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Getrieben Vom Schicksal


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#1 FLG 01

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Posted 20 April 2017 - 12:48 PM

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Im Süden des Albion-Kontinents
New Avalon, Vereinigte Sonnen
10. Februar 3067

Die Pumas hatten ihre Krallen gezeigt. Lang verachtet als ‚Papiertiger‘, hatte sich die 19. Arkturus-Garde ihrem Wappentier endlich als würdig erwiesen. Seite an Seite mit den anderen Loyalisten verteidigten sie Archon-Prinzessin Katrina Steiner-Davion gegen die alliierte Einsatzgruppe ihres Bruders Victor Steiner-Davion. Sie kämpften in einem Bürgerkrieg, der die Lyranische Allianz und die Vereinigten Sonnen, also die Reiche der Häuser Steiner und Davion verwüstete. Und niemand hatte das gewollt. Ironischerweise war dies das einzige, worauf sich alle einigen konnten. Der Krieg galt als Produkt allein eines machthungrigen Despoten: Victor oder Katrina, je nach dem, wen man fragte. Und er näherte sich seinem Ende, das wusste auch jeder. Die Schlacht um New Avalon würde die letzte sein.

„Priamos hier“ – das war Jackson Davion persönlich, Marshal of the Armies und damit Oberbefehlshaber – „Pandaros Eins und Zwo: nach Westen einschwenken. Pandaros Drei: sie verstärken Memnon“. Nacheinander bestätigten die Bataillonskommandeure der Garde. Oswald Kesselring sollte mit seinen Leuten die bedrängten 17. Avalon-Husaren verstärken, die sich im Kampf mit den Davion Assault Guards und den 1. Crucis-Lanciers befanden.

Victor hatte zwei seiner besten Regimenter in den Kampf geworfen, um Albion zu nehmen. Oswald war froh, dass die 2. Robinson-Ranger nach den schweren Gefechten der letzten Wochen nicht an der Front der Alliierten standen, sondern in zweiter Linie darauf warteten, dass Victors schwere Kräfte den Durchbruch erzwangen. Er wusste nämlich, dass ein alter Freund bei den Rangern diente.

Oswalds schneeweißer Bushwacker BSW-L1 lief an der Spitze, ein brandneues Modell der Reihe. Obwohl sein Regiment regelmäßig unterdurchschnittliche Evaluationen erhielt, verfügten seine zumeist adligen Offiziere über beste Verbindungen. Diese sorgten für eine derart hohe Priorität in der Belieferung mit neuem Material, dass sie der von Eliteregimentern gleichkam. Natürlich hätte ihm als Bataillonskommandeur ein schwerer oder gar überschwerer Mech zugestanden, doch nach allem was er mit dem Bushwacker erlebt hatte, vertraute er dem Mech wie keinem zweiten. Der neue BSW-L1 hatte bislang dieses Vertrauen gerechtfertigt, war er dank neuester Technologie doch um einiges widerstandsfähiger als seine Vorgänger.

„Kontakt! Mittelschwere Lancier-Kompanie auf ein Uhr!“, meldete sein selbsternannter Bodyguard, Hauptmann Crowley, der mit ihm seinem ebenso schnellen wie schwer bewaffneten Mahlstrom nicht von seiner Seite wich. Die Lanciers standen viel zu weit im Norden, sie mussten die Linien der weiter südlich stehenden Husaren entweder durchbrochen oder umgangen haben. In beiden Fällen gab es nur eine Reaktion: „Dran, drauf, drüber!“

Das Bataillon stürmte vor und die Lanciers zogen sich fast ohne Widerstand zurück. Nun wurde Oswald klar, dass diese Mechs tatsächlich die Spitze einer Durchbruchsbewegung waren, denn hinter ihnen formierte sich ein ganzes Bataillon der Assault Guards und rollte langsam auf die Flanke der Husaren zu. Auch Jackson hatte dies inzwischen im Fuchsbau erkannt: „Memnon Eins, Pandaros Drei: nehmen Sie die Assault Guards in die Zange. Die werden nicht allein sein, aber Sie müssen aufgehalten werden. Ich gebe Alexander zu ihrer Unterstützung frei. Attacke!“

