonwealth



Es ist daher schon so etwas wie eine Ehrung für das Produkt, dass die Clans Gray Death Anzüge vom Schlachtfeld mitnehmen und für ihre Solahma-Truppen aufbereiten. Mit Clan-Panzerung schaffen die Techs so genug Platz, um einen BattleMech-Grade Heavy Small Laser zu verbauen. Die Nutzung der Gray Death Anzüge hat nur zur Hälfte mit den passenden Größen für Solahma-Elementare oder Freigeborene Krieger zu tun, sondern auch viel mit der Knappheit echter Elementar-Rüstungen für die Clans der Inneren Sphäre und den Unwillen, das vergleichsweise knappe HarJel für Wegwerf-Truppen zu verwenden. Nichtsdestrotrotz ist diese nachgerüstete Variante so häufig, dass sie eine eigene Designierung als Gray Death "Surat" Solahma Suit erhalten hat.

Für ein Mechwarrior mit Verbundwaffen wären die GD Anzüge die wahrscheinlichste Wahl, um auch den IS-Truppen Zugang zu gleichwertiger Technologie zu geben. Natürlich genießen Clan-Elementare noch immer Vorteile des Stim-Packs oder von HarJel, jedoch lassen sich diese Systeme nur schlecht in einem FPS wie MWO darstellen. Aber wäre es nicht toll, als Elementar oder Kröte übers Schlachtfeld zu Flitzen? :)

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Gray Death Standard Suit Battle Armor Miniatur in den Farben der Gray Death Legion (Söldner)



Fun Facts:
- In Mechwarrior 4 konnte der Spieler auch Teil der Gray Death Legion sein, obwohl diese faktisch schon zu dem Zeitpunkt zerstört war. Das wurde mit dem Wiederaufbau erklärt, der jedoch nicht canon ist und abseits des Spiels nicht stattgefunden hat.

- Daniel Brewer war mit Duke Dan Brewer verwandt, dem CEO von Defiance Industries. Dank dieser Verbindung konnte Brewer's Legion aufgebaut werden, eine kleine Söldnereinheit aus den Überresten der Legion. Leider überdauerte die Einheit die folgende Invasion von Word of Blake auf Glengarry nicht.


Quellen:
Mech Factory (Android App)
masterunitlist.info (für Release-Daten)
Sarna.net GD Standard
Sarna.net GD Scout
Sarna.net GD Strike
Sarna.net GD Heavy
Sarna.net GD Infiltrator
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#435 Old MW4 Ranger

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Posted 22 October 2017 - 07:53 PM

Posted ImageEinschliesslich den dreizehigen Beinen
ist es ja fast 1:1 EIN TAU Krieger in Armor

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Edited by Old MW4 Ranger, 23 October 2017 - 02:20 AM.


#436 JaidenHaze

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Posted 25 October 2017 - 06:43 AM

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Avatar Artwork aus dem Technical Readout: 3057 Revised



Avatar / Liberator

Neben dem Cameron, das wir vor wenigen Tagen im Fokus hatten, gibt es auch andere Kriegsschiffe, die in der Heavy Cruiser-Klasse vom Sternenbund eingesetzt wurden. Während der Sternenbund-Ära war die Avatar-Klasse eine der wichtigsten Schiffe, die einen großen Teil der Flotte bildeten. Die Avatare lösten die Aegis-Kreuzer ab und war mit 830.000 Tonnen ganze 85.000 Tonnen schwerer, als ihr Vorgänger.

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Neues Aegis Artwork aus dem Sourcebook Blake Ascending (2008) von Gerhard Mozsi



Die 2531 fertig gestellte Avatar verbesserte die Klasse auf quasi allen Niveaus und sollte circa 100 Jahre später planmäßig von der Cameron-Klasse abgelöst werden. Durch einen langgezogenen Entwicklungs- und Produktionsprozess und den schon vor Auslieferung festgestellten Fehlern wurden nur 40 Camerons fertiggestellt, viel zu wenig, um die hunderten Avatare zu ersetzen.

