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Ein Mech im Detail: Zeus (BT und MWO)


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#1 FLG 01

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Posted 22 September 2017 - 07:38 AM

Ein Mech im Detail: der Zeus (BattleTech und MWO)

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Abzeichen des Zeus
(non-Canon) Das Abzeichen ist angelehnt an die Abzeichen moderner Kampfflugzeuge; Adler und Donnerkeil sind Attribute des Zeus in der griechischen Mythologie; Defiance ist der Hersteller, in dessen Farben das Logo gehalten ist.



Der Thread verfolgt zwei Ziele: zum einen soll ein Mech im Detail vorgestellt werden, seine Geschichte in BattleTech, in-universe und out-of-universe. Das ganze geht über eine Übersetzung eines Sarna-Artikels hinaus und enthält natürlich auch viel von meiner persönlichen Einschätzung – aber ich finde, das ist der Witz daran. Die reine Information kann schließlich jeder selbst nachlesen. Deswegen gehe ich auch selten auf die vollständige Bewaffnung und Ausrüstung von einzelnen Varianten ein.

Der zweite Teil dreht sich um seinen Einsatz in MWO.

Wen also die Geschichte nicht interessiert, der darf gern zu Römisch Zwei springen. Mit ca. 6000 Wörtern ist es auch sicher nicht der kürzeste Text...



Inhaltsverzeichnis

I. Der Zeus in BattleTech (Lore&TT)

I.1 Der Anfang: 3025
I.2 Ein Rückblick: der Sternenbund und die frühen Nachfolgekriege
I.3 Der Weg in die ungewisse Zukunft: das Federated Commonwealth und die Clans
I.4 Bürgerkrieg
I.5 Zeitenwende: der Jihad
I.6 In die Zukunft: der Zeus-X
I.7 Die Prominenz: berühmte Piloten und Mechs
I.8 Meine persönlichen Favoriten und ein paar Gedanken...

II. Der Zeus in MechWarrior Online

II.1 Die 80-Tonnen Frage
II.2 Geometrie, Hitboxes und Hardpoint-Position
II.3 Defensiv-Quirks, Reaktor und Geschwindigkeit; oder: ist XL Selbstmord?
II.4 Offensiv-Quirks und Bewaffnungsoptionen
II.5 Einsatzgrundsätze; oder: Denke daran, dass Du beweglich bist!
II.6 Der Skill-Tree und der Zeus
II.7 Wie gut ist der Zeus?
II.8 Ein bisschen Lore und Immersion für MWO
II.9 Weitere Zeus-Varianten für MWO








I.Der Zeus in BattleTech (Lore&TT)

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Zeus ZEU-6S, 3. Hofgarde (3rd Royal Guards)
Archon Eric Steiner starb in einem solchen Zeus, als er 2913 mit der 3. Hofgarde Freedom befreite
[Artwork erstellt von NFX]


I.1 Der Anfang: 3025

Der Zeus ist ein Klassiker. Er ist ein Mech der ersten Stunde, da er bereits in der ersten Publikationswelle von BattleTech – ich ignoriere an dieser Stelle die Vorläufer – zentraler Teil des Universums war.

Bemerkenswert ist, dass der Zeus als einer der wenigen Mechs dieser Zeit direkt zu einem der Nachfolgerreiche gehörte, dem Lyranischen Commonwealth. Die meisten Mechs waren nämlich mehr oder weniger verfügbar für alle Reiche. Der BattleMaster z.B. wurde von berühmten Davions (Hanse und Ian) gefahren, aber eben auch von berühmten Kuritas (Takashi), und er fand sich in den Heeren aller Reiche. Nicht so der Zeus.

Das lässt sich leicht erklären, denn anders als viele Mechs aus TRO:3025 war er keine Entwicklung des Sternenbundes, sondern von Anfang an ein Haus-Design. Er wurde ausschließlich im Commonwealth entwickelt und produziert, und in die Reihen anderer Häuser gelangte er nur durch Beute. Witzigerweise hatte der Zeus seinen ersten Auftritt im Roman dann mit den Capellanern: ein erbeuteter Zeus wurde in The Sword and Dagger von den 1. St.-Ives Lanciers eingesetzt.

Der Zeus, der uns zuerst begegnete, war eine Kompromisslösung: der ZEU-6S. Eigentlich ein Feuerunterstützungs-Mech für mittlere bis lange Distanzen mit guter, wenn auch nicht berauschender Panzerung, taugte er außerdem zum Befehls-Mech. Die AC/5, der Large Laser und die LRM15 können gut zusammen wirken, ergänzt um weitere Medium Laser im Nahbereich.
Doch waren offensichtlich Verbesserungen möglich. Angedacht war von Anfang die PPC anstelle der AC/5, was besonders für 3025er Verhältnisse eine enorme Steigerung der Kampfkraft bedeutete. Der so veränderte ZEU-6T war zum Glück auch rechtzeitig für den Vierten Nachfolgekrieg bereit und zeigte, was der Zeus selbst mit 3025er Tech kann.

Grundsätzlich ist aber zu bedenken, dass der Zeus eigentlich kein Assault-Mech ist, sondern nur ein übergewichtiger Heavy. Den ZEU-6S kann man ohne den geringsten Verlust an Feuerkraft, Geschwindigkeit und Panzerschutz auch mit 75 Tonnen bauen. Wenn man auf den rückwärtigen Medium Laser verzichten würde, wäre er sogar mit 70 Tonnen machbar!
Um den Zeus besser einzuschätzen, muss man bedenken, dass er zumeist in Tandem mit dem Atlas agiert. Zeus und Atlas sind der Anker fast jeder überschweren lyranischen Lanze. Und tatsächlich können sich die beiden gut ergänzen. Auf sich allein gestellt, ist immer davon abzuraten, den Zeus gegen andere Assaults einzusetzen.

Soweit zu den 1980er -bzw. 3020er-Jahren. In jüngerer Zeit hat CGL, der aktuelle Lizenznehmer von BattleTech, mit dem TRO:3039 eine Zusatzinformation eingeführt: ZEU-6S und -6T seien bei Wolfs Dragonern sehr beliebt gewesen. Das deckt sich aber nicht ganz mit älteren Publikationen und ist eher als Erklärungsversuch zu sehen, warum eine der berühmtesten Dragonerinnen einen Zeus führte. (siehe I.7).


I.2 Ein Rückblick: der Sternenbund und die frühen Nachfolgekriege

Erst vor relativ kurzer Zeit (in real life) wurde uns in den Record Sheets 3039u ein Blick auf die Vorgänger der klassischen Zeus-Varianten gewährt, also die ersten Modelle mit Sternenbund-Technologie: ZEU-5S und ZEU-5T. Sie rollten rechtzeitig zum Beginn der Nachfolgekriege vom Band und waren seit dem ein wichtige Stütze der lyranischen Streitkräfte. Streng genommen ist das Retroactive Continuity, weil TRO:3025 das Produktionsdatum wesentlich früher ansetzte – so früh, dass der Zeus den Mackie vordatiert hätte. Insofern war RetCon schon richtig, allzumal kein Zeus in den Reihen der Clans zu finden ist, was wiederum auf einen Einführungszeitraum zu Beginn der Nachfolgekriege hinweist.

Die klassischen ZEU-6S und -6T sind eigentlich nur Downgrades der ersten Zeus-Modelle. Der ZEU-5S z.B. verfügt über eine UAC/5, einen LRM15-Werfer mit Artemis-Feuerkontrolle und einen ER-LL. Nimmt man all die LosTech weg, kommt am Ende ziemlich genau der -6S raus. Ähnliches gilt auch für die mit der ER-PPC bewaffneten 6T-Variante.

Obwohl der Zeus unter dem Verlust technischen Wissens in der Inneren Sphäre litt, blieb er der ganze Stolz des Commonwealth. Da er zudem ein geräumiges Chassis bot, war er ein beliebtes Objekt für Experimente.
Das bekannteste Experiment war der ZEU-6Y, dessen Laser-Batterie durch eine Binary Laser Cannon (Blazer) ersetzt wurde. Diese extrem heiße, aber sehr schlagkräftige und konzentriert wirkende Waffe war eine der wenigen Innovationen der Nachfolgekriege. Sie war voll ausgereift und tatsächlich ohne weiteres (in geringer Zahl) verfügbar. [Universal Technology Advancement Table listet ein Availability Rating von „E“]. Aufgrund der Beschränkungen, die sich aus dem Mangel an DHS ergaben, wurde sie aber nie großflächig eingesetzt. Auch von diesem Zeus wurden daher nur wenige Stück produziert, viele vermutlich für den Werkschutz. Für die Verhältnisse der Nachfolgekriege ist der Mech übrigens ziemlich gut.