Numerisch bestand immer noch eine leichte Überlegenheit für die Alliierten, die mit blinder Wut zum Angriff antraten. Crowleys Mahlstrom wurde von Langstreckenraketen bombardiert, konnte dank seines ECM-Systems aber den meisten Raketen ausweichen. Nur stand Oswald dadurch ohne Flankenschutz da, als zu seiner Rechten ein Zyklop auftauchte und sein Gaußgeschütz abfeuerte, dessen Geschoss ihn nur knapp verfehlte. Er riss seinen Bushwacker herum und beschleunigte – direkt auf den überschweren Mech zu. Der Davion-Pilot war davon völlig überrascht, hatte noch seine LSR abgefeuert, die harmlos über Oswald hinweg rauschten. Sobald er in Reichweite war, löste er einen Alpha-Schlag aus und sein schwerer Laser zog eine glühend heiße Schneise über die Panzerung des Zyklopen, während seine LB-20X Autokanone tonnenschwere Panzerplatten wegsprengte. Durch die harten Treffer irritiert, fiel das Gegenfeuer ungenau aus, sodass nur ein paar mittlere Laser über den Bushwacker strichen. Dann sprang an ein Victor an die Seite des Zyklopen, und der verfehlte sein Ziel nicht. Ein Wirbelsturm aus abgereichertem Uran zertrümmerte die Panzerung am linken Arm seines Mechs. So also funktioniert die Multi-Autokanone, dachte Oswald, als die rotierenden Rohre der heiß gelaufenen Waffe im Arm des Victors musterte. Die Rebellen sind hervorragend ausgerüstet. Mit zwei modernen überschweren Mechs, die zusammen mehr als das Dreifache der Tonnage seines Bushwackers aufboten, konnte er es nicht aufnehmen. Glücklicherweise deckte ihn Crowley wieder mit allem, was er hatte, sodass er sie sich beide unter seinem ECM-Schutz absetzen konnten.

Die Husaren und die Garde wurden von den Assault Guards auseinandergetrieben, die sich immer besser darauf verstanden, ihre überlegenen Maschinen schwerpunktmäßig einzusetzen, um einzelne Kompanien aufzureiben. Dann griffen wieder die Lanciers ein, um den Keil zwischen den beiden Regimentern der Loyalisten zu vertiefen. Die Verstärkung mit Codenamen Alexander konnte diesen Prozess allenfalls verlangsamen. Sie waren eine Kampfgruppe, die Jackson aus der Remagen Mark Crucis-Miliz und den Resten zerschlagenen der New Avalon-Miliz gebildet hatte.

„Pandaros Zwo und Drei: nach Süden vorrücken, Feindkontakt halten.“

Beinahe zeitgleich riefen Oswald und seine Kameradin entsetzt: „Wiederholen, bitte!“

„Nach Süden vorrücken. Ausführung!“

„Jawohl!“

Die Linien der Loyalisten waren nun papierdünn und weit auseinander gezogen. Im Kampf gegen schwere Truppen wie die Assault Guards war dies eigentlich ein Rezept für den Untergang. Aber nur, wenn die ihre Kräfte konzentrieren können. Verstreut sind sie selbst sehr leicht verwundbar. Vielleicht legt es Jackson ja darauf an. Tatsächlich waren die Linien der Alliierten ebenfalls hoffnungslos überdehnt, auch wenn man dies auf Bataillonsebene nicht erkennen konnte.

Dann schlug die 10. Leichte Deneb-Kavallerie zu.

Die Einheit war wie geschaffen dafür, die momentane Schwäche der Davion Guards auszunutzen. Versiert im Kampf gegen langsamere Einheiten, manövrierte die Leichte Kavallerie gekonnt zwischen Husaren und Alliierten hin und her. Die Crucis-Lanciers versuchten verzweifelt, ihren schwereren Kameraden zur Hilfe zu eilen, öffneten dadurch aber ihre Flanke den beiden vorgezogenen Bataillonen der Arkturus-Garde. Ohne Zögern attackierten die Gardisten. Chaos brach aus und Victor versuchte, seine Angriffsspitze zu retten, indem er sie zurücknahm und seine Reserven zu ihrer Deckung einsetzte. Die Ranger.

Die Arkturus-Garde hatte durch ihren Vorstoß nach Süden nicht nur die feindlichen Reihen flankiert, sondern schnitt auch Victors Verstärkung den Weg ab. Doch was auf dem Papier so klar und einfach aussah, entwickelte sich wegen der zurückflutenden Assault Guards – die Loyalisten ihnen hart auf ihren Fersen – zu einem unkontrollierten Schlachtfest. Wie üblich wurde sein Bushwacker kaum für voll genommen unter den schwereren Maschinen seines Regiments. Das änderte sich allerdings meistens, wenn er seine Hauptwaffe einsetzte. Die LB-20X überschüttete einen JägerMech der Ranger mit zwanzig kleinen Geschossen, nachdem Oswald seine Munitionszufuhr auf Schrapnel umgeschaltet hatte. Der JägerMech hob seine eigene Kanonen, kam aber nie zum Schuss, da Crowley ihn mit mehreren Lichtlanzen seiner Laserbatterie aufspießte. Die ohnehin abgeriebene Panzerung wurde am linken Bein durchbrochen und der JägerMech knickte weg. An seine Stelle trat ein Attentäter, der aber seine aussichtlose Lage verstand und sofort wieder wegsprang. Verfolgt von zwei älteren Wolfshunden der Remagen-Miliz konnten ihn auch die Sprungdüsen nicht retten, denn die Verfolger blieben in Schussweite und zerstörten seine Reaktorabschirmung, sodass der Attentäter in der Luft explodierte.