Dank umfangreichen Modifikationen konnte das Schiff noch weitere 100 Jahre im Dienst bleiben, bis die 2727 eingeführte Luxor-Klasse die Avatar endlich ablöste. Das war auch höchste Zeit, denn nach Jahrhunderten Dienst konnten die verbliebenen Schiffe immer schwerer instandgehalten werden. Die elektronischen Systeme sind eine der größten Problemquellen. Ohne Vorwarnung konnten ganze Kabelbäume plötzlich in Flammen stehen, was mehrere Schiffe vollständig lahmlegte. Zur Einführung der Luxor gab es zwar noch sehr viele Avatare, jedoch waren diese meistens entweder in der Reserve, eingemottet in Naval Caches oder als Trainingsschiffe in Gebrauch.

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Avatar Miniatur in den Farben von Word of Blake, welche das Raumschiff in dem Szenario in einer versteckten Raumbasis wieder einsatzfähig machen wollten



Als der Amaris-Bürgerkrieg dann ausbrach, wurden viele der Schiffe wieder flott gemacht, jedoch gingen durch die jahrzehntelange fehlende Wartung viele der reaktivierten Schiffe durch üblicherweise kleine Probleme verloren. Am Ende des blutigen 14 Jahre andauernden Konfliktes gab es nur noch die lächerliche Anzahl von 6 Schiffen, welche die Kämpfe überstanden haben. Fünf der Schiffe waren ursprünglich Teil der SLDF-Kräfte, eines wurde in den Rimworld-Territorien in den ersten Jahren der Invasion gekapert.

Diese sechs Schiffe waren dank ihrer sehr leicht zugänglichen 60.886 Tonnen fassenden Cargo-Bay auch gute Lasttiere, die von den Exodus-Streitkräften gerne mitgenommen wurden. Zwar können Schiffe wie die Cameron mehr als 100.000 Tonnen Cargo mehr fassen, jedoch sind diese Kapazitäten nicht so einfach zu be- und entladen. Die Eigenheit, bis zu 6 Dropships zu tragen, wurde sehr gerne gesehen, in der vergleichsweise kleinen Exodusflotte (es gab nicht so viele Sprung- oder Kriegsschiffe die mehr als 4 Dropships tragen konnten).

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ein anderer Blickwinkel auf die Avatar Miniatur in den Farben von Word of Blake



Bei den Waffen setzt die Avatar auf einen sehr ausgewogenen Mix, der sehr Breitseiten-lastig angeordnet ist. Es gibt nur wenige Front- oder nach hinten ausgerichtete Waffen. Der Fokus der verbauten Waffen liegt fast vollständig auf den Kampf gegen andere Großraumschiffe, die der Breitseite theoretisch nur wenig entgegen zu bringen haben. Einziges Problem an der Avatar ist die chronische Überhitzung, da das Schiff nur über knapp 2400 Single Heat Sinks verfügt. Zum Vergleich, die Cameron besitzt mehr als das doppelte Kühlleistung, während andere Schiffe vier- bis fünfmal so viel Hitzekapazität besitzen.

Quote

Avatar-Klasse Battlecruiser
Sternenbund-Ära

Allgemein
830.000 Gesamtgewicht
Kearny-Fuchida Hyperdrive - 375.575 Tonnen
Lithium-Fusionsbatterie - 8.300 Tonnen
Fusionsreaktoren und Triebwerke - 149.400 Tonnen
Struktur - 70.550 Tonnen

Dropship-Kapazität - 6 (a 1.000 Tonnen pro Kragen)
Lifeboats - 40 (a 7 Tonnen)
Escape-Pods - 60 (a 7 Tonnen)

Jump Sail - 72 Tonnen
Brücke, Kontrollsysteme, Radar, sonstige Computer und Steuerdüsen - 2.075 Tonnen

Bucht 1: 12 Aerospace-Jäger - 1.800 Tonnen
Bucht 2: 12 Aerospace-Jäger - 1.800 Tonnen
Bucht 3: Cargo - 60.886 Tonnen

2 Grav-Decks (185 und 145 Meter) - 200 Tonnen

Defensiv- und Offensivsysteme
Standard-Panzerung - 1.259 Tonnen
2399 Single Heat Sinks

30 Naval Laser 35
6 Naval Laser 55
20 Heavy Naval PPC
10 Naval Autocannons Kaliber 20
4 Naval Autocannons Kaliber 30
18 Killer Whale Torpedo-Werfer
15 LRM20 mit Artemis IV


Endlich in ihrer neuen Heimat angekommen haben die Clans die Avatare bis auf ein Schiff eingemottet und nicht einmal während dem Bürgerkrieg oder während des goldenen Zeitalters reaktiviert. Erst nachdem die ersten Berichte von Wolfs Dragoner aus der Inneren Sphäre eingetroffen sind hat man sich entschlossen, die Schiffe zu reaktivieren und neu aufzubauen. Das besonderes daran: Die Avatare wurden nicht nur in in die Liberator umbenannt, sondern quasi nur als Basis für eine sehr weitführende Modifikation genutzt.