Natürlich ist auch der ZEU-6Y ein Fall von RetCon, da er erst später in den Kanon aufgenommen wurde – wie übrigens auch der Blazer. Es ist jedoch keine schrecklich invasive RetCon, da es mir doch sehr logisch erscheint, dass die Lyraner zuerst mit dem Zeus experimentieren wollten. Außerdem kann Defiance auf Hesperus – der Hersteller des Zeus – leicht eine Kleinserie aufsetzen, ohne dass es die Kontinuität großartig stört. Der Zeus mit Blazer gehört dann eben zu den sehr seltenen Mechs. Er ist schlicht aus Gründen des Gameplay als experimentell eingestuft und ich bezweifle, dass irgendein Gamemaster diesen Mech von einem Spiel ausschließen würde, solange nicht gleich eine ganze Truppe davon auf dem Feld steht.

Zuletzt bleibt zu sagen, dass es ab 3001 auch einen ZEU-6S1 gab. Der ist jedoch sehr mysteriös; bislang wissen wir nur, dass es ihn gibt. Über seine Konfiguration ist nichts bekannt.


I.3 Der Weg in die ungewisse Zukunft: das Federated Commonwealth und die Clans

Im Rahmen der technologischen Renaissance in den 30ern und 40ern wurde der Zeus freilich grundüberholt. Selbst als die lyranischen Streitkräfte immer stärker unter Davion-Einfluss gerieten, was sich auch in der Mechauswahl zeigte, blieb der Zeus eine Herzensangelegenheit der Lyraner. Die wiederentdeckte Technologie fand 3048 ihren Weg zum Zeus: der ZEU-9S verfügt wieder über eine ER-PCC, ER-LL und FF-Panzerung. Damit ist er sehr nah am -5T, setzt im Gegensatz zu diesem aber auf Medium Pulse Laser, statt auf die Standard-Medium Laser. Das erhöht die Feuerkraft im Nahbereich, nur muss der ZEU-9S auf die Artemis-Feuerkontrolle und einige Panzerung verzichten, die den -5T ausgezeichnet haben.
Es gab auch eine Kommandeurs-Variante mit Command Console, den ZEU-9S-DC.

Der Mech war verglichen mit vielen anderen Renaissance-Designs sehr ausgereift und insgesamt eine hervorragende Ergänzung der neuen Armed Forces of the Federated Commonwealth. So wurde er als einer der wenigen Steiner-Mechs auch in großer Zahl an Davion-Einheiten geschickt. Die allerdings lehnten den Einsatz rundheraus ab und relegierten den Zeus zu ihren Reserven und Milizen. Angesichts der Tatsache, dass der Zeus eigentlich sehr gut zur taktischen Doktrin der Davions passt, muss man hier Chauvinismus konstatieren.

Seine Feuerprobe bestand der neue Zeus nicht im Kampf gegen die üblichen Feinde, sondern gegen die Clans. Vielleicht als Reaktion auf die Clans wurde 3051 der erste wirklich radikal andere Zeus eingeführt: der ZEU-9S2. Mit einem Gaussgeschütz und zwei LRM15-Werfern als Primärbewaffnung und einem ER-LL als Abrundung kann es dieser Zeus mit dem jedem Clanner aufnehmen. Die Gefechtsdistanzen sind für die Primärbewaffnung identisch, die Geschwindigkeit ist gut genug. Natürlich hat dies seinen Preis in der erhöhten Verwundbarkeit wegen des erstmals verbauten XL-Reaktors. Das trifft sich aber insgesamt gut mit der von Hanse Davion entwickelten Doktrin, den Clans unter Einsatz von XL-Reaktoren gleichwertige Feuerkraft und Mobilität entgegen zu setzen (siehe Falconer).
Ich finde interessant, dass diese Variante ursprünglich aus MechWarrior 4 stammt und erst später kanonisiert wurde. Wie gerade schon ausgeführt, halte ich diesen Zeus für eine passende Ergänzung der Linie.


I.4 Bürgerkrieg

Mit den neuen Zeus-Varianten standen zwei gute, wenn auch nicht unbedingt voll-optimierte Mechs im Feld. Und sie schlugen die Clans zurück: auch die 11. Lyranische Garde hatte Zeus-Mechs in ihrem Bestand, als sie die Nebelparder auf ihrer Heimatwelt vernichtete.

Der größere Konflikt aber sollte der FedCom-Bürgerkrieg sein. Man kann von Defiance halten, was man will, aber Timing haben sie: rechtzeitig zum Ausbruch des Bürgerkrieges 3062 stand der neue ZEU-9T bereit.
Irgendwie schafft es Defiance immer, kurz vor einem großen Krieg einen neuen Zeus vorzustellen: der ZEU-5S/-5T am Beginn des 1. Nachfolgekrieges, der ZEU-6T zwei Jahre vor Beginn des 4. Nachfolgekrieges, der ZEU-9S ein Jahr vor Beginn der Clan-Invasion, der ZEU-9S2 kurz danach, und der ZEU-9T genau zum Beginn des Bürgerkrieges. Wenn da mal nicht der Militärisch-Industrielle Komplex hinter steckt...

Zurück zum ZEU-9T: wieder stattete Defiance seinen Klassiker mit der neuesten Technologie aus, diesmal mit der LFE. Ansonsten ist diese Zeus-Variante geradezu bieder, als dass sie wieder auf die Kombination von ER-PPC, LRM15 (diesmal mit Artemis) und einer Laser-Batterie setzt. An interessantesten ist noch, dass diesmal Laser in beiden Seiten-Torsos sitzen.
Damit ist dieser Zeus zwar nicht besonders aufregend, aber absolut tödlich, wenn man die Hitze unter Kontrolle hält und auf das optimale Einsatzband seiner sich hervorragend ergänzenden Waffen wartet. Zudem ist er sehr gut gepanzert und kann dank LFE ohnehin viel einstecken. Der -9T gilt vielen Spielern als der beste Zeus und das kann ich verstehen.

In-Universe allerdings musste sich der Zeus reichlich Konkurrenz stellen. Katherine Steiner-Davion förderte lyranische MechDesigns, wollte aber dem ganzen ihren eigenen Stempel aufdrücken, sodass neue Designs zum Vorschein kamen. Besonders der 3060 eingeführte Hauptmann wurde durch Katherines Sponsoring schnell zum Prestigeobjekt und begann den Zeus zu ersetzen. Sogar Defiance selbst sah sich dazu genötigt, nicht nur mit dem neuen Zeus dagegen zu halten, sondern ebenfalls mit einem komplett neuen Mech: dem Fafnir (3063). Auch das sorgte dafür, dass der Zeus nunmehr nicht der alleinige Stolz der Lyraner war. Vermutlich wirkte er etwas altbacken, trotz neuester Tech.

Der ZEU-9T gehörte zu einer Welle von LFE-Mechs, die die Lyraner in den 3060ern bzw. Mitte der 1990er erhalten haben. FASA begann in der Zeit, die Nachfolgerreiche stärker voneinander abzugrenzen. So wurden die Capellaner z.B. ultra-chinesisch und fingen an, Stealth Armor zu lieben. Die Davions erkannte man an den RACs. Und die Lyraner haben eben ihre LFE Mechs bekommen. Außerdem entfachte offenbar eine neue Liebe für Namen aus der germanischen Mythologie und der deutschen Sprache: Fafnir, Verfolger, Hauptmann, Blitzkrieg... Auch in diesem Rahmen wirkte der Zeus mit seinem Namen aus der griechischen Mythologie wohl weniger zeitgemäß.