Dann stand ein Vollstrecker vor Oswald, in den Farben Rot und Schwarz, auf seiner Brust der rote Pfeil auf gelben Grund. Sein Freund John führte genauso einen Mech. Bist Du es?

Er zögerte.

Und zögerte.

Die Schlacht um sie herum tobte ungehemmt weiter, aber sie beide taten nichts, standen sich nur regungslos gegenüber. Oder ist er nur überhitzt und wartet nur darauf abzukühlen, um wieder loszuschlagen? Aber dann würde er doch versuchen, auszuweichen, oder? Qualvolle Sekunden später hob der Vollstrecker seinen rechten Arm zum Kopf. Obwohl der Arm in einer Kanone mündete, wirkte diese Geste dank seines sonst humanoiden Erscheinungsbildes, als ob der Mech ihn grüßte. Oswalds Bushwacker war nicht ansatzweise humanoid, doch wollte er den Gruß erwidern und neigte die Nase des Mechs, wodurch er eine leichte Verbeugung suggerierte.

Das hätte ich nicht tun sollen. Ich hätte feuern sollen. Bei dieser geringen Reichweite hätte er den Gegner zerfetzt. Und dieser Gedanke ließ Oswald vor Ekel erschaudern. Zum ersten Mal in seinem Leben war er froh, seine Pflicht nicht getan zu haben.

Als hätte Crowley seine düsteren Gedanken gelesen, öffnete er einen privaten Kanal: „Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass wir die einzige lyranische Einheit in diesem Rudelbums sind, Herr Kommandant? In der Allianz wird gekämpft! Was zur Hölle machen wir hier auf der Davion-Heimatwelt?“

Gute Frage. Natürlich befanden sich noch ein paar andere lyranische Truppen auf dem Planeten, die jedoch entweder zerstört waren, oder auf ihren Einsatz warteten. Nicht zuletzt marschierte Victor selbst an der Spitze der 10. Lyranischen Garde. Aber die Frage war dennoch gerechtfertigt. Wäre Katrina eine echte Steiner, würde sie dann hier auf New Avalon verharren, fernab der Lyranischen Allianz? Das passte eher zu ihrem Davion-Erbe, das er lange ausgeblendet hatte. Ausblenden wollte. Und egal auf welcher Seite die Soldaten um ihn herum kämpften, sie taten dies im festen Glauben, ihre Heimat zu schützen. Vielleicht gab ihnen das die Stärke, auf Freunde zu schießen – jene Stärke, die Oswald gerade verlassen hatte. Er wischte die Zweifel beiseite: „Wir bekämpfen den Rebellen Victor.“

Wenigstens das entsprach der Wahrheit.

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AVS-Offiziersquartier, Avalon City
New Avalon, Vereinigte Sonnen
11. Februar 3067

Sie hatten gesiegt, zumindest für heute. Nach über dreißig Stunden schwerster Kämpfe waren die Davion Assault Guards und die 1. Crucis-Lanciers vernichtet. Dieser Erfolg wurde zu einem hohen Preis erkauft, denn die 17. Avalon-Husaren hatten inzwischen mehr Tote als Lebende in ihren Reihen. Auch die 10. Leichte Deneb-Kavallerie hatte unter dem selbstmörderischen Zorn der Lanciers gelitten. Nur die 19. Arkturus-Garde verzeichnete relativ wenige Ausfälle, sie war allerdings bereits angeschlagen ins Gefecht gegangen.

Oswald brauchte dringend etwas zu essen. Auf dem Weg zur Großen Offizierskantine traf er Field Marshal Simon Gallagher, zweiter in der militärischen Hierarchie nach Jackson Davion. Simon hatte sich unter Katrina als Logistikexperte hochgearbeitet und hielt nun die Stellung des Champions der Prinzessin inne. Und er war in der Lyranischen Allianz geboren worden, weswegen es niemanden überraschte, dass einige aus der 19. Arkturus-Garde auch zu ihm enge Kontakte pflegten, so wie Oswald.

„Mahlzeit, Simon. Ich hoffe Du und Jackson habt noch so einen guten Schlachtplan. Den werden wir brauchen.“

„Wir haben ein paar Asse im Ärmel“, erwiderte der kahl werdende Marshal, „Und wir haben noch Material. Du bist doch ein Freund mittelschwerer Mechs – wir haben letztens erst ein paar fabrikneue Uziel-Mechs erhalten.“

„Danke, aber mein Mech hat die Schlacht gut überstanden. Dein Nachschubnetz muss ziemlich gut sein, wenn Du die aus Furillo hier her schaffen kannst.“

Simon schüttelte den Kopf. „Das genaue Gegenteil trifft zu. Die sind vermutlich nur hier gelandet, weil keiner so genau wusste, wohin damit. Also wurden sie ewig hin und her geschickt, bis jemand die Idee hatte, sie zur Zentralwelt zu schaffen. Und der Weg erst...“ Er atmete kurz durch. „Ich halte Dir trotzdem noch einen Uziel zurück, denn mit Victors Raumblockade über New Avalon werden wir für eine Weile keinen Nachschub mehr kriegen, befürchte ich.“