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Liberator Artwork aus dem Technical Readout: 3057



Die Avatar war vor allem für den Kampf gegen feindliche Großraumschiffe genutzt, die Liberator jedoch zum Kampf gegen feindliche Jäger und Dropships. Von den Capital Ship Weapons wurden die meisten entfernt, nur einige der Autokanonen und Laser sind erhalten geblieben. Auch die Heavy Naval PPCs wurden von 20 Stück auf nur noch 8 reduziert, während mehr Gauss Cannons und Anti-Aerospace-Waffen eingebaut wurden.

Quote

Liberator-Klasse Battlecruiser
Clan-Umbau

Allgemein
830.000 Gesamtgewicht
Kearny-Fuchida Hyperdrive - 375.575 Tonnen
Lithium-Fusionsbatterie - 8.300 Tonnen
Fusionsreaktoren und Triebwerke - 149.400 Tonnen
Struktur - 70.550 Tonnen

Dropship-Kapazität - 6 (a 1.000 Tonnen pro Kragen)
Lifeboats - 40 (a 7 Tonnen)
Escape-Pods - 60 (a 7 Tonnen)

Jump Sail - 72 Tonnen
Brücke, Kontrollsysteme, Radar, sonstige Computer und Steuerdüsen - 2.075 Tonnen

Bucht 1: 30 Aerospace-Jäger - 4.500 Tonnen
Bucht 2: 10 Battle Armor Squads - 100 Tonnen
Bucht 3: Cargo - 50.061.5 Tonnen

2 Grav-Decks (185 und 145 Meter) - 200 Tonnen

Defensiv- und Offensivsysteme
Ferro-Carbite-Panzerung - 949.5 Tonnen
592 Double Heat Sinks

12 Naval Laser 35
6 Naval Laser 45
12 Naval Laser 55
8 Heavy Naval PPC
8 Naval Autocannons Kaliber 20
4 Naval Autocannons Kaliber 30
4 Light Naval Gauss Cannon
4 Heavy Naval Gauss Cannon
12 LRM20 mit Artemis IV
24 Small Laser
24 Large Laser
8 Medium Pulse Laser
8 LBX AC/20
8 UAC/10


Andere Änderungen war zum Beispiel die Erweiterung des Jägerkontigents auf 30 Jäger (1 Trinärstern) und 2 Sterne mit Battle Armor. Die eingesetzte Crew erhöhte sich natürlich deutlich. Auch wenn knapp 280 Mann für einen Betrieb ausreichen, werden üblicherweise bis zu 430 Mann auf einem Liberator eingesetzt.

Die Hitzeprobleme im Kampf gegen feindliche Großraumschiffe blieben trotz der Verringerung des Arsenals bestehen. Zwar erschaffen die 592 Double Heat Sinks noch immer eine beachtliche Kühlleistung, genug um das konventionelle Arsenal durchgehend zu nutzen, jedoch wären sie alleine durch die NPPCs überfordert.

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Avatar Heavy Cruiser Star League Miniatur in den Farben von Clan Snow Raven (die jedoch nie einen Avatar oder Liberator laut Canon besaßen)



Der Einbau vergleichsweise kühler Autokanonen und Naval Gauss Cannons sorgt dafür, dass sich wenig Hitze aufbaut. Ergänzt man das mit den deutlich erhöhten Jägerkontignent und die wahrscheinliche Unterstützung der Dropship-Jäger-Kontigente stellt ein einzelnes Liberator eine nur mit schwersten Verlusten überwindbare Barriere für eine Invasionsflotte dar.