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Zeus ZEU-6S, Ridgebrook Mark Capella-Miliz (Ridgebrook CMM)
Die vergleichsweise schlecht gerüsteten Mark-Milizen dürften die Lieferungen des Zeus sehr begrüßt haben, die sie von anderen Davion-Einheiten in den 3040ern erhielten. Der hier gezeigte ZEU-6S der Ridgebrook CMM ist bei Ausbruch des Bürgerkrieges demait aber auch schon eine betagte Einheit.
Die Ridgebrook CMM stand auf Katherines Seite und so führt der Zeus nach wie vor Steiner-Faust-und-Davion-Sonne, wie die meisten Loyalisten in den Vereinigten Sonnen. Ironischerweise war es in der Lyranischen Allianz genau umgekehrt: Einheiten, die gegen Katherine standen, führten dieses alte Abzeichen.
[Artwork erstellt von NFX]


I.5 Zeitenwende: der Jihad

Im Jihad geschahen viele Ungeheuerlichkeiten, aber der größte Schock für die Lyraner war nicht der Fall von Tharkad, der Zentralwelt und Sitz der Regierung. Der größte Schock war der Fall von Hesperus II und der Defiance-Werke. Jahrhundertelang hatte Hesperus Invasoren getrotzt und Unmengen an Material für die lyranischen Streitkräfte produziert. 3070 aber eroberte Blakes Wort den Planeten und zum ersten Mal in der Geschichte wurde der Zeus nicht für die Lyraner hergestellt, sondern stand massenweise in Diensten des Feindes.

Die Blakisten ließen es sich auch nicht nehmen, den Zeus gründlicher als je zuvor umzubauen. Der ZEU-10WB kehrte sich völlig von der althergebrachten Designphilosophie ab. Als reines Energy-Boat mit Hardpoints verteilt über beide Arme und Seitentorsos verfügt er über eine gewaltige Feuerkraft (für TT-Verhältnisse): zwei H-PPC, ein ER-LL und vier ER-ML. Auch er wird von einer LFE betrieben, hat aber zur zusätzlichen Gewichtseinsparung ein XL-Gyroskop. Der Mech ist etwas schwierig einzusetzen, weil er gerade wegen seiner enormen Feuerkraft schnell überhitzt.
Der Mech ist eher als Fehlschlag einzuschätzen, da er – anders als viele WoB-Mechs – scheinbar nicht weiter von den Lyranern produziert wurde, nachdem Hesperus II zurückerobert werden konnte. Allerdings kann man auch Jahrzehnte nach dem Jihad noch den einen oder anderen ZEU-10WB in lyranischen Diensten finden.

Für die Geschichte des Zeus ist Blakes Wort daher kaum mehr als ein Zwischenspiel. Aber: der Jihad beschleunigte die Entwicklung des Zeus-X.

Außerdem führte er zu einer letzten Zeus-Variante, die am Übergang von Zeus und Zeus-X steht: den ZEU-9WD. Dieser nur in Kleinserie für Wolfs Dragoner gebaute Mech war primär mit LB-20X und H-PPC bewaffnet. Diese ungewöhnliche Bewaffnung weist bereits in Richtung Zeus-X, aber der Reaktor und das Bewegungsprofil sind noch sehr konventionell am alten Zeus ausgerichtet. Der Zeus-X ging andere Wege...


I.6 In die Zukunft: der Zeus-X

Da der Zeus-X als eigener Mech zählt, soll er hier nur am Rande vorgestellt werden. Kurz nachdem die Clan-Invasion gestoppt werden konnte, machte man sich bei Defiance daran, den Clans endlich auch technologisch Paroli bieten zu können. Wie üblich war der Zeus dafür eine geeignete Testplattform, allerdings kam am Ende ein Mech heraus, der sich vom Zeus radikal unterschied.

Der ZEU-X aus dem Jahre 3054 nutzt haufenweise experimentelle Technologien: einen XXL-Reaktor, reaktive Panzerung, LB-20X und MRM30. Es sollte teilweise noch Jahrzehnte dauern, bis das alles serienreif wurde. Interessant ist, dass der Zeus X den XXL-Reaktor dazu nutzt, hohe Geschwindigkeiten zu erreichen: ein 400er Rating sorgt für 86 km/h, was für einen 80-Tonner sehr schnell ist. Da er natürlich auch extra-verwundbar ist, haben wir es hier mit einem lupenreinen Cavalry-Mech zu tun. Die erhöhte Verwundbarkeit des Reaktors wird durch die massive Panzerung nur zum Teil wieder aufgefangen. Nur in kleiner Stückzahl produziert, diente der Mech auch eher Propaganda-Zwecken.

Die zweite Ausführung, der ZEU-X2, verließ sich auf eine konventionellere Bewaffnung mit einer ER-PPC, einem kleineren MRM20-Werfer und X-Pulse-Lasern. Durchaus brauchbar, v.a. durch die größere Reichweite, aber auch kein Meisterwerk.

In gewisser Weise führt der ZEU-X3 den Gedanken des Cavalry-Mech logisch konsequent fort, denn er setzt noch acht (!) Improved Jump Jets hinzu, was ihm für einen 80-Tonner extrem mobil macht. Tatsächlich sind beide Seitentorsos komplett mit Reaktor und Sprungdüsen gefüllt. Nur ist die Bewaffnung etwas dünn mit einer ER-PPC und vier ER-ML, auch wenn sie dank Targeting Computer zielgenau eingesetzt werden kann.

Erst die vierte Variante überzeugte die Lyranischen Streitkräfte so sehr, dass sie in Großserie produziert wurde. Der ZEU-X4 setzt auf Langstreckenwaffen (LRM20, L-Gauss, ER-LL), um zusammen mit seiner Geschwindigkeit den Feind auf Distanz zu halten. Da sind wir aber schon tief im 32. Jahrhundert...


I.7 Die Prominenz: berühmte Piloten und Mechs

Das ist ein schwieriges Thema. Der berühmteste Pilot ist ohne Zweifel Frederick Steiner (Anastasius Focht) – nur haben wir den nie in einem Zeus gesehen. Das alte Haus Steiner-Handbuch (1987) berichtet von seiner Vorliebe für den Zeus, im Vierten Nachfolgekrieg aber kämpfte er in einem Atlas AS-7D. Jedenfalls führte er den berühmten Sturmangriff auf Dromini VI im Atlas an. Auch auf Tukayyid hatte Steiner/Focht einen Atlas bereitstehen.
Allerdings muss man ihn wohl mit dem Zeus assoziiert haben, denn sonst wäre sein Konterfei nicht zusammen mit dem Zeus auf den 20 Kroner-Geldschein gedruckt worden.

Auch Nondi Steiner hatte einen Zeus – es war ihr erster Mech – doch auch sie stieg später auf einen Hauptmann HA-OB um.

Ein anderer bekannter Pilot des Zeus ist Leonidas Brannock. Als Stabsmitglied des Herzogs von Skye und Feldmarschalls der Mark Skye hatte er genug Mittel, seinen ZEU-9S massiv umzubauen. Mit XL-Reaktor, Gauss-Geschütz und LRM20 ähnelt er eher dem ZEU-9S2 und eignet sich bestens für Langstreckengefechte.
Als Free Skye 3056 wieder einen Sezessionsversuch wagte, führte er ein Konglomerat aus den 4. und 10. Skye-Rangers gegen den Grauen Tod. Ihm gelang es dabei u.a. einen gegnerischen Highlander und seinen legendären Piloten außer Gefecht zu setzen, nämlich Davis McCall. Die Rebellion scheiterte dennoch und sein Kommando wurde vernichtet. Brannock und sein Zeus überlebten die Schlacht, doch die Niederlage hatte ihn moralisch gebrochen.

Während des Jihad erwarb sich eine Soldatin von Wolfs Dragonern Ruhm mit dem Zeus. Stacy Church und ihr schwarzer Zeus-X wurden oft mit Natasha Kerensky und ihrem schwarzen Warhammer verglichen. Churchs Mech ist aber anders als der von Kerensky ein Unikat, das aus der Zeus-X-Testserie hervorging. Ursprünglich ein Modell der Kleinserie ZEU-9WD wurden später noch ein paar experimentelle Technologien verbaut, z.B. Blue Shield. Es ist vielleicht noch anzumerken, dass der Zeus Churchs dritter Mech war; zuvor hatte sie zwei Clan-OmniMechs geschrottet. Und so viele Clan-Mechs hatten die Dragoner einfach nicht. Da mussten die Kell Hounds einspringen und einen Zeus spendieren.

Da es sich um das MWO-Forum handelt, muss auch der Skokomish erwähnt werden, der von Stealth gesteuert wurde. Abgesehen vom Namen ist die MWO-Variante aber völlig unkanonisch. Stealth diente während des Dritten Nachfolgekrieges und sein Mech hatte demnach mit Sicherheit keine LosTech wie MASC. Außerdem war er wald-grün! Ich kann PGI allerdings verstehen, dass sie Stealths Fähigkeit, den Zeus wie einen leichten Mech zu bewegen, mittels MASC umsetzen. Außerdem gehörte Stealth zu den 10. Skye Rangers, deren Parade-Bemalung PGI mit gewissen Adaptionen umgesetzt hat.