„Verdammt, daran habe ich nicht gedacht. Danke, Simon.“

Da auch Gallagher genug zu tun hatte, gingen sie wieder ihrer Wege. Crowley, der sich aus dem Gespräch rausgehalten hatte, schüttelte den Kopf. „Wie schön, Euch Blaublüter beim Socializing zu beobachten. Diesmal ist also ein Reserve-Mech für den Herrn Markgrafen rausgesprungen.“ Als einer der wenigen bürgerlichen Offiziere des Regiments erlaubte er sich gelegentlich einen spöttischen Kommentar. „Ich habe übrigens immer noch Hunger.“

Die Kantine war berstend voll, da viele Überlebende der Schlacht von Albion denselben Gedanken hatten wie Oswald und Crowley. Sie gingen zu einem Tisch, an dem hauptsächlich Milizionäre saßen. „Dürfen wir uns dazugesellen, Gnä‘ Frau?“

Die Offizierin konnte nicht umhin, zu lächeln, obwohl sie sich selbst nicht sicher war, ob sie diese antiquierten lyranischen Manieren schmeichelhaft oder albern finden sollte. „Klar, pflanz‘ Dich.“, erwiderte sie bewusst informell, mit einem breiter werdenden Grinsen. Oswald nahm es mit Humor, obwohl so ein Verhalten in den Lyranischen Allianzstreitkräften nicht geduldet wurde. Mit gespielter Indignation setzte er sich. „Ich würde es nicht so sagen, Frau Leftenant, aber Danke.“

Sie hatten beinahe aufgegessen, als ein Captain von den 17. Avalon-Husaren das Abzeichen auf Oswalds Anzug erkannte und direkt auf ihn zulief: „He, Du... Ja, Du! Ich weiß, Ihr Vögel habt noch nie einen echten Kampf gesehen, aber kleiner Tipp: wir schießen auf Victors Handlanger und verbeugen uns nicht vor ihnen! Sag das Deinen Idioten beim nächsten Mal, klar?“ Woher weiß er davon? Und warum sollte es ihn kümmern? Der Captain wollte einfach nicht aufhören: „Wenn Ihr Papiertiger nur halb viel Zeit mit Gefechtsausbildung zubringen würdet, wie mit Dinnerparties bei Hof, hätten wir den Krieg längst gewonnen.“

In der Kantine wurde es still und Oswald wollte es gut sein lassen. Der Mann musste nur etwas Dampf ablassen, hatte in der Schlacht vermutlich viele Freunde verloren. Und als Stabsoffizier war es an Oswald, den kühleren Kopf zu bewahren. Umso mehr überraschte ihn, was er dann sagte: „Ich verzichte auf Ihre Tipps. Aber wenn ich mal Hilfe in Sachen Meuterei brauche, wende ich mich sofort an Ihre 17.“

Seine Worte schmetterten wie ein Breitschwert durch die Stille der Kantine und einen Moment später sprangen alle Husaren wütend auf. Kurz darauf waren auch alle anderen im Raum auf den Füßen, die Fäuste geballt. Oswald wusste, dass sein Kommentar tief unter die Gürtellinie gezielt hatte. Die 17. Avalon-Husaren hatten tatsächlich gegen ihren Kommandeur gemeutert, um auf eigenen Entschluss bei der Verteidigung New Avalons zu helfen. Ihre Treue und Integrität anzuzweifeln, ging zu weit. Die Milizionäre trugen auch nicht dazu bei, die Situation zu entspannen. Zwischen der Mark Crucis-Miliz und der Husaren-Brigade bestand eine ebenso alte wie erbitterte Rivalität, die sie nun veranlasste, an Oswalds Seite zu stehen – im wahrsten Sinne des Wortes. „Underdogs halten zusammen“, hatte ihm die Frau Leftenant später erklärt.

Bevor es zu einer weiteren Eskalation kommen konnte, hallte die sonore Stimme des Marshal of the Armies durch die Kantine: „Kommandant Kesselring, zu mir!“ Jackson brüllte in einem Ton, der Feldwebel erzittern lassen konnte, und unwillkürlich fiel Oswald ins Achtung.

Er folgte Jackson in dessen Dienstzimmer, nahm auch weiterhin Achtung ein, als der Marshal sich setzte. Sichtlich verärgert, öffnete er Oswalds Akte und musterte ihn. Seine hochgewachsene Erscheinung mit den rotblonden Haaren erinnerte jedermann an Hanse ‚den Fuchs‘ Davion. Jackson ähnelte dem Architekten der Union von Steiner und Davion mehr als dessen Kinder Victor und Katrina, die sein Werk nun zerstörten und optisch nach ihrer Mutter Melissa kamen. Und er war ein exzellenter Soldat, den jeder respektierte. Nicht wenige kämpften für Katrina, weil er es tat.