3018 war der Stapellauf für die Klasse und die sechs Raumschiffe wurden unter den Clans aufgeteilt. Clan Coyote erhielt die CSS Spirit in the Sky, die während den Wars of Reaving und späteren Konflikten eine zentrale Rolle spielte. Clan Jade Falcon erhielt mit der Gauntlet ein weiteren Heavy Cruiser, was ihre Flotte zur breitgefächtersten Cruiser-Flotte der Clans machte. Die Gauntlet überlebte jedoch nicht lange. Trotz des Fokus zum Bekämpfen der IS-Navy blieb das Raumschiff zum Schutz der Clan-Besitztümer in den Heimatwelten und wurde 3070 bei der Flucht einiger letzter Zivilisten und Truppenverbände über Lum zerstört.

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Liberator Artwork von DeviantArt-Künstler sharlin von der CSJ Korat



Der CSJ Korat erging es nicht besser. Das Smoke Jaguar Schiff wurde über Huntress von Operation Schlange-Streitkräfte zerstört. Das Star Adder Schlachtschiff Constantineau ist neben der Korat das einzige Schiff, das seinen früheren, von der Star League Namen behalten hat. Doch das schützte das Schiff nicht davor, von Clan Snow Raven aufgerieben zu werden. In 3068 zerstörte die CSR Snowflake das angreifende Star Adder-Schiff.

Die letzten beiden Liberator sind die Jerome Winson und Victoria Ward, beides Clan Wolf-Raumschiffe. Wie die Gaunlet der Jadefalken waren die Heavy Cruiser aber nicht Teil der Invasionsflotte, sondern schützten die Heimatwelten. Trotz aller Widrigkeiten wie die Spaltung des Clans, der Untergang und die Wiederbelebung durch Vlad und den kommenden Rückzug aus den Clan Heimatwelten überstanden die Schiffe ohne größere Schäden und Schlachten und blieben für die nächsten Jahre ein aktiver Teil der Flotte. Der von ihnen angeführte Naval Star war der einzige, der nach 3079 noch einsatzbereit war und die Zeit bis zum Wolf Empire überstand.

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Avatar Heavy Cruiser Star League Miniatur in den Farben von Clan Snow Raven (anderer Blickwinkel)



Als Fazit kann man sagen, dass die Avatare trotz ihrer gewaltigen Anzahl massiv reduziert wurden. Nur sechs Stück haben die Kriege überlebt und wurden in den nächsten Jahren auch noch weiter reduziert. Trotzdem stellten die Schiffe zu ihrer Zeit eine beachtliche Ingenieursleistung dar und haben sich über viele Jahrhunderte im dicksten Schlachtgetümmel wohlgefühlt.

Quellen:
Mech Factory (Android App)
masterunitlist.info (für Release-Daten)
Sarna.net Avatar
Sarna.net Liberator
Camospecs.com
DeviantArt Liberator Artwork

Edited by JaidenHaze, 25 October 2017 - 09:02 AM.


#437 Staubisauger

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Posted 25 October 2017 - 07:37 AM

Bei dem Schiff handelt es sich aber um einen Kreuzer der Dreadnaught-Klasse aus Star Wars
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#438 JaidenHaze

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Posted 25 October 2017 - 09:03 AM

Danke für den Hinweis, da hat mich Google Image Suche echt betrogen und falsch gelabelt :)

Hab das falsche Bild mal rausgenommen.

#439 Karl Streiger

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Posted 25 October 2017 - 09:47 PM

Ist mir noch nicht mal aufgefallen, die Ähnlichkeit von Quasi-Hard-SicFi Raumschiffen ist ja auch verwirrend.
Was benutzen die Dinger gleich noch mal?
Nen Fusion Torch Drive? (naja wenn man genug Wasser an Bord hat könnte das sogar funktionieren)

#440 Staubisauger

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Posted 27 October 2017 - 02:59 AM

Also bei Star Wars ist der Ionenantrieb der Standard Unterlichtantrieb für Raumschiffe.
Da Star Wars aber kaum wert auf Realistische Technik legt sollte man da nicht zu viel drüber Nachdenken, und mit realen Techniken vergleichen. Außerdem gehört das nicht hier rein. Habe schon mal im TS eine dreistündige Diskussion über Star Wars geführt.Posted Image

https://www.jedipedi...antrieb#legends





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