Es gibt natürlich noch weitere bekannte Zeus-Piloten, wie Archon Eric Steiner, der im Cockpit eines Zeus starb; Marshal Sharon Bryan, die nach dem Verlust ihrer Banshee auf Diana mit einem Zeus weiterkämpfte; oder Nadine Killson, die mit ihrem Zeus das Kommando über die 23. Arkturus-Garde übernahm und die Einheit rettete, nachdem die Regimentsstab in einem Überraschungsschlag getötet wurde; Walter Hokala, Kommandant der Screaming Eagles; u.v.m. ... Zuletzt sollte noch Lori Kalmar-Carlyle erwähnt werden, die den Mech allerdings nur 3057 in der Schlacht um Hesperus II führte und auch verlor.


I.8 Meine persönlichen Favoriten und ein paar Gedanken...

Auch wenn der Zeus viele Varianten hat, fällt auf, dass sie alle recht ähnlich sind. Jedenfalls folgen die meisten einer ähnlichen Einsatzphilosophie und erst der Zeus-X geht konsequent neue Wege. Ebenfalls fällt auf, dass sie für ihre jeweilige Zeit grundsolide bis gute Mechs sind. Mit Ausnahme des ZEU-9T vielleicht ist zwar keiner von ihnen absolute Spitze, aber besser als die viele oder sogar die meisten Konkurrenten.

Wer sind die Konkurrenten? Grundsätzlich jeder Mech zwischen 75 und 80 Tonnen, wobei der Zeus im direkten Zweikampf vielen, wenn nicht den meisten dieser Konkurrenten unterliegen wird. Ich weiß, das ist eine verallgemeinernde Aussage. Aber als Faustregel ist sie nicht verkehrt. Der Zweikampf ist zum Glück eine Ausnahmesituation und als Unterstützungs- bzw. BefehlsMech im Verbund mit anderen Mechs brilliert der Zeus.

Am liebsten habe ich den ZEU-5S, -6Y und -9T. Letzteres ist schnell erklärt, er ist einfach (fast) voll optimiert und kann es als eine der wenigen Zeus-Varianten mit fast allen Gegnern aufnehmen.
Den ZEU-6Y mag ich wegen des Blazers bzw. der Kombination des Blazers mit AC/5 und LRM. Für Gefechte in den Nachfolgekriegen ist das eine überraschend schlagkräftige Kombination, ohne aber zu stark zu sein. Außerdem habe ich ein Faible für seltene Mechs.
Der ZEU-5S hat ein gutes Konzept, das die UAC/5, Laser und LRM mischt. Ich wünschte man hätte diese Kombination so oder so ähnlich später noch einmal probiert. Leider ist der ZEU-5S alles andere als optimiert; er ist oversinked und es ist mir ein Rätsel, warum er auf FF-Panzerung verzichten muss (die der ZEU-5T hat).


ENDE von Teil I
Fortsetzung im nächsten Teil

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[Artwork aus dem Handbook House Steiner, 2005]













II. Der Zeus in MechWarrior Online

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[Screenshot von Lordred, aus dem Perfect Screenshot-Thread]


In MWO haben wir insgesamt sechs Varianten des Zeus:

ZEU-5S
ZEU-6S
ZEU-6T
ZEU-9S
ZEU-9S2
ZEU-SK

Die Hauptunterscheidungsmerkmale sind die Hardpoints im rechten Arm und die Hardpoint-Inflation im Allgemeinen. Der –SK sticht zusätzlich hervor, weil er als einzige Variante auch Missiles im ST tragen kann und außerdem MASC-fähig ist.


II.1 Die 80-Tonnen Frage

Kaum einer der 80-Tonner im Spiel ist bekannt dafür, besonders stark zu sein. Das liegt zum Teil an den Eigenheiten der Mechs, wie z.B. der schlechten Geometrie des Awesome und seines zu schwachen Reaktors. Es hat aber auch systemische Ursachen, die den Zeus auch dann betreffen würden, selbst wenn er sonst der beste Mech der Welt wäre.

Zum einen ist das Verhältnis Reaktor-Gewicht-Geschwindigkeit suboptimal. Gerade, wenn man Geschwindigkeiten jenseits von 70 km/h erreichen will, kommt man schnell zu Reaktoren, die verhältnismäßig zu ihrem Geschwindigkeitsoutput immer schwerer werden (350+). 75-Tonner kann man deswegen mit gleich schweren Waffen bestücken, ohne langsamer zu sein.
Zum anderen leiden die 80-Tonner dann unter dem Volumetric Scaling, das sie deutlich größer als 75-Tonner werden lässt. Dazu steht in keinem Verhältnis, dass der Unterschied in der Panzerung marginal ist (64 vs 68 im ST z.B.).

PGI versucht, dem durch Quirks entgegen zu wirken, nur muss man bedenken, dass zu den systemischen Schwächen auch individuelle kommen. Auf die soll später eingegangen werden.


II.2 Geometrie, Hitboxes und Hardpoint-Position

Der Zeus hat breite Schultern. Im Gegensatz zum Victor aber stimmt das mit den kanonischen Darstellungen überein. Leider führt es dazu, dass die Seitentorsos relativ leicht zu treffen sind. Dieser erhebliche Nachteil wird teilweise dadurch ausgeglichen, dass die Arme zumindest von der Seite gesehen etwas an Trefferfläche verdecken und einen Teil der Schulter bilden. Trotzdem sind die STs gewaltig. Dass der Zentraltorso sehr schmal ist, tröstet darüber nur bedingt weg, doch mit genug Drehbewegung kann man den Schaden feindlicher Waffen gut über den Zeus verteilen.

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Das Problem mit den großen STs ist eben die Verwundbarkeit gegenüber hohen Alphas. Die Hardpoints des Zeus liegen außerdem nicht symmetrisch. Die Mehrheit ist im linken Torso bzw. dem angrenzenden Arm platziert. Wenn jemand den linken Torso wegschießt, sind die meisten Zeus-Builds so verkrüppelt, dass sie keine Gefahr mehr darstellen. Andererseits kann man durch einen asymmetrischen Build gezielt eine Seite zur Deckung nutzen.

Im linken ST liegen zumeist die Energy-Hardpoints, im linken Arm dann weitere E-HP oder Ballistics. Der rechte ST ist immer komplett frei und um rechten Arm liegen ein bis drei Missile-HP. Die meisten Builds konzentrieren sich daher auf die linke Seite, obwohl auch eine ausgewogene Konfiguration mit einer Kanone, vielen Raketen und ein paar wenigen Lasern denkbar ist. Wer sich einem Zeus gegenüber sieht, sollte dennoch immer zuerst die linke Seite angreifen, wenn keine Zieldaten verfügbar sind. Die wenigen Konfigurationen mit rechtem Schwerpunkt erkennt man sofort an der Donnerfaust – der Addition von Werfern, die den rechten Unterarm massiv anschwellen lässt.

In Sachen Platzierung sind die Hardpoints gar nicht schlecht. Sie liegen zwar nicht besonders hoch, aber auch nicht so niedrig, als dass es ein Problem wäre. Da meist der linke Torso bevorzugt wird, macht es auch wenig, dass die Arme weit auseinander liegen. Von Vorteil ist auch, dass die Hardpoints allesamt eine fast gleiche Höhe haben, sodass man nicht groß überlegen muss, welche Waffe über welche Erhebung in der Landschaft feuern kann. Wenn man sich wirklich auf einen Torso konzentriert, liegen die Waffen zudem relativ dicht beieinander.


II.3 Defensiv-Quirks, Reaktor und Geschwindigkeit; oder: ist XL Selbstmord?

Hitboxes und Geometrie sind nicht gerade XL-freundlich und gerade andere Assaults durchbrechen schnell die ST-Panzerung. Allerdings hat der Zeus erheblich Structure-Quirks spendiert bekommen, die ihn einiges einstecken lassen. Vor allem, wenn der Skill Tree in Structure und Armor ausgebaut ist, ist der Mech gut geschützt. XL ist damit keineswegs so selbstmörderisch, wie es vielleicht scheint. Außerdem können mit XL höhere Geschwindigkeiten und Zuladungen erreicht werden, die für sich genommen nützlich sind – in MWO schlägt die Offensive die Defensive in 90% der Fälle.
Mit STD-Reaktor jedenfalls ist der Zeus entweder zu langsam oder zu schwach, oder beides. Sowohl XL, als auch STD sind damit nur Kompromisslösungen. Ich vermute, weil diese beiden Optionen lange Zeit die einzigen waren, genießt der Zeus keinen guten Ruf.