„Ich weiß nicht, was dümmer war“, begann er schließlich und, „sich vor einem Rebellen zu verbeugen, oder dieser dämliche Kommentar in der Kantine.“ Es war keine rhetorische Frage und so antwortete Oswald wahrheitsgemäß: „Der Kommentar, Herr Marshal, er war nicht nur dumm und unnötig, sondern beleidigte gute Soldaten völlig grundlos.“

Die Ehrlichkeit schien Jackson zu gefallen, doch er war noch nicht mit Oswald fertig: „Ganz recht, Kommandant. Sie sehen doch, dass wir uns unserer Belastungsgrenze nähern. Gerade wäre es beinahe zu einer Schlägerei gekommen. Da erwarte ich von meinen Offizieren, dass sie sich wie Profis benehmen.“

Der Lyraner wollte den Mund öffnen, doch stoppte im letzten Moment. Jackson wusste, was ihm aufgestoßen war: „Ja, damit meine ich auch ihre Truppe. Sie haben sich inzwischen Respekt verdient und genau deswegen messe ich Sie jetzt an einem höheren Standard. Was mich zum nächsten Thema bringt: Ihre Verbeugung. Haben sie irgendeine Erklärung dafür?“

Die hatte er allerdings. Er sagte nur ein Wort. Als er dies hörte, nickte der Marshal nur und schloss die Akte ohne eine Notiz zu machen. Man konnte von den Davions halten, was man wollte, aber sie verstanden etwas von soldatischer Ehre. In derselben Situation hätte Jackson ebenso gehandelt, das wusste Oswald. Natürlich konnte der Marshal das nicht offen zugeben, doch das musste er gar nicht. Nur musste er, um der militärischen Disziplin gerecht zu werden, eine Bestrafung aussprechen. Er stellte Oswald bis zum nächsten Einsatz unter Hausarrest.

Das Wort, das Oswald gesagt hatte, lautete: Diana. Dort hatten Soldaten der Lyranischen Allianz und der Vereinigten Sonnen gemeinsam geblutet, um der Clan-Bedrohung ein Ende zu bereiten. Dort hatten John und Oswald geblutet.

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Auxiliar-Raumhafen Mount Davion, vor den Toren des Prinzenpalais
New Avalon, Vereinigte Sonnen
20. April 3067

Alles ist verloren. Die Garde war so gut wie vernichtet, nur noch ein paar versprengte Kompanien übrig. Und sie galten als kampfstärkste Einheit, die den Loyalisten verblieben war. Nachdem Victor weitere Truppen landen konnte und Jackson angeblich aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war, hatte sich die Lage endgültig zuungunsten der Loyalisten verschoben. Nun kämpften die kläglichen Überreste dreier ihrer Regimenter gegen drei volle Brigaden Victors, der außerdem noch zwei Regimentskampfgruppen in Reserve hielt. Am Ausgang des Krieges bestand längst kein Zweifel mehr.

Aber sie hatten ihr Leben bislang teuer verkauft, ja sogar ein weiteres Eliteregiment Victors vernichten können, die Davion Heavy Guards. Und noch konnte Katrina von New Avalon fliehen, um vielleicht neue Kräfte zu mobilisieren, oder wenigstens das Asyl zu suchen, das ihr die Liga Freier Welten angeboten hatte.

Deswegen verteidigten sie den Raumhafen, den sie zur Flucht nutzen konnte, mit aller Kraft. Ein alliiertes Panzerbataillon nahm jetzt Position leicht südlich des Flugfeldes ein, um startende Schiffe unter Beschuss nehmen zu können. Da stürzte sich Crowley allein auf den Feind. Dutzende Granaten schlugen in seinen Mahlstrom ein und massive Panzerplatten barsten wie Prozellan, aber er schoss unbeirrt weiter. Unzählige Laserstrahlen verwüsteten den Mech und was von der Panzerung übrig war, lief in Sturzbächen geschmolzenen Stahls zu Boden. Aber er schoss weiter, band ganz allein das gesamte Bataillon. Selbst ohne die Thermalanzeige war offensichtlich, dass Crowleys Mech überhitzte und dass er auch dessen ungeachtet weiterschoss, um das Flugfeld freizuhalten.

„Lang lebe Katrina Steiner!“, brüllte er und als der konzentrierte Beschuss den Mech schließlich zusammenbrechen ließ, fuhr ein Panzer noch näher heran. Oswald erblickte Crowleys blutigen Arm, der aus dem zerstörten Cockpit herausragte und nach einem Halt tastete. Doch der Panzer rollte über den Mech. Und wieder zurück. Oswald war wie gelähmt. Dann wollte er seinen Kameraden rächen, als es über Funk hieß:

„An Pandaros und Aeneas: zurückfallen auf Grüne Linie zur Unterstützung von Hektor.“

Nein!, schrie er in Gedanken, wieso flieht sie nicht!? Die Loyalisten wurden langsam, aber sicher vom Raumhafen gedrängt und der Befehl nahm Crowleys Tat jeden Sinn. Obwohl sie noch eine Startrampe hielten, war der Feind nach dem Rückzug zu nah, als dass eine Flucht wirklich gelingen konnte. Katrina hatte ihre Chance verstreichen lassen, ihre Soldaten sinnlos geopfert. Und das Sterben ging weiter, solange sie auf ihr Geheiß hin kämpften.