Die Einführung der LFE hauchte dem Zeus neues Leben ein. Die LFE ist nahezu perfekt für die meisten Builds, nur selten wird noch XL gebraucht. Wer seinen Mech nicht auf 80 km/h oder mehr peitschen will, bzw. Unmengen an Waffen verbauen möchte, der ist mit LFE gut bedient. Allerdings sind die beiden genannten Optionen (Cavalry-Mech und Gunboat) durchaus spielbar.

Spannend ist die Frage nach dem Engine-Rating. Wie schnell soll der Zeus sein? Ich sehe drei Möglichkeiten:
  • Cavalry-Mech: 375er Reaktor, eventuell mehr; braucht XL
  • Gunboat: 300er Reaktor; nicht mehr, nicht weniger
  • Classic Zeus: irgendwo zwischen 325 und 350
Letztere Option entspricht dem TT-Zeus am ehesten, wenn man die in MWO oft höheren Geschwindigkeiten berücksichtigt. Meines Erachtens hat sie auch das beste Verhältnis von Bewaffnung und Beweglichkeit.

Den Mech mit Waffen vollzustopfen, ist auch legitim; die Hardpoints sind in ausreichender Zahl vorhanden, wenn auch der Einsatz so vieler unterschiedlicher Waffen schwerer ist, als einfaches Boating (dazu später mehr).
Die Kavallerie dagegen opfert Feuerkraft zugunsten von Geschwindigkeit. Die Idee ist, schwächere Mechs anzugreifen und zu verfolgen, während man stärkeren ausweicht. Dieses Konzept entfaltet seine Wirkung im Fall des Zeus v.a. auf psychologischer Ebene: wenn plötzlich ein Assault vor einem steht – und sei es nur ein Zeus – neigen die meisten zur Flucht. Schwerere Assaults dagegen werden sich auf den Zeus stürzen und dabei idealiter leichtere Ziele ignorieren. Der Haken ist natürlich, dass man als Cavalry-Mech eine so schwache Feuerkraft hat, dass manchmal sogar mittlere ClanMechs besser bestückt sind. Effizient ist der Cavalry-Zeus nicht, aber effektiv kann er sein. Und er macht Spaß...

Ein Sonderfall ist der ZEU-SK. Ausgestattet mit MASC und einem 400er Reaktor kann er geradezu lächerlich hohe Geschwindigkeiten erreichen. Wie sinnvoll das ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich würde aber dazu raten, statt des 400er einen 395er oder 390er zu nehmen. Bei marginalen Geschwindigkeitsverlusten spart man erheblich an Tonnage. Man kann den ZEU-SK natürlich auch wie jeden anderen Zeus fahren, nur halt mit MASC für zusätzliche Geschwindigkeit. Einen 80-Tonner auf 100 km/h zu beschleunigen hat aber was...


II.4 Offensiv-Quirks und Bewaffnungsoptionen

Ich möchte die Hardpoints des Zeus in drei Gruppen einteilen: linker Arm, rechter Arm und Torso. Im Torso sitzen Energiewaffen, die meisten davon im linken ST. Im rechten Arm sitzen Raketen und im linken Arm je nach Variante Ballistics oder weitere Energiewaffen.

Man konzentriert sich am besten auf zwei der drei Gruppen: beim ZEU-9S etwa liegt es nahe, den linken ST und den linken Arm mit Energiewaffen auszurüsten und den rechten Arm zu vernachlässigen, zumal dort nur ein HP ist. Beim ZEU-5S sieht das wieder anders aus, weil im rechten Arm drei HP zur Verfügung stehen; möglich wären z.B. drei SRM-Werfer in Kombination mit den Torso-Energie-HP oder der Kanone im Arm einzusetzen. Theoretisch kann man in diesem Fall sogar alle drei Gruppen verwenden.

Letztlich hängt viel davon ab, für welche Rolle der Zeus gebraucht wird. Tatsächlich kann fast jede Rolle mehr oder weniger gut ausgefüllt werden, wobei Brawler und Mid-Range Fire-Support am besten funktionieren. Sniper und LRM-Boat sind aber auch machbar; sogar als Skirmisher kann man mit dem -SK spielen.
Das ist eine der wenigen Stärken des Zeus: Der Mech ist sehr flexibel und der Gegner kann nie so genau wissen, was der Zeus geladen hat (jedenfalls bis die Zieldaten ankommen).

Die neuen Waffen erhöhen die Flexibilität zusätzlich, da manche von ihnen selbst mit einem einzigen Hardpoint gut wirken können. UAC/10, MRM, oder H-PPC können auch allein gut Schaden anrichten. Das bedeutet, dass selbst Hardpoints, die früher keiner genutzt hat, aktiviert werden können. Ein Beispiel: der rechte Arm des ZEU-9S war früher recht nutzlos, aber mit einer MRM40 kann er gegnerischen Assaults gefährlich werden und eventuell die Laser-Batterie ergänzen.

Man darf aber bei all dem die Quirks nicht vergessen. Offensiv am besten ist der ZEU-9S. Mit guten Quirks für Energy und Missiles bietet sich Laser-Vomit an, eventuell ergänzt durch Raketen. Als Missile-Boat bietet sich der ZEU-9S2 an, wegen seiner Velocity und Cooldown-Quirks, am besten ergänzt durch Ballistics (die ebenfalls Quirks genießen). Missile-Boat mit Energie-Ergänzung macht der ZEU-6T am besten, außerdem ist er erstaunlicherweise der einzige Zeus mit PPC-Quirks... Der ZEU-5S hat keine nennenswerten Offensiv-Quirks, abgesehen von der reduzierten Wahrscheinlichkeit für Ladehemmungen der UAC/5. Im Gegenzug ist er aber mit besseren Defensiv-Quirks versehen. Der ZEU-SK zum Schluss hat zwar die meisten Missile-HP, dafür jedoch keine Missile-Quirks. Die anderen HP sind zwar wenig an der Zahl, aber wiederum mit guten Quirks versehen. Gerade hier kann man durchaus überlegen, ob man die Missile-HP nicht ignoriert, bzw. für RL nutzt, und stattdessen einzelne große Waffen in den anderen HP einsetzt.

Beim Zeus ist viel Trial-and-Error dabei. Wegen der vielen Kombinationsmöglichkeiten gibt es auch viele Möglichkeiten, Fehler zu machen oder einfach den Mech nicht ganz optimal zu konfigurieren. Man darf sich davon aber nicht entmutigen lassen. Im Gegenteil: Ich finde es spannend, immer wieder am Zeus zu basteln – ganz wie die lyranischen Ingenieure im Kanon!


II.5 Einsatzgrundsätze; oder: Denke daran, dass Du beweglich bist!

Obwohl der Zeus eigentlich ein übergewichtiger Heavy und kein richtiger Assault ist, gelten dennoch die üblichen Regeln für Assaults: nicht allein losziehen, nicht von Squirrels irritieren lassen, auch mal den Sturm anführen, etc. Der Feind nämlich wird den Zeus als Assault einstufen und damit zu einem Primärziel machen. Das ist Fluch und Segen zugleich. Allerdings werden die meisten Feinde auch das Feuer lieber auf andere Assaults oder sogar 75-Tonner konzentrieren, wenn sich die Gelegenheit bietet. Der Zeus ist dank der Defensiv-Quirks ein recht schweres Ziel und trägt meist nicht so viele Waffen. Es ist oft ökonomischer, einen anderen Mech anzugreifen, als den Zeus.

Dass er nicht wirklich ein Assault-Mech ist, hat auch PGI verstanden und dem Zeus eine sehr gute Beschleunigung gegeben. Er übertrifft sogar viele schwere Mechs, so gut beschleunigt er. Das hilft ungemein, sich als ein noch schwierigeres Ziel zu präsentieren, als man ohnehin schon ist. Außerdem kann man sich gut gegen leichte Mechs zur Wehr setzen. Mit der richtigen Bewaffnung kann man sogar zum Light-Killer werden und damit die Assault-Lanze vor den feindlichen Lights schützen.
Man kann aber nicht nur ausweichen. Auch im Angriff hilft die hohe Mobilität des Zeus. Gegnerische Mechs werden Schwierigkeiten haben, sich effektiv vom Zeus zu lösen, wenn sie nicht gerade Lights oder Mediums sind.