Trotzdem gehorchte er ein weiteres Mal und führte sein Bataillon in Richtung des Palais. Die Grüne Linie zwischen Palais und Raumhafen war ihre letzte Rückfallposition; die 22. Avalon-Husaren und die 299. ComGuards – Hektor und Aeneas – würden dort mit der 19. Arkturus-Garde ihrem Ende entgegen treten.

Getrieben vom Schicksal kämpften die Gardisten weiter. Blanker Fatalismus ließ sie Befehle befolgen, von denen sie wussten, dass sie falsch waren und eigentlich nur zu ihrem Tod führen mussten. Für Katrina kämpfte kaum noch jemand, auch wenn viele versuchten, sich dies einzureden. Es war so einfach, für eine Person zu sterben, die man verehrte. Aber es war viel schwerer, sich einzugestehen, dass diese Person ihrer Treue nie Wert gewesen war. Auch deswegen kämpften sie weiter, denn sie hofften, dass sie der Tod ereilte, bevor sie zur Einsicht gezwungen wurden. Sie konnten gar nicht anders.

„Suchen wir den Tod, da er uns nicht zu finden scheint.“ Oswald erfuhr nie, wer dies gefunkt hatte, doch es schien ihm angemessen. Die Pumas waren bereit für den Untergang.

Noch ein allerletztes Mal bäumten sich die Loyalisten auf, um dem Lauf der Geschichte Einhalt zu gebieten. Was von den Avalon-Husaren übrig war, warf sich auf Victor in seinem Daishi, ohne Rücksicht auf Verluste. Oswald beobachtete, wie ein Templer zusammengeschossen wurde, als er sich schützend vor Victor stellte. Dieser Mech musste Ardan Sortek gehören, einem alten Freund der lang verstorbenen Melissa. Er hatte sich trotz seines hohen Alters aufgemacht, diesen Krieg zu beenden, statt seinen Ruhestand zu genießen. Er hatte nun den Preis dafür gezahlt. Auch die Husaren überlebten ihn nicht. Und gleichwohl sie sich nicht um ihr Überleben scherten, war ihr Tod doch genauso sinnlos wie der Crowleys. Sie starben für eine verlorene Sache.

Vielleicht sollten wir es ihnen gleichtun... Oswald blickte kurz zum Prinzenpalais, in dem Katrina sich verschanzt hatte und von dem aus sie einen panoramahaften Ausblick auf die Schlacht haben dürfte. Ob ihre Leibwachen auch bis letzten kämpfen werden? Und sie selbst?

Kurz knackte es im Funk, als auf einem offenen Kanal gesendet wurde: „Verzeiht mir!“. Es war ein verzweifelter Ruf. Dann krachte ein Schuss und der Kanal schloss sich. Soviel zum Kampf bis zum Untergang. Das war Simon Gallagher, der nach Jacksons Rücktritt das Kommando übernommen hatte. Er wolle sich seiner Verantwortung entziehen, hieß es später, indem er sein Hirn über eine Funkanlage des HQ verteilte. Doch Oswald kannte Simon zu gut, um das zu glauben. Der Mann war ein Ja-Sager gewesen und er wäre unehrenhaft entlassen worden, das stimmte, doch Verbrechen hatte er keine begangen. Simon fürchtete sich nicht vor der Siegerjustiz, sondern vor der ewigen Schande, Katrinas Champion gewesen zu sein. Und das verstand Oswald immer besser.

Nur wenig später erklang wieder Jacksons Stimme und jeder wusste, was dies bedeutete: „Marshal of the Armies Jackson Davion an alle Loyalisten: Feuer einstellen; wenn möglich, Rückzug zum Palais.“ Dass er die Nachricht über alle Kanäle laufen ließ und zugleich seinen Dienstgrad benutzte, signalisierte schon zur Genüge, dass er in offizieller Funktion sprach. Doch er wollte nicht den geringsten Zweifel daran lassen. „Prinz Victor, im Namen von Katrina Steiner-Davion bitten wir um einen Waffenstillstand und bieten Kapitulationsverhandlungen an.“ Die werden kurz. „Wir ergeben uns. Ich wiederhole: wir ergeben uns.“

Wie einige andere Loyalisten auch konnte sich Oswald nicht mehr zum Palast absetzen. Sobald er aber sicher war, nicht mehr unter Beschuss zu stehen, schaltete er den Reaktor seines geschundenen Bushwacker ab. Er öffnete die Kanzel, kletterte hinaus und setzte sich kurz auf den Rücken seinen Mechs. Er genoss die frische Luft, doch überall lagen die zertrümmerten Reste von Kriegsmaschinen, manche brennend, manche rauchend. Er entschied sich zu handeln.