Ansonsten hilft die Schlachtkreuzer- bzw. Cavalry-Doktrin: outgun what you can’t outrun, outrun what you can’t outgun.


II.6 Der Skill-Tree und der Zeus

Das Thema ist relativ schnell abgehandelt. Die Boni des Skill-Tree werden prozentual berechnet. Wo bereits Quirks vorhanden sind, wirken sie also besonders gut. Der Zeus verfügt über gute Structure-Quirks und gute Beschleunigung (de facto ebenfalls ein Quirk), also macht es Sinn, diese beiden Aspekte zu betonen. Bei Assaults lohnen sich Boni für Structure und Amor sowieso. Mobility ist bei Assaults normalerweise nicht ganz so wichtig und theoretisch könnte man auch beim Zeus darauf verzichten, aber wegen der guten Grundwerte und der Notwendigkeit von Mobilität würde ich wenigstens einen Zweig des Baums aktivieren. Von der kompletten Aktivierung des Mobilität-Baums würde ich aber abraten.

Danach bleibt nicht mehr so viel. Zur Zeit sind zwei Strikes Mode... Die restlichen Punkte kann man je nach Bedarf für eine verbesserte Offensive verwenden.


II.7 Wie gut ist der Zeus?

Vor dem Tech-Update war der Zeus mies, nicht zuletzt weil er unter dem Volumetric Scaling gelitten hat. Mit LFE und den neuen Waffen aber kann man den Mech gebrauchen. Er ist jedoch immer noch kein Meta-Mech.

Das Hauptproblem besteht ironischerweise in der Flexibilität des Zeus. Viele Piloten haben schlicht oft falsch zusammengebaute Mechs. Natürlich kennt man das Problem von allen Mechs, beim Zeus ist jedoch besonders stark ausgeprägt. Wirklich Meta-tauglich sind nur die wenigsten Konfigurationen. Und selbst die können nicht in der Champions-League spielen. Jedoch gibt es zwischen Meta und Müll noch Zwischenstufen und die sind m.E. interessant.

Richtig gebaut und gespielt, kann der Zeus einen wertvollen Beitrag zum Team leisten. Seine Fähigkeit, ein schlechtes Team zu tragen, ist allerdings eher bescheiden. Das ist insofern fatal, als dass viele Teams eher passiv agieren und sich nicht zuletzt auf Aktionen ihrer Assaults verlassen. Der Zeus-Pilot muss sich darum bisweilen auf Gefechte einlassen, denen man eigentlich besser aus dem Weg gehen sollte – und könnte. (Freilich gibt es auch Piloten, die einfach glauben, dass sie einen Assault fahren und deswegen kopflos Begegnungen provozieren, die sie verlieren müssen). Das alles trägt nicht dazu bei, den Ruf des Zeus zu bessern.

Für Anfänger ist der Mech völlig ungeeignet. Egal, ob man das Spiel an sich, oder die Assault-Klasse kennenlernen möchte, der Zeus stellt eine schlechte Wahl dar. Erst wenn man sowohl Heavies, als auch Assaults im Griff hat, sollte man sich ins Cockpit des Zeus setzen.

In Sachen Quirks ist der Zeus schon relativ gut, nur wäre mit ein paar Änderungen viel getan. Die starken Structure-Quirks könnten z.B. in Amor-Quirks umgewandelt werden und damit den Mech nach bewährtem Muster stärken.
Andererseits fände ich das recht langweilig. Interessanter wären leichte Quirk-Verbesserungen im Bereich der Waffen und der Mobilität, um den Zeus noch besser an die Rolle eines schnellen Feuerunterstützungs-Mechs anzupassen.

Dafür würden bereits geringe Verbesserungen genügen, so im Bereich von 5 bis 10%. Der ZEU-5S im Speziellen könnte darüberhinaus generelle UAC-Quirks gebrauchen, oder verstärkte UAC/5-Quirks.



II.8 Ein bisschen Lore und Immersion für MWO


Es ist kein Geheimnis, dass PGI nicht allzu viel tut, um die Immersion in das reiche BT-Universum zu fördern. Aber das Ganze ist keine Einbahnstraße. Am Ende obliegt es dem User, die gegebenen Möglichkeiten auszunutzen – gerade dann, wenn sie so spärlich gesät sind.

Zum Beispiel kann man dafür sorgen, dass bei einem Mech der Typ mit den Abzeichen und der Bemalung übereinstimmen. Ein Zeus mit dem Decal der Capellan Hussars und pinker Bemalung würde wenig Sinn machen.

Hier eine (nicht ganz vollständige) Liste Lore-freundlicher Decals und Paintschemes für den Zeus:


Clans

Grundsätzlich: Nein; einfach keinen Zeus mit Clan-Abzeichen fahren. Allenfalls Clan Wolf-in-Exile mag aus Verzweiflung ein paar Zeus-Mechs einsetzen, aber selbst das bezweifle ich...


Haus Steiner

Als der Steiner-Mech schlechthin kann man praktisch jede Bemalung führen, wenn man nur die Steiner-Faust auf dem Mech hat. Offensichtliche Möglichkeiten dafür sind die Brigaden der Lyranischen Garde (Steiner-Faction Paintscheme in MWO), Hofgarde (Blau&Gold), Arkturus-Garde (Weiß), Donegal-Garde (Grau-Blau), des Lyranischen Heeres (Oliv) und der Milizen (Blau mit regionalen unterschiedlichen Highlights).


Haus Davion

Da der Zeus in Davion-Einheiten unbeliebt war, aber in großer Zahl an die Vereinigten Sonnen geschickt wurde, dürfte man ihn am ehesten in Miliz-Einheiten finden, die nichts Besseres kriegen konnten. Das heißt, ein Zeus in den Farben der Davion Guards (Davion-Faction Paintscheme in MWO) oder anderer prestigeträchtiger Einheiten wie der Crucis-Lanciers macht wenig Sinn.
Am besten man nimmt die Farben der Mark-Milizen, wenn man einen Zeus mit dem Schwert-und-Sonne-Abzeichen möchte: Grün mit roten Highlights für die Mark-Capella-Miliz; Tiefrot für die Mark-Draconis-Miliz; Rot-Weiß-Blau für die Mark-Crucis-Miliz.


Haus Marik und Kurita

Als Mech eines Feindes, steht der Zeus logischerweise nicht gerade hoch im Kurs bei diesen Häusern. Allerdings dürften durch Beute ein paar Exemplare in den Dienst gestellt worden sein. Ähnlich wie bei Haus Davion betrifft das aber die weniger prestigeträchtigen Einheiten, v.a. die an der Grenze zu den Lyranern.
Im Fall des Draconis-Kombinats meint das v.a. die Dieron- und Bejamin-Regulars. Erstere tragen Weiß mit goldenen Highlights, letztere Weiß mit rotbraunen Highlights. (Wobei zu sagen ist, dass unter diesen Einheiten auch sehr gut ausgestattete Regimenter sein können, die es nicht nötig haben, einen Beute-Zeus einzusetzen).
Im Fall der Liga Freier Welten wäre da u.a. an die Sirischen Lanciers (Ockerrot mit weißen, grünen oder blauen Highlights) zu denken, da sie während der Zeit des FedCom-Bürgerkrieges nur schlecht vorsorgt wurden.


Haus Liao

Trotz einer prominenten Ausnahme dürfte kaum ein Zeus je in den Reihen der Capellaner gedient haben. Denkbar wäre allerdings, dass die St.Ives-Truppen ein paar Zeus-Mechs hatten, da sie lange am FedCom-Versorgungsnetz hingen (bzw. immer noch hängen; je nachdem, welches Datum man für MWO ansetzt: 3057 oder 3067...). Das bedeutet zumeist eine grün-graue Grundfarbe mit Highlights je nach Regiment: 1. St.-Ives Lanciers nutzen Gold oder Elfenbein, 2. St.-Ives Lanciers Jadegrün, usw.


II.9 Weitere Zeus-Varianten für MWO

Ganz streng genommen bleibt für MWO nur noch der ZEU-9T aus dem Jahre 3062. Von den Hardpoints her würde der sogar eine Neuerung bringen, wenn auch eine kleine: den Energy-Hardpoint im rechten ST. Ansonsten ist er recht ähnlich dem -9S.