Er lief zum nächsten Mech, einem gefallenen Zeus der 10. Lyranischen Garde, Victors persönlicher Einheit. Der Krieg war vorbei und er musste dem Piloten helfen. Oswald trat vorsichtig an das schwer getroffene Cockpit heran und war froh, kein Blut zu sehen. Vielmehr sah er eine Frau, die versuchte, sich aus den Trümmern zu befreien, was angesichts ihres gebrochenen Arms nicht leicht war. Er half ihr und dann saßen sie gemeinsam auf dem Wrack ihres Zeus, um auf die Ambulanz zu warten. Erst jetzt bemerkte sie, dass Oswald ein Loyalist war. Sie blinzelte irritiert, doch sagte dann nur: „Danke.“

„Ich nehme an, ich sollte Ihnen meine Waffe geben, Gnä‘ Frau.“

„Lassen Sie nur. Es ist ja nicht so, als hätten Sie nicht schon versucht, mich umzubringen.“

Ihr kurzes Lachen brach abrupt ab. Im Fall der Soldatin jedoch war das dem physischen Schmerz ihres gebrochenen Arms geschuldet. Inmitten des Trümmerfeldes fragte sich Oswald dagegen, wofür er gekämpft hatte; worauf er noch stolz sein konnte. Dann die Verluste. Und für wen das alles? Es wurde ihm einfach zu viel.

Sie ahnte, was in ihm vorging, und auch wenn sie vor wenigen Minuten noch bereit gewesen war, auf ihn zu schießen, empfand sie nichts als Mitleid. Als Kriegerin jedoch wollte sie ihm kein Mitleid aussprechen. Stattdessen blickte sie ihm tief in die Augen und nickte: „Die 19. hat gut gekämpft.“

Und das gab ihm ein wenig Trost.

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AVS-Wachturm, Avalon City
New Avalon, Vereinigte Sonnen
23. April 3067

Die ehemaligen Loyalisten standen pro forma unter Bewachung, doch dies machte kaum einen Unterschied. Es war vorbei. Morgen wollte Victor ankündigen, was nach seinem Sieg geschehen sollte. Es gab das Gerücht, dass er gar kein Interesse am Thron hatte und abdanken wollte. Dieses Gerücht, so unwahrscheinlich es allen erschien, war dennoch das Gesprächsthema Nummer Eins.

Oswald hingegen trieb immer noch um, dass er nicht wusste, was aus John geworden war. Er fragte jeden Ranger, den er sah. Irgendjemand musste etwas wissen. Er sah eine Gruppe von Rangern. Vielleicht hatte er diesmal Glück.

„Entschuldigung, Captain, ich suche John Dorant, dient in Ihrem Regiment, zwotes Bataillon, glaube ich.“

Der Blick des Captains verdüsterte sich. Gar wütend blickte er drein, bis er die Augen seines Gegenübers sah, erfüllt von Hoffnung ebenso wie von Furcht. Dann verstand auch er, dass Oswald nach einem Freund fragte und sein Blick wurde weicher. „Er ist tot. Kurz vor der Stadt gefallen. Tut mir Leid, Kommandant.“, sagte er mit ehrlichem Bedauern. Oswald konnte nur noch in die Leere starren, unfähig sich zu bewegen. Der Ranger legte kurz die Hand auf seine Schulter, bevor er weiterging.

Doch Oswald konnte nicht.

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AVS-Offiziersquartier, Avalon City
New Avalon, Vereinigte Sonnen
25. April 3067

Er war allein in seinem Quartier gewesen, als ihn eine Nachricht aus der Allianz erreichte.

„Es tut uns Leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Präzentor Dag Kesselring, 66. Division (ComStar), in der Schlacht um den Tharkad gefallen ist.“

Mehr erfuhr er nicht. Er konnte es nicht fassen. ComStar kämpfte offiziell nicht einmal in diesem Krieg, sondern gerierte sich neutral. Nach dem Tod seiner Eltern war Dag für ihn immer wichtiger geworden. Gefallen. Seine Familie, seine Freunde, sein Regiment. Alles dahin. Er nahm die schon gut geleerte Flasche Glengarry-Whisky zur Hand, die er erst heute geöffnet hatte, als es klopfte.

„Herein.“

Er sah einen ComStar-Adepten, der nähertrat und die Tür hinter sich schloss. „Ich möchte gern mit Dir über Deinen Cousin Dag sprechen.“

Oswald fletschte wütend die Zähne, bereit den Mann und ComStar zu beschimpfen, weil sie es zugelassen hatten, dass Dags Division in diesen Krieg hineingezogen und vernichtet worden war. Da fiel ihm etwas Merkwürdiges auf. Der Mann war gar nicht von ComStar, sondern von der fanatischen Splittergruppe ComStars, die sich nach dem Gründer des Ordens nannte und immer noch an dessen religiösen Lehren festhielt. Er war von Blakes Wort. Der Mann neigte respektvoll sein Haupt, als er Oswalds Erkenntnis bemerkte.