Posted Image
Zeus ZEU-9T (Stock)


Der ZEU-9WD ist eigentlich eine Variante des Zeus-X, wird aber in den RS:3050U (IS) unter Zeus geführt, hat keine ZEU-X-Designation und ist mit dem TechLevel von MWO umsetzbar. Das einzige Problem ist die LB-20X im Arm. Aber das ist keine Eigenheit dieses Mechs, das ist ein Problem von MWO.

Posted Image
Zeus ZEU-9WD (Stock)


Nun ist PGI allerdings inzwischen sehr liberal in der Adaption kanonischer Varianten... Wenn C3-Einheiten oder A-Pods einfach ersetzt oder übergangen werden können, warum nicht auch ein XL-Gyroskop? Ich bin auch kein Freund dieser Entwicklung, aber wenn sie nun schon da ist, kann man das Beste draus machen.
Dann wäre auch der ZEU-10WB drin, der wiederum ein komplett neues Hardpoint-Layout bietet.

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Zeus ZEU-9WB (Stock)

























Vielen Dank für die Lektüre! Kommentare, Hinweise, Wünsche, Fragen und Kritik sind willkommen!

Edited by FLG 01, 28 September 2017 - 08:37 AM.


#2 Cyrilis

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Posted 22 September 2017 - 08:28 AM

Wow...
erst mal danke für Deine Mühe. Nein, ich habs noch nicht gelesen, aber bei so viel Information wäre eine Unterteilung in mehrere Posts mit einer Art Inhaltsverzeichnis angebracht. Das erhöht die Lesbarkeit und erleichtert es ungemein Informationen zu finden.

#3 FLG 01

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Posted 22 September 2017 - 09:50 AM

Ok, danke für den Hinweis! Ein Inhaltsverzeichnis habe ich hinzugefügt, das macht Sinn. Vielleicht spalte ich das ganze später noch in mehrere Posts auf, aber sooo übermäßig viel ist es jetzt auch nicht...

#4 Catalina Steiner

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Posted 22 September 2017 - 03:55 PM

Ich bin extrem beeindruckt von diesem Beitrag. Selten habe ich hier Beiträge gelesen, die mit soviel Leidenschaft und Hingabe geschrieben wurden. Vielen Dank dafür.

Ich bitte auch darum, diesen Beitrag verlinken zu dürfen (für den "Alle Mechs im Überblick"-Thread).

#5 FLG 01

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Posted 23 September 2017 - 06:06 AM

Lieben Dank! So ein Kompliment freut mich sehr. Posted Image

Du kannst den Beitrag jederzeit verlinken. Ich werde mich morgen noch mal ransetzen und verbliebene Rechtschreibfehler ausbügeln - danach kannst Du das auch gern direkt zitieren.

Edited by FLG 01, 23 September 2017 - 06:09 AM.


#6 Mercarryn

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Posted 23 September 2017 - 10:22 AM

Sehr schöner Text, FLG, und auch recht zutreffend in Bezug auf Zeus und MWO.
Ich selbst fahr den Zeus manchmal,, dann vorallem den Loyalty 9S2. Vorher mit XL, was mir manchmal Schweißperlen auf die Stirn getrieben hat, jetzt mit einer LFE. Schade, dass man ihn nicht mehr öfters sieht.

#7 Vladosteron

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Posted 24 September 2017 - 12:25 AM

Vielen dank für diesen ausführlichen und gut geschriebenen Bericht!
Auch die Zusammenfassung der Einsatzmöglichkeiten des Zeus ist ausgezeichnet!

#8 Karl Streiger

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Posted 24 September 2017 - 11:21 PM

Zeus 9WD haben will..... haben will haben will haben will.....

Ehm Stacy Churchs vergleich mit Natascha kommt nicht von ungefähr, da sie ja schließlich auch die Witwen Kompanie wiezuvor Maeve Wolf angeführt hat.
Nur hatten die bis zur Zerschlagung 67 überwiegend OmniMechs. Stacy Chruchs TimberWolf wurde wie auch der größte Teil ihres Kommandos durch die Broadsword Legion (Erinnerung uns an Jaidens Beitrag zum Thug und dem Thug der einen Loki als Fußabtreter benutzt)

#9 FLG 01

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Posted 25 September 2017 - 07:23 AM

View PostKarl Streiger, on 24 September 2017 - 11:21 PM, said:

Zeus 9WD haben will..... haben will haben will haben will.....

Ich würde den sehr begrüßen! Ich bin zwar kein Fan der Dragoner, aber der Mech ist echt gut. Das Hauptargument für den Mech in MWO wäre das andere Hardpoint-Layout und die Fähigkeit, eine 20er AC im Arm zu tragen. Beides täte dem Zeus sehr gut.

Ich hoffe sehr, dass PGI irgendwann noch mal ein paar Reinforcements herausbringt. Der ZEU-9WD ist ein schönes Beispiel für die neuen Varianten, die seit dem Tech-Update möglich sind. Und da gibt es noch ein paar mehr...

PS: Schon komisch, dass die Dragoner ihre Mechs gern aus lyranischer Produktion beziehen (der ARC-5W z.B. wird auf Alarion von Bowie produziert; auch der Annihilator wird später auf Arc Royal gebaut...).


View PostMercarryn, on 23 September 2017 - 10:22 AM, said:

Sehr schöner Text, FLG, und auch recht zutreffend in Bezug auf Zeus und MWO.
Ich selbst fahr den Zeus manchmal,, dann vorallem den Loyalty 9S2. Vorher mit XL, was mir manchmal Schweißperlen auf die Stirn getrieben hat, jetzt mit einer LFE. Schade, dass man ihn nicht mehr öfters sieht.

Danke! Schweißtreibend ist es, einen Assault mit XL zu fahren. Das stimmt. Andererseits schult es die eigenen Fähigkeiten enorm: mit XL muss man höllisch aufpassen und kann sich keine Fehler erlauben. Da ich oft mit XL unterwegs war, habe ich viel gelernt, auch wenn das Frustpotential hoch war. Die Früchte kann man jetzt mit LFE ernten.
Ich würde nicht grundsätzlich von der XL abraten, man muss sich nur überlegen, was man damit machen möchte... Ein Kodiak-Jäger jedenfalls wird nicht draus.

Es ist wirklich schade, dass man ihn nicht öfter sieht. Ich vermute, das liegt z.T. an seinem Ruf vor dem Tech-Update. Seit dem ist er auch etwas öfter anzutreffen; nicht oft, aber öfter. Und als Liebhaber des Zeus muss ich außerdem zugeben, dass es bessere bzw. einfachere Assaults gibt.

Aber warten wir mal ab, was die nächste Quirk-Runde bringt...


View PostVladosteron, on 24 September 2017 - 12:25 AM, said:

Vielen dank für diesen ausführlichen und gut geschriebenen Bericht!

Danke für die Lektüre und das Kompliment!

#10 Mighty Spike

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Posted 25 September 2017 - 11:40 AM

Joa kann mich nur anschliessen.sehr geiler fred und danke für das Pic,das hatte ich noch nichtPosted Image Bin ja immer auf der suche nach mechpics ,Wallpapers usw. hab da auch mitlerweile ne ziemlich grosse sammlung. Bedien mich ja auch schon recht dankbar bei jaiden in seinem Fred an pics die mir noch in der sammlung fehlten. Klasse das ihr 2 mich mit Pics versorgen die mir noch fehlen. Immer raus damit was ihr an Pics habtPosted Image

nochmals thx,das hatte ich noch nicht,hab die 2Pics vom ZEU-X, eins in Farbe das andere schwarz/weiss aber das fehlte noch.

Posted Image

Edited by Mighty Spike, 25 September 2017 - 11:51 AM.


#11 FLG 01

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Posted 28 September 2017 - 08:25 AM

Der Thread hat ein (primär ästhetisches) Update erhalten, ein Zeus-Artwork von NFX:


Posted Image

Zeus ZEU-6S, Ridgebrook Mark Capella-Miliz (Ridgebrook CMM)
Die vergleichsweise schlecht gerüsteten Mark-Milizen dürften die Lieferungen des Zeus sehr begrüßt haben, die sie von anderen Davion-Einheiten in den 3040ern erhielten. Der hier gezeigte ZEU-6S der Ridgebrook CMM ist bei Ausbruch des Bürgerkrieges demait aber auch schon eine betagte Einheit.
Die Ridgebrook CMM stand auf Katherines Seite und so führt der Zeus nach wie vor Steiner-Faust-und-Davion-Sonne, wie die meisten Loyalisten in den Vereinigten Sonnen. Ironischerweise war es in der Lyranischen Allianz genau umgekehrt: Einheiten, die gegen Katherine standen, führten dieses alte Abzeichen.
[Artwork erstellt von NFX]


Vielen Dank für das Artwork!