„Der Friede Blakes sei mit Dir. Wir haben viel zu bereden.“



ENDE









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Anmerkungen:

Die Schlacht um New Avalon

Einheiten der Armee der Vereinigten Sonnen

Loyalisten
  • 17. Avalon-Husaren
  • 22. Avalon-Husaren
  • 10. Leichte Deneb-Kavallerie
  • Remagen Mark Crucis-Miliz
  • 3. Robinson-Ranger
Alliierte
  • 2. Ceti-Husaren
  • 1. Crucis-Lanciers
  • 3. Crucis-Lanciers
  • 6. Crucis-Lanciers
  • Davion Assault Guards
  • Davion Heavy Guards
  • Davion Light Guards
  • 2. Davion Guards
  • 2. Robinson-Ranger
  • Mayetta Mark Draconis-Miliz
  • 1. NAIW-Kader




Einheiten der Lyranischen Allianzstreitkräfte

Loyalisten
  • 19. Arkturus-Garde
  • 5. Donegal-Garde
Alliierte
  • 23. Arkturus-Garde
  • 10. Lyranische Garde
  • Thorin Freedom Theatre-Miliz („Archers Avengers“)




Weitere Einheiten

Loyalisten
  • 299. Division (ComStar)
Alliierte
  • 244. Division (ComStar)
  • 1. St.-Ives Lanciers (Konföderation Capella)
  • Auslandlegion (Freiwillige aus anderen Nachfolgerreichen)
  • Vanguard-Legion (Söldner)
Schlachtverlauf

Die Schlachten um Albion und Avalon City sind im FCCW Sourcebook, im Roman „Finale“ („Endgame“) und in der Kurzgeschichte „The Longest Road“ gut beschrieben. Ich habe lediglich Details hinzugefügt, wo sie bislang gefehlt haben.

In den BattleTech-Geschichten kommt allerdings zu kurz, wie erdrückend die alliierte Übermacht seit der Landung von Victors Hauptkampfgruppe gewesen ist. Neben der beträchtlichen zahlenmäßigen Überlegenheit kommt die generell deutlich höhere Qualität der Truppen zum Tragen. Die Loyalisten hatten zumeist zweitklassige Einheiten auf New Avalon zu stehen. Und die mussten ohne Ruhepause gegen immer neue und immer frischere Truppen kämpfen, die ihnen auch sonst schon überlegen waren. Das führte sicher zu immer größerem Druck, je länger sich die Kämpfe hinzogen.

Insofern finde ich erstaunlich, wie hartnäckig der Planet verteidigt wurde. Gerade die 19. Arkturus-Garde – eigentlich eine Ansammlung lyranischer Adliger, deren Kampfwert mit „green/ questionable“ die schlecht-möglichste Einschätzung erhalten hat – wurde wiederholt gegen einige der besten Regimenter der Inneren Sphäre geworfen und ging (fast) bis zum Ende siegreich aus diesen Schlachten hervor.

An sich wäre die Geschichte der 19. Arkturus-Garde also eine klassische Underdog-Geschichte, wäre da nicht der Umstand, dass sie für ein Unrechtsregime kämpfte und am Ende trotz ihrer Leistungen vernichtet wurde. Ich sehe eine Tragödie.


Personen

Die auftretenden Personen sind nicht kanonisch, bis auf Jackson Davion, Simon Gallagher und Dag Kesselring. Zu den ersten beiden muss wohl nicht viel gesagt werden.

Dag Kesselring war Kommandeur der 66. Division ComStars auf Tharkad und fiel im Kampf gegen Peter Steiner-Davion. Wir wissen, dass er aus einer lyranischen Adelsfamilie stammte und sich deswegen bereitwillig den loyalistischen Verteidigern des Tharkad angeschlossen hat. Aber wir wissen auch, dass er im Geheimen ein Anhänger von Blakes Wort war. So erklärt sich Oswalds Besuch von einem Blakisten.





Deutsch-Englische Namensliste (Auswahl):

Diana – Huntress: der Heimatplanet der Nebelparder (sehr gut übersetzt!)
Multi-AK – RAC
Attentäter – Assassin
Mahlstrom – Maelstrom
Templer – Templar
Vollstrecker – Enforcer
Wolfshund – Wolfhound
Zyklop – Cyclops





Zum Cover und zum Mech des Protagonisten

Zu sehen ist der BattleMech von Kommandant Oswald Kesselring, 3. Bataillon, 19. Arkturus-Garde. Es handelt sich um einen Bushwacker der Variante BSW-L1, der statt einem XL-Reaktor einen leichten Reaktor (LFE) hat, und auf einen Großteil der traditionellen Bewaffnung verzichtet. Er ist mit einer Autokanone LB-20X und einem schweren Extremreichweitenlaser ausgestattet.

NFX war so freundlich, die Bushwacker Concept-Art entsprechend für mich anzupassen und zu bemalen. Danke dafür!

Edited by FLG 01, 20 April 2017 - 01:24 PM.






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