Edited by FLG 01, 28 September 2017 - 08:36 AM.


#12 Anastasiuss

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Posted 28 September 2017 - 12:14 PM

Sehr toller Beitrag, hab ihn gerne gelesen!

#13 Bishop Six

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Posted 20 October 2017 - 12:51 AM

Respekt für den tollen Beitrag!

Ich mag den Zeus, gerade weil er schwierig ist. Meine Einschätzung deckt sich mit deinem Bericht, ich verwende die Variante "Classic", Reaktor zwischen 325 - 350, mittlere Kampreichweite und (für einen Assault) hohe Mobilität. Wer das Twisten beherscht kann gut mit dem Zeus, vor allem da 90 % der Gegner wirklich den "Haupt"Seitentorso anvisieren, aber damit kann man sie auch in die Falle locken :)

#14 Ibrandul Mike

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Posted 24 October 2017 - 06:42 PM

Danke, ist echt lesenswert!

Angabe im Inhaltsverzeichnis

Zum Inhaltsverzeichnis:
Es gibt die Möglichkeit das auch innerhalb eines Posts zu verlinken, so dass du direkt zum richtigen Teil springen kannst.
Leider habe ich mich selbst damit bisher nicht beschäftigt, kann also nur sagen, dass es die Möglichkeit im Forum gibt, aber nicht, wie man die nötigen Anker setzt Posted Image
Falls Interesse besteht, kann ich das aber mal versuchen rauszufinden Posted Image

Edit:
[ anchor='Test']Ort zu dem gesprungen wird[ /anchor]
[ alink='Test']Angabe im Inhaltsverzeichnis[ /alink]

'Test' ist dabei der von mir gewählte Name für den Anker und den Link zum Anker... kann also problemlos angepasst werden.

Die beiden sollten es sein... und hier auch, wie es dann aussieht:
Ort zu dem gesprungen wird

Hier steht dann das blabla zum Nachlesen. Ist nur eingefügt, damit er nicht zu weit runter springt und man den Link auch richtig ansehen kann!

Edited by Ibrandul Mike, 24 October 2017 - 06:54 PM.
[code] entfernt, sieht schöner aus


#15 FLG 01

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Posted 02 March 2019 - 10:31 AM

Zwei kleine Updates, die ich irgendwann einarbeiten werde, sollte ich Zeit dafür finden (bei Freizeit ist mir das Spielen von MWO wichtiger als das Forum...).

Anyway, CGL hat kürzlich einen neuen Band mit den Record Sheets zum TRO Sucession Wars herausgebracht und siehe da: es gibt eine neue Zeus-Variante:

Posted Image


Die habe ich freilich noch nicht spielen können, sie sieht auf dem Papier aber interessant aus. Für die Verhältnisse der Nachfolgekriege hat man damit ordentliche Feuerkraft auf Distanz und kann im Nahkampf gut austeilen. Die Bewaffnung scheint mir aber selbst für die TT-üblichen Bracket-Builds etwas zu disparat. Trotzdem könnte er sehr lustig werden, v.a. wenn man ihn mit den typischen LRM-Zeus zusammen einsetzt.

Ich frage mich auch, zu welcher Zeit genau diese Variante gehört. Die PPC-Zeus sind ja erst Ende der Nachfolgekriege wieder aufgetaucht. Vielleicht ist es ein Downgrade des ZEU-5T, bei dem man den Nachteil der PPC-Minimalreichweite (im Gegensatz zur üblichen ERPPC) durch SRM ausgleichen wollte. Vielleicht ist es auch eines von Defiances Experimenten, die es nur in Kleinserie an die Front geschafft haben. Da muss ich noch drüber nachdenken.



Die andere Neuigkeit ist nicht mehr neu, denn sie betrifft die Bolt-Ons. Aber sie sind im Thread noch nicht erwähnt, daher wird das nun nachgeholt:

Posted Image


Aufgrund der speziellen Textur des Blaus kann man die Flossen leider nicht genau farblich abstimmen. Sie sind sowieso eher für das Zeus X-Programm üblich, aber ich freue mich immer über Sachen aus dem Lore. Besser als der andere Schnulli, den die Bolt-Ons bringen...

#16 JaidenHaze

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Posted 02 March 2019 - 10:45 AM

Ich hoffe du machst weiter und hörst nicht hier auf :)

Edited by JaidenHaze, 02 March 2019 - 10:46 AM.


#17 Karl Streiger

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Posted 02 March 2019 - 11:57 AM

Ahoi, 3 SRM6 auf PPC und Large Laser? 17 SHS 3x3-7 =8+1-7 jup 17. Der drückt passt zum Bild des Bennito Zeus (der Kerl von den 4 Skye Ranger) der so gern Schlangen die Köpfe eintritt.

Passt zumindest extrem gut, der 6S hat seine Probleme überhaupt PSR zu verursachen im Nahgefecht gleich gar nicht auch der 6T konnte das nur auf Distanz zum Preis von Hitze.

Der 6A(ssault) hingegen rauscht heran, ballert gediegen mit den Büchsenöffnern und auf CQB kommt der schwarm Missiles und die Laser und beendet wird das mit einem Tritt.....

Grübel ich glaub ich hab noch ne Zeus mini rumliegen ohne RA, wenn ich Zeit hätte wäre das ein Umbau.

Edit T9 Huhn über Tastatur laufen reduziert

Edited by Karl Streiger, 02 March 2019 - 12:01 PM.


#18 Karl Streiger

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Posted 16 March 2019 - 09:40 AM

Endlich mal wieder Runde Zeus über die Platte geschubst. Es bleibt dabei, mein Mech - die Reinkarnation der Lyran Wall of Steel.
Fast jeden Trefferwurf geschafft bei 6 Runden Dauerfeuer.

#19 FLG 01

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Posted 16 March 2019 - 03:38 PM

View PostKarl Streiger, on 16 March 2019 - 09:40 AM, said:

Endlich mal wieder Runde Zeus über die Platte geschubst. Es bleibt dabei, mein Mech - die Reinkarnation der Lyran Wall of Steel.
Fast jeden Trefferwurf geschafft bei 6 Runden Dauerfeuer.

Hast Du auch den neuen -6A ausprobiert? Ich habe schon ewig kein TT mehr gespielt, aber so eine Runde 3025 mit dem -6A reizt mich doch.

Ich bin neugierig, ob eine Tonne Munition für drei SRM-6 reicht. Der Vorteil ist ja, dass man die Mun schnell los wird, was in einem 3025er-Spiel immer nett ist. Andererseits kann das auch furchtbar schiefgehen, so dass mir entweder im Gefecht die Mun ausgeht, oder mir jemand die Magazine sprengt, bevor ich in Reichweite komme.

Irres Ding...

#20 Karl Streiger

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Posted 16 March 2019 - 10:33 PM

View PostFLG 01, on 16 March 2019 - 03:38 PM, said:

Hast Du auch den neuen -6A ausprobiert? Ich habe schon ewig kein TT mehr gespielt, aber so eine Runde 3025 mit dem -6A reizt mich doch.

Ich bin neugierig, ob eine Tonne Munition für drei SRM-6 reicht. Der Vorteil ist ja, dass man die Mun schnell los wird, was in einem 3025er-Spiel immer nett ist. Andererseits kann das auch furchtbar schiefgehen, so dass mir entweder im Gefecht die Mun ausgeht, oder mir jemand die Magazine sprengt, bevor ich in Reichweite komme.

Irres Ding...

Naja es war der normale 6S habe 6 Runden LRM geschleudert dann waren meinw 6h Zwit vorbei - in Reichweite für SRMs waren davon 5 Runden Ziele. Vermutlich hätte er nur keine 6 runden gehalten er kam so schon 3 Runden in Fokus von 4-5 Mechs.
Aber das war, wenn auch nicht historisch korrekt (39), dank des Blau Weißen Schachbrettmuster ja gar kein Problem.... Skye Jäger domimieren Schlangen immer.

Werde in der Euphorie jetzt mal ein wenig Zeus in blender packen.

Edited by Karl Streiger, 16 March 2019 - 10:37 PM.